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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.

Band VII.

Lau-fende

No.

1.

Charge.

Alter zur Zeit

des Krieges.

Civilberuf.

2.

Anamnestische Daten.

Hereditäre

und individuelle

prädisponirende

Momente.

3.

Ort, Zeit und Art der Verletzung.Bemei'kungen zur Verletzung.

4.

Zeit,

zu welcher die

Geistesstörung

unzweifelhaft

hervortrat.

5.

XXI.

Lieutenant derReserve.

25 Jahre.

Kaufmann.

Soviel bekannt, frühergesund.

Erlitt in der Schlacht vor Le Maus eine Schussver-letzung, wobei das Geschoss eine Gewehrkugelauf der rechten Schulterhöhe eindrang, den Processusacromialis verletzte und, unter den Weichtheilen weiterdringend, mitten auf dem Rücken, ungefähr in Höhedes ersten Rückenwirbels, wieder austrat. Nach etwa drei-monatlicher Behandlung war der Schusskanal verheilt. Esfand sich an der Einschussstelle eine eingezogene, mit demKnochen verwachsene Narbe, während die Ausschussnarbeflach, weich und über dem Knochen verschiebbar war. AlsFolgezustand blieb geringe Abmagerung und verminderteGebrauchsfähigkeit in Bezug auf Ausdauer und Kraftent-wickelung des Armes.

1871.

XXII.

Reservist.25 Jahre.Knecht.

Ein Bruder ist epi-leptisch. Selbst biszum Jahre 1866 ge-sund. Nach Rückkehraus dem Feldzuge von1866vorübergehendZeichen geistigerStörung.

Im Kriege 1870/71 durch einen Schuss am rechtenOberarm verwundet.

1871.

XXIII.

Musketier.

21 Jahre.

Ackerbürgersohn.

In der Familie keineSeelenstörungen.Selbst als Kind schwäch-lich und kränklich,kräftigte sich jedochspäter sehr. Geringe

Geistesanlagen,nothdürftige Schulbil-dung, still, bescheidenund zufrieden.

Bekam in der Schlacht bei Sedan am 1. September1870 einen Schuss in das rechte Handgelenk undwurde 1871 als Invalide mit wenig brauchbarer Handentlassen.

1873.

XXIV.

Unteroffizier(Landwehr).

Soweit bekannt, ausgesunder Familie.

Selbst früher stetsgesund. Hatte denFeldzug von 1866 mit-gemacht.

Wurde in der Schlacht bei Worth am 6. August 1870am linken Vorderarm verwundet, nach Deutschlandevakuirt, im September 1870 zum mobilen Truppentheilzurückgeschickt. Da er dort an Rheumatismus er-krankte, gelangte er wiederum nach Deutschland. Nachseiner im Januar 1871 erfolgten zweiten Rückkehr zurTruppe wurde er im Februar von Lungenentzündungbefallen, in einem Feldlazareth behandelt und von dortAnfang März geheilt zur Kompagnie entlassen.

1872.