Druckschrift 
Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
Seite
432
Einzelbild herunterladen
 

432

X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.

Band VII.

Lau-fende

No.

1.

Charge.Alter zur Zeit

des Krieges.Civilberuf.

2.

Anamnestische Daten.

Hereditäre

und individuelle

prädisponirende

Momente.

3.

Ort, Zeit und Art der Verletzung.Bemerkungen zur Verletzung.

4.

zu xv.

genügend nach hinten drehen, noch fest an die Brust heran-ziehen oder hoch erheben konnte, so dass er in der Führungdes Degens, vorzugsweise aber beim Ankleiden (Einführendes Annes in den Aermel) behindert war. Erst im Jahre 1878sah er sich genöthigt, wegen Zunahme der Beschwerden noch-mals Teplitz aufzusuchen. Gleichwohl verschlimmerte sichseit jener Zeit, namentlich aber seit dem Frühjahr 1881, seinZustand stetig. Die Narbe brach einige Male auf, beianhaltendem Gebrauche des Armes stellten sich Schmerzenhäufiger ein als sonst. Letztere waren intensiver, strahltennach verschiedenen Körpergegenden hin aus, nach Vorder-arm, Schulter, Nacken, Hals und Brust. Der Arm konntenur in beschränktem Maasse nach der Kreuzgegend hingeführt, nur ungenügend und langsam erhoben werden.Er ermüdete leichter, die Führung des Degens wurde er-schwerter, noch schwerer das selbstständige Anziehen vonKleidungsstücken. Das Allgemeinbefinden zeigte sichin Mitleidenschaft gezogen: der bis dahin zähe Körperwar gegen Einflüsse der Witterung weniger widerstandsfähig,es bestand Neigung zum Frösteln, leichtere Ermattung nachkörperlichen Anstrengungen, nach längeren Dienstübungen.Auch das Beiten wurde unbequem und strengte an. DieFrische undElastizität des Geistes fing an nachzu-lassen, die Klagen über Schmerzen im Arm, Schwere imKopf, Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit undArbeitslust wurden häufiger. Im Sommer 1883 besuchtePatient nochmals Teplitz, ohne dass wesentliche Besserungerreicht wurde. Ende 1883 nöthigte ihn sein Leiden, ausdem Dienste zu scheiden.

Zeit,

zu welcher die

Geistesstörung

unzweifelhaft

hervortrat.

5.