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X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.
Band VII.
Lau-fende
No.
1.
Charge.
Alter zur Zeit
des Krieges.
Civilberuf.
2.
Anamnestische Daten.
Hereditäre
und individuelle
prädisponirende
Momente.
3.
Ort, Zeit und Art der Verletzung.Bemerkungen zur Verletzung.
4.
Zeit,
zu welcher die
Geistesstörung
unzweifelhaft
hervortrat.
5.
V.
Rittmeister.28 Jahre.
Ueber Erblichkeitund Vorerkrankungnichts bekannt.Ini Feldzuge 180Gim Gefecht bei Hühner-wasser durch meh-rere Säbelhiebeschwer an Kopf undHals verwundet.Auf dem linkenScheitelbein einetheilweise mit demKnochen verwach-sene Narbe sichtbar.
Machte den Krieg 1870 71 mit.
1872.
VT.
Lieutenant.25 Jahre.
VäterlicherseitsDisposition zu Psy-chosen. — Betheili-gung an den Feldzügenvon 1864 und 1866.
In der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat am 18. August1870 traf eine Gewehrkugel den Helm, so dass derAdler auf demselben einen tiefen Eindruck erhielt. InFolge der Gehirnerschütterung stürzte Patient be-wusstlos zu Boden, erholte sich jedoch bald und ver-blieb mit deutlicher Quetschung der "W ei chth eile inder Gegend des linken Stirnhöckers beim Truppen-theile, obwohl er noch längere Zeit über Gefühl vonDruck und Betäubung im Kopf klagte.
Herbst 1873.
VII.
Musketier.
Unbekannt.
In der Schlacht bei Spicheren am 6. August 1870Kolbenschlag auf den Helm, worauf 24stündige Be-wusstlosigkeit folgte. Bei der Ankunft in einem Reserve-lazareth zu Berlin am 11. August war Pat. sehr benommen,antwortete unvollkommen; Sprache stotternd, Gesicht ge-röthet, Puls verlangsamt, allgemeine Kopfschmerzen. Fieberbestand nicht, desgleichen keine Lähmungserscheinung.Genaue Untersuchung des Schädels Hess keine Spur einerVerletzung, auch keine Sugillation erkennen; Blutung ausNase oder Ohr soll nicht vorhanden gewesen sein. LeichteSchmerzhaftigkeit der ganzen Kopfschwarte bei Berührung.— Eis. Purgantien.
In den nächsten Wochen geringe Veränderung desZustandes. Anfang Oktober kann Pat. umhergehen.
Herbst 1870.