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X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.
Band VII.
Lau-fende
No.
1.
Charge.
Alter zur Zeit
des Krieges.
Civilberuf.
2.
Anamnestische Daten.
Hereditäre
und individuelle
prädisponirende
Momente.
3.
Ort, Zeit und Art der Verletzung.Bemerkungen zur Verletzung.
4.
Zeit,
zu welcher die
Geistesstörung
unzweifelhaft
hervortrat.
5.
11.
Lieutenant.29 Jahre.
Litt bereits nach demFeldzuge von 1866 anhypochondrischerGemüthsverstim-mung mit hartnäcki-gen Unterleibs-stockungen.
Erhielt im Gefecht am Mont Mesly (vor Paris) am30. November 1870 einen Gewehrschuss in den Kopf.Die Kugel drang dicht unterhalb des linken Auges einund von doi't durch den oberen Theil der Nasenhöhle biszur rechten Wange, wo die Narbe der Ausgangsöffnungsichtbar ist. Bei einer Untersuchung am 15. Juli 1871wurde Patient fast erblindet gefunden. Die Pupillenwaren ungleich erweitert. In Folge Degeneration derChorioidea, an welcher auch die Betina Theil genommenhatte, bestand vollkommene Gebrauchsunfähigkeit desrechten und starke Schwachsichtigkeit des linken Auges
Nach dem Juli
1871.
III.
Unteroffizier.28 Jahre.
Unbekannt.
Erhielt am 9. Januar 1871 vor LeMans einen Schussin die linke Schädelseite, war sofort bewusstlosund blieb es 8 Tage lang. In der ersten Zeit bestandtotale Lähmung des rechten Armes und Beines, so-wie bedeutende Funktionsherabsetzung des linkenOhres und Auges.
Sommer 1877.
1Y.
Eeservist.28 Jahre.Arbeiter.
Trat im Herbst 1866in den Dienst. Warnach Aussage seinerVorgesetzten ein be-schränkter schwach-köpf i g e r Mensch,welcher glaubte,Unteroffizier wer-den zu müssen undvon seinen Kameradendeswegen genecktwurde.
Im Treffen bei Azay-Mazange am 6. Januar 1871Streifschuss am Kopf. Die nächsten Folgen der Ver-wundung sind nur aus den im Jahre 1872 von dem Ver-letzten selbst gemachten Angaben bekannt. Danach warer eine Zeit lang bewusstlos und bekam dann einegrosse Beule in der linken Ohrgegend.
Januar 1877.