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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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Band Vil-

li. Abschnitt: Analyse der Symptome.

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vorgeschrittenen Genesungsperiode, vier Wochen nachdemer, vom Typhus geheilt, aus der Lazare thbehandlungentlassen war, erkrankte G. (XXXI) an Cerebrospinal-meningitis. Dieser Patient wurde gesund.

LV. Carl Ernst H., Kanonier der 5. Batterie der Artilleriedes XII. (Kgl. Sachs.) Armeekorps, seit dem 17. Oktober 1870 re-vierkrank, geht dem Feldlazareth zu Souilly am 21. Oktober zu.

Unbesinnlichkeit und Apathie. Hohes Fieber, Katarrh iubeiden Lungen. Ileocoecalgurren. Koseola. Milz vergrössert.Schwindelgefühl, aber kein Kopfschmerz.

28. Oktober: Starke Schwerhörigkeit. Tremor derZunge beim Vorstrecken. Katarrhus pulmonum diffusus. Pulsklein und etwas beschleunigt. Patient liegt meist auf der Seite,zittert an allen Gliedern.

1. November: Anhaltende aktive Seitenlage mit angezogenenUnterextremitäten. Tremor artuum. Fortdauerndes Stöhnen.Der Katarrh in den Lungen sehr verbreitet, rechts Hypostase.Zunehmende Schwäche. Bedeutende Schwerhörigkeit. EitrigerAusfluss aus dem linken Ohre.

5. November: Ersichtliche Besserung. Alle Erscheinungenhaben nachgelassen. Die Otorrhöe hat sich fast ganz verloren,doch hat die Schwerhörigkeit eher zu- als abgenommen.

10. November: Zunehmende Besserung. Der Kopf soll ganzfrei sein, die Schwerhörigkeit hat nicht abgenommen.

Das Fieber nahm folgenden Verlauf (siehe Zeichnung 30)(Therap.: Kälte in verschiedener Form).

15. November: Schwerhörigkeit. Patient hat sonst keineKlagen. Aus dem rechten Ohr geringer Eiterfluss. Auffallendist, dass der Kranke sehr wählerisch in seinem Essen ist; mancheSpeisen verschlingt er gierig, manche verschmäht er ganz.Appetit übrigens ziemlich gut. Stuhlgang regelmässig.

Oktober.

18.November: Seit gestern Abend grosse Unruhe. StarkesGliederzittern. Der Kranke liegt wieder mit angezogenen Beinenin aktiver Seitenlage, zieht sich die Decke über den Kopf undwimmert. Schwerhörigkeit sehr bedeutend. Puls klein undbeschleunigt. Respiration 25, oberflächlich. Bronchitis stärker.Milzgegend und Unterleib auf Druck leicht schmerzhaft. Ver-stopfung.

20. November: Das Wimmern hat noch zugenommen undist nur durch öfteres lautes Schelten und Schreien unter-brochen.

24. November: Dieselbe Unruhe. Patient behauptet, esgehe ihm schlecht, bestimmte schmerzhafte Stellen giebt er nichtan. Schwerhörigkeit sehr hochgradig. Beiderseits Hypostase.Leichte Obstipation besteht fort. Etwas Meteorismus. Respira-tion beschleunigt. Puls klein und frequent.

20. November: In der Nacht grosse Unruhe. Patientschrie mitunter fürchterlich, sonst wimmerte er fort-während. Am Morgen wird der Kranke ruhiger. Dann trittTrachealrasseln und um Mittag Exitus lethalis ein.

Sektion: Bronchitis diffusa. Oedema pulmonum. Milz nuretwas vergrössert. Im Endtheil des Ileum, besonders dicht überder Klappe, mehrere den Peyer'schen Haufen entsprechende,bis auf die Serosa gehende Geschwüre mit unterminirten Rän-dern , höher hinauf Narben von Typhusgeschwüren. ZwischenPia und Arachnoidea des Gehirns starkes sulziges Exsudat,welches theilweise fast rein eitriger Natur ist, besonders an derBasis und neben dem Sulcus longitudinalis. In beiden Seiten-ventrikeln ziemlich viel rein seröse Flüssigkeit. Gehirnsubstanzetwas blutarm. Beide Paukenhöhlen mit gelbem, dickem Eiterausgefüllt, doch eine Durchbruchsstelle nach dem Schädelinnernnirgends aufzufinden.

Nove m b e r.

22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26.

H.A. M.A.M.A.M.A.M.A. M.A.M.A.M.A. M.A.M.A. M.A.M.A. M.A.M.A.M.A.M.A.M.A.M.A. M.A.M.A.M.A.M.A.M.A.M.A.M.A.M.A.M.A. M.A.M.A.M.A. M.A. M.A.M.A. M.A.M.A.M.A.

42.0

Zeichnung 30.

LVI. Carl Z., Trainsoldat des BrandenburgischenTrain-Bataillons No. 3, bekam als Typhusrekonvaleszentheftigen Kopfschmerz, Diarrhöen, Schwerhörigkeit,Fieber.

18. Oktober 1870: Milz geschwollen; Ileocoecalgurren;

Aimtäts-Bericht Sbsi die Deutschen Heere 1870/71. VII. Bd.

Somnolenz. Klagen über unaufhörliche bedeutende Schmerz-haftigkeit des Schädels. Hohe Temperatur, daher Bad von 15° G

19. Oktober: Delirien. Kopfschmerzen sehr stark. Roseola-exanthem. Durchfall. Nackenstarre.

21. Oktober : Koma. Meteorismus permagnus. Blasegefüllt.

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