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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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krampffreien Minuten athmete Patient aber regelmässig, !oberflächlich und häufig in kostalem Typus. Anfänglichkonnten circa 35, in den drei letzten Krankheitstagendurchschnittlich 45 und kurz vor dem Tode gegen 60Athemzüge gezählt werden.

Ebenso sparsame klinische Aufzeichnungen enthaltendie Feldzugsberichte über Menge und Beschaffenheitdes Harns. Nicht ganz selten war zeitweiliges Unver-mögen, den Urin willkürlich zu entleeren, vorhanden.Man machte diese Harnretention theils von der mangel-haften Aktion der Bauchpresse, theils von einem Krampfdes Schliessmuskels abhängig. Einmal trat Zucker undeinmal Eiweiss in bedeutender Quantität im Urin auf. DieStickstoffausscheidung ist, so weit bekannt, nirgends be-stimmt worden.

Als eine regelmässige Erscheinung konnte eineschwer zu beseitigende Trägheit der Stuhlentleerungselbst bei chronischem Verlaufe des Tetanus angeführtwerden. Ausnahmen von dieser Regel machten sich zu-weilen beim internen Gebrauch grosser Chloraldosen geltend,und selbstverständlich in den mit Dysenterie komplizirtenTetanusfallen.

Ganz verschieden war im Beginne des Starrkrampfsund während seines Ablaufs das Wundverhalten. An-scheinend gut eiternde Wunden mit frischem Aussehengingen während der Tetanusdauer einer völligen Heilungentgegen, andere Wunden verschlechterten sich, sondertenübelriechenden Eiter ab, wurden trocken, bekamen einfilziges Aeussere, zeigten keine Tendenz zur Heilung undboten manchmal das charakteristische Bild der Hospital-gangrän. Man gewinnt bei Durchsicht der Berichte denEindruck, als ob etwa zwei Drittheile der mit Tetanuskomplizirten Wunden makroskopische Veränderungen inmalam partem nicht erkennen Hessen.

Prognostisch bewährte der Wundtetanus im Feld-zuge 1870/71 aufs Neue seinen hergebrachten üblen Puf.Von 326 Erkrankten genasen 31, mithin betrugdie Mortalität etwa 90.5 f. 1 )

Die Amerikaner verloren im Sezessions-Kriege von363 Tetanischen 33t!, sie hatten 27 Heilungen. Mortalitäts-prozentsatz circa 92 ¡¡.

Demme zählte im Üesterreichisch-SardofranzösischenKriege unter86Tetanusfallen80Todesfälle; Mortalität = 93$.Larrey erwähnt aus dem Aegyptischen Feldzuge42 Fälle mit 7 Heilungen. Mortalität = 83$.

Mac Grigor berichtet, dass er in dem Englisch-Spanischen Kriege unter einigen Hundert Erkrankungennur wenige Beispiele von Genesung gesehen habe.

Die Friedensstatistiken können zu einem Vergleichnicht herangezogen werden, hauptsächlich aus dem früherangegebenen Grunde, gemäss dessen sie aus den zerstreutenPublikationen, welche sich bekanntlich der Hauptsache

nach auf die günstigen Fälle erstrecken, zusammengestelisind. Nicht unwahrscheinlich ist es aber, dass die Kriegeberichte im Allgemeinen eine höhere Todtenziffer aufweisetwerden, weil die Therapie der Kriegsmedizin mit ungünsti-geren Faktoren zu rechnen hat. Sicher sind jedoch ditTabellen von Friedrich und Curling, welche unta252 Fällen 124 und unter 128 Kranken 58, also nahe diHälfte Genesungen anführen, für ein definitives Urtheilüber das Mortalitätsverhältniss des Tetanus auch im Fiden ohne Werth.

Das alte chirurgische Gesetz,je später der WimStarrkrampf ausbricht, desto milder verläuft erbewahrheitete sich auch im Deutsch-Französischen KriegBei 28 geheilten Fällen liess sich der Anfangstag deErkrankung genauer feststellen. Er fiel auf:

die ersten 3 Tage nach der Verwundung 2 mal

den 5. Tag

10.

11.

12.14.17.20.22.24.26. ,.

über 4 Wochen

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Vergl. S. 123 dieses Bandes.

Gewiss ein eklatanter Belag für das aufgestellte pregnostische Gesetz!

Ebenso anerkannt wie das erste ist für die Prognosf

des Wundstarrkrampfs ein zweites, schon von Hippokrate:

freilich in etwas krasser Form, ausgesprochenes Geseß

Wer mit Tetanus den 4. Tag überlebt, komm

durch." (Rose.) Traf auch dies für den Tetanus im

zuge zu? Es gelang, den Todestag für 183 Fälle zu ermitteli

Derselbe folgte dem Ausbruch der Krankheit

an demselben Tage

am 1. Tage

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