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V. Kapitel: Wundstarrkrampf.
Band VC
R. P. T.
42°
60 160 41°
50 140 40°
40 120 39°
30 100 38°
2 Vs
28 /s
29/,
30;
M
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'9 "79 "79 "79 /10 710 710
M. Ab. M. Ab. M. Ab. M. Ab. M. Ab. M. Ab. M. Ab.
42,6
/ 1 /2 Srundep N,
Zeichnung 2.
-------------- Temperatur.
........... Fula.
• — • — • — • Respiration.
Dem Ernst-August-Hospital zu Hannover ging am
XL1II. 31. Januar 1871 der Füsilier Erdmann Dülz,Ostpreussischen Füsilier-Regiments No. 33, zu mit einer vom19. Januar herrührenden Kugelwunde. Das Gesohoss war amrechten Knie eingedrungen und lag 1 Va Zoll von der Eingangs-öffnung entfernt in den Weichtheilen. Knie beweglich.
3. Februar 1871: Patient klagt, dass er das Knie nichtbeugen kann.
4. Februar: Klonische Reflexkrämpfe am verwundetenSchenkel bei jeder Berührung.
Abends Trismus.
Während der nun folgenden 7 Tage betrug die Puls-frequenz stets mehr als 100 Schläge, in den drei letzten Tagenmehr als 120 Schläge in der Minute.
Der Kranke gebrauchte Chloralhydrat, Chloroforminha-lationen und subkutane Morphiuminjektionen à 0.02—O.os G.dreimal im Tage.
Ungeachtet dessen starb er am 14. Februar 1871.
Sektion: Neuritis disseminata nerv, ischiad. dext.
Die Temperatur war in den ersten 7 Tagen des Tetanusdauernd erhöht, betrug aber nie mehr als 38.4° C.
In den letzten 3 Tagen schwankte sie um 39.0° C., fielkurz vor dem Tode auf 38.o° C, stieg im Momente des Todesauf 39.3° C., maass 15 Minuten nach dem Tode 41.9° C.und eine Stunde später 41.5° C.
Der Beobachter dieses Falles meint, dass die un-bedeutende Wärmesteigerung während des Lebens dadurchzu erklären sei, dass nur wenige Muskeln vom Tetanus er-griffen waren.
Im vorletzten Falle war die tonische Muskelstarreeine allgemeine über den Rumpf und die Kaumuskeln ver-breitete, und es sprächen beide Fälle für die Theorie desTetanusfiebers als Folge der Muskelarbeit.
Während des Lebens wurde als die höchste WarmSteigerung 41.4° C. nachgewiesen bei
XLIV. Eduard Kunz, Jäger der 4. Kompagnie 2. Sachssehen Jäger-Bataillons No. 13, verwundet am 12. Dezember 181bei Brie s. M.
Schussfraktur des linken Unterschenkels.
Vom 2.bis 6. Dezember 1870 im 4.FeldlazarethXII. Arn»korps zu Pomponne. Am 9. Dezember 1870 Ankunft im Resentlazareth Kirchheim.
13. Dezember: Schlingbeschwerden, der Mund kann bl1" weit geöffnet werden.
14. Dezember: Schlingbeschwerden verschlimmert, dieZalreihen können bloss noch 3'" von einander entfernt werden. 1Kopf ist steif zurückgebogen. Starke Hauttranspiration. P. 11Morphiuminjektionen, \ 2 stündlich O.oi—0.03. Cognac. T. 41tBis 12 Uhr Nachts 3 Morphiuminjektionen von 16 ,17 Gran.Mund kann 1" weit geöffnet werden; Bewegungen weniger kramp!haft gehemmt, richtet sich selbst auf, streckt die Zunge weit«T.39.0 0 . 12 3 /4 Uhr etwas Suppe genossen,Schlaf, starker SchweiiP. 118. — Während des Schlafes ungleiche, tiefe, zeitwenaussetzende Respirationen. Dazwischen Krampfanfälle mit rüilwärts gebogenem Kopfe, einwärts gedrehten Armen und HändelErstickungsanfälle. Blasenkrampf. Erhält '/a stündlich ' 2 GlKirschengeist.
15. Dezember: Noch starke Schlingbeschwerden; Gefühl viZusammenschnüren des Halses und Spannung im Nacken; wsichtszüge starr, Kopf nach hinten gebogen, Muskeln sehrspannt; Bauch bretthart.
16. bis 18. Dezember andauernd hohes Fieber; haut.!Krampfanfälle mit längeren Intermissionen.
18. Dezember: Um 5 Uhr, während eines Anfalles, erfolgtder Tod.