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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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v. Volkmann'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.

BandHI. Allgen.

Blatt XLV.

Absplittemng vom Condylus externus fernoris."

(Siehe Tafel 25, Fig. d.)

Blatt XLVI.

Schuss in den Tibiakopf mit steckengebliebener Kugel."

(Siehe Tafel 26, Fig. a.)

Präparat 38.Lochschuss (Röhrenschuss) durch das Caput tibiae. Kugelzwischen Tibia und Fibula liegend. Nicht aus dem Deutsch-Französischen, sondern aus den Freiheitskriegen."Rechtes Kniegelenk mit einem grossen Theil der Ober-und Unterschenkelknochen, der Kniescheibe und dem (ver-trockneten) Bandapparat. Im Kopf des Schienbeins, dicht unterdem Ansätze des Kniescheibenbandes befindet sich die Eingangs-öffhung, sie ist fast kreisrund, l'/a cm im Durchmesser, wie mitdem Locheisen ausgeschlagen. Der Schusskanal geht nach hintenund aussen und ist ganz glatt und regelmässig. Die Kugel istgegen die innere Seite des Köpfchens des Wadenbeins an-geschlagen, welches oberflächlich zerstört ist; am Präparat ist

uren (

die wenig verunstaltete Rundkugel an der VorderseitWadenbeins befestigt. Spalten u. s. w. lassen sich nicht 'weisen. Der ganze Knorpel des Kniegelenks ist zerstört

Präparat 39.Schussfraktur des oberen Endes der Tibia. FissiGelenkfläehe."

Oberes Ende des linken Unterschenkels. Der Schusshgeht in transversaler Richtung durch den Kopf des Schient)etwa 272 cm unterhalb der Gelenkfläche. Der ganze KotfdSchienbeins ist durch mehrere breitklaffende Sprünge diesauch in den Schaft fortsetzen, zersplittert und auseinand.gesprengt, ebenso der Kopf des Wadenbeins. Die Gelenk!ist theilweise vom Knorpel entblösst.

Der grosse Unterschied zwischen No. 38 und 391höchst auffallend und vielleicht bedingt eineetheils (ydie geringe Verunstaltung des älteren Geschosses bei N«Janderenteils durch die vermuthlich sehr viel erheblich»des Geschosses bei No. 39, welches aus dem DenktFranzösischen Kriege stammt.

VIII. Unterschenkel.

Präparat 40.Lochschuss des Caput tibiae und Zertrümmerung derDiaphyse unter dem Lochschuss."Abgebildet auf

Blatt XLVII.Lochschuss der Tibia mit Fraktur."(Siehe Tafel 86, Fig. b.)Der Lochschuss durchsetzt das Schienbein in transversalerRichtung 4V2 cm unterhalb der Gelenkfläche. Die Abbildungstellt das Präparat im Zusammenhange dar, während dasKnochenpräparat wahrscheinlich in Folge der durch die Mace-ration bewirkten Auflösung des geringen Kallus aus demoberen und unteren Bruchende und 7 grösseren und kleinerenlosen Splittern besteht, welche sämmtlich die Zeichen ober-flächlicher oder gänzlicher Nekrose und wenig Kallusbildungzeigen. Die Gelenkfläche ist ganz unversehrt.

Präparat 41.Lochschuss am oberen Ende der Tibia",Linkes Schienbein ohne Trennung des Zusammenhanges,

die Kugel hat 6 cm unterhalb der Gelenkfläche das Schidicht neben der inneren Kante durchsetzt, so dass die mmKante auf eine Strecke von 7 cm nach oben und unten von (Durchbohrungsstelle in Gestalt dreier etwa lern breiter Splittabgesprengt ist. Eine Spalte geht an der Innenfläche desbeins 5 cm weit nach unten, zwei nach oben gehende Spiltibleiben noch 4 cm von der vollkommen unverletzten Gelenkfljentfernt. Ganz minimale Kallusbildung.

Präparat 42.

Konsolidirte Fraktur der Tibia mit Sequestern",

Schaft eines Schienbeins, in dessen Mitte etwa ein nnwlicher, vermuthlich von der Kugel herrührender Defekt, nilhier die ehemalige Bruchstelle; der Bruch ist durch I

eines etwa 15 cm langen seitlichen Splitters, der ebensoweit nulloben wie nach unten von der Einschlagstelle reicht, fest verkeil;!jedoch ist sowohl dieser Splitter wie auch die Umgebung lalDefektes theilweise abgestorben. Zwei unregelmässige zackigt Iabgestorbene Splitter liegen bei. Die Kallusentwickeluns ist|massig, der lange Splitter etwas seitlich verlagert.

IX. Verschiedenes.

Blatt XLVIII.

Zerschmetterung des Fussgelenks. Resektion. Sehr

günstige Heilung."Abgesägter Talus."

(Siehe Tafel 26, Fig. c und d.)

Blatt XLIX.

Multiple ganz oberflächliche Nekrosen an dem einen

Bruchende des Femur."

(Siehe Tafel 27, Fig. a.)

Blatt LZeichnung 1 und 2.Partielle Splitternekrose von der medullären Fläche ge-sehen, in der Demarkation begriffen, Innere Lagen der

Kortikalis nekrotisch, äussere erhalten und mit Osteophvtei

(Kallus) bedeckt."

(Siehe Tafel 27, Fig. b und c.)

Zeichnung 3.

Partielle Splitternekrose vor der Ausstossung (von 4»

kortikalen Fläche gesehen)."

(Siehe Tafel 27, Fig. d.)

Vergl. vorstehend Seite 359 unter Blatt XXIV.

Zeichnung 4.Partielle Splitternekrose nach der Ausstossung (von tekortikalen Fläche gesehen)."(Siehe Tafel 27, Fig. e.)

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