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v. Volkmann'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.
Band III.
Au gem. Tbi
VII. Untere Epiphyse des Oberschenkelknochens, Kniegelenk und obere
Epiphyse des Schienbeins.
Die Verletzungen der unteren Epiphyse sind immermit Betheiligung des Kniegelenks einhergegangen.
Von besonderem Interesse sind 3 Fälle von Ver-letzungen der Gelenkknorren und mittelbarem Bruch desSchaftes, welche bei den Verletzungen der oberen Epiphysein den Knochenpräparaten No. 19 und 20, Tafel 7, Gegen-stücke finden. Eine Durchbohrung des Kniegelenks mitverhältnissmässig geringfügigen Knochenverletzungen stelltBlatt XLV dar.
Blatt XXXIX.
„Schussfraktur des Femur, sehr ungewöhnliche Dislokation
(Schuss von hinten her). Perforation der Kniekapsel
durch das obere Fragment. Vereiterung des Knies. Tod."
(Siehe Tafel 22.)
Präparat 31.
„Schuss gegen den Condylus externus femoris mit Fraktur
über der Durchschlagstelle der Kugel. (Wie wenn Jemand
sich sehr heftig gegen das Knie stösst und in Folge dessen
die Oberschenkel-Diaphyse bricht.)"
Das Knochenpräparat ist abgebildet auf
Blatt XL
Zeichnung 1.
„Schuss gegen den Condylus, einfache Fraktur über dem
Gelenk. Genau wie bei Zeichnung 3."
(Siehe Tafel 23, Fig. a.)
Dem Knochenpräparat nach will es scheinen, als ob dergetroffene Knorren der innere des rechten Oberschenkelssei, wonach sich die Angaben entsprechend ändern würden.')
Auf dem Knochen steht von R. v. Volkmann's Handder Name des Verwundeten (K. H.) geschrieben. Danachgehört hierzu
Krankengeschichte 8. K. H., vom Anhaltischen Infanterie-Regiment No. 93, verwundet am 30. August 1870 bei Beaumont:Unvollständiger Schussbruch des linken Oberschenkels, mittleresDrittel, durch Wundstarrkrampf vollständig geworden. Tod am5. September 1870 in Mouzon (1. Woche, 6. Tag). Schuss ziemlichgerade von vorn nach hinten in der Mitte des Oberschenkelseingedrungen, ohne Ausgangsöffnung, Verletzung des Knochenssicher, da Finger deutlich einen Splitter fühlt; aber wiederholteUntersuchungen schliessen mit ebensolcher Sicherheit einen voll-ständigen Bruch aus: keine Verschiebung, keine Verkürzung. Am3. September Anzeichen von Kieferklemme, am 4. zunehmend,Herausnahme der ganz platt geschlagenen Kugel vom Ober-schenkel. Am 5. September sehr heftige, allgemeine Krämpfe,unter denen bei zufälliger Anwesenheit des behandelnden Arztes
x ) Es gewinnt den Anschein, als ob die Krankengeschichte 8zu Blatt XL, Zeichnung 3, die Krankengeschichte 9 zu Präparat 31bezw. Blatt XL, Zeichnung 1 gehöre. Bevor jedoch dieser wie auchmancher andere zweifelhafte Punkt aufgeklärt werden konnte, schiedR. v. Volkmann aus dem Leben.
und unter starkem Krachen und sofortig eintretender VSchiebung der Oberschenkel an der verletzten Stelle yöllisbricht. Gegen Abend desselben Tages Tod. (R. v. Volkma.
Zeichnung 2.„Schuss gegen den Condylus internus. Zertrüui meni!1des Knochens oberhalb der Epiphyse."(Siehe Tafel 23, Fig. b.)
Zeichnung 3.„Schuss durch die Epiphyse. Einfacher Brucli über MGelenk. Genau wie bei Zeichnung 1."(Siehe Tafel 23, Fig. c.)
Auf letztere Abbildung bezieht sich vermuthlich frKrankengeschichte 9. A. M., vom 2. MagdeWi 8C mInfanterie-Regiment No. 27, verwundet am 30. August 11bei Beaumont: Streifschuss am Knie, darüber Bruch desschenkeis durch indirekte Gewalt. Innerer Knorren des redOberschenkels getroffen. Wegen Knievereiterung und gltizeitigem Bruch darüber am 11. September 1870durch Dr. Bertog in der Mitte durch doppelten ZirkelschiOperirt bei harter diphtherischer Zellgewebsentzündun»,schwappend voll. Gestorben 6 bis 8 Tage darauf; als yei
geführt.
(R. v. Volkrüain.]]
Präparat 32.gegen den Condylus. ImpressionResektion. Auf der Sägefläche realOstitis. Sehr selten."
„Matte KugelGelenkfläche.
Hierzu
Blatt XLI.
„Contusio condyli femoris durch Gewehrscliuss. RealstQuerschnitt."(Siehe Tafel 24, Fig. a und b.)
Präparat 33.„Schuss in den Condylus externus femoris mit steckegebliebenem Projektil." (Es scheint, als ob der imKnorren des linken Oberschenkels getroffen sei.iDas Präparat besteht aus dem unteren Ende- des Ö'mschenkeis. Im Knorren steckt von vorn her eingedrungender Grenze der Knorpelfläche eine etwas seitlich abgeplatChassepotkugel, welche einen dünnen Theil der WandKnorrens abgesprengt hat. Von diesem Defekt aus geletwas klaffende Spalte in die Knorpelfläche über, nachoben umbiegend, so dass die Kugel den unteren TheilKnorrens abzusprengen versucht, aber hierzu nicht mehrnöthige Kraft besessen zu haben scheint.
Präparat 34.„Glatte Absprengung des Condylus internus feiineine sehr „matte" Kugel."Das Präparat besteht aus dem unteren Ende des red«Oberschenkels, dessen innerer Knorren ganz glatt, fastmeidemMeissel abgeschlagen ist; die beiden Trennungsfli ; '