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v. Volkmann'sclie Sammlung kriegschirurgisclier Präparate u. s. w.
Band III.
Geringere Splitterung.
Präparat 23.
„Sckussfraktur des Femur mit zwei enormen Splittern undeinigen steckengebliebenen Kugelfragmenten."
Linker Oberschenkel in vier Stücke zerbrochen; vorhandensind das obere und untere Bruchende und zwei, 17 und 14 cmlange Splitter. Wenn die Stücke, an denen keine Spur Kallusoder entzündlicher Veränderungen sichtbar ist, zusammengepasstwerden, so bleibt nur ein 1 cm breiter, 10 cm langer Defekt derinneren Wand des Schaftes. Hier scheint die Kugel, ent-sprechend der Grenze zwischen mittlerem und unterem Drittel,eingedrungen zu sein und hat den Oberschenkel in das obereund untere Bruchende, sowie einen vorderen und hinterenSplitter zersprengt. Beim Zusammenpassen der Splitter bleibtan der Aussenseite in der Höhe der Grenze zwischen mittleremund unterem Drittel ein kleines dreieckiges Loch übrig, wenigeMillimeter im Durchmesser. Dem Präparat liegen 4 dünnepfiaumenkerngrosse Bleiplättchen bei.
Abgebildet auf
Blatt XXV.
„Femur-Lochschuss mit Längsfrakturen."i Siehe Tafel 15, Fig. a.)
Blatt XXVI.
„Lochschuss des Femur mit Frakturen und Nekrosen der
Bruchränder."
(Siehe Tafel 15, Fig. b.)
Blatt XXVII.
„Lochschuss des Femur mit Fraktur."(Siehe Tafel 15, Fig. c.)
Die Umgebung des eirunden Kugelloches zeigt innen undaussen einen Rand, von dem es zweifelhaft sein kann, ob ereinen Bleiraud oder Nekrosen darstellen soll. Für die Deutungist vielleicht von Wichtigkeit, dass durch diesen Rand die ei-runde Oeffnung nahezu in eine kreisförmige vervollständigtwird, und die Annahme eines Bleisaumes an Wahrscheinlichkeitgewinnt.
Oberschenkelbruches darstellt von nahezu derselben Be-schaffenheit, wie dasjenige des vorhergehenden Präparates.Man könnte versucht sein, die Krankengeschichte auf diesesPräparat zu beziehen, wenn nicht einige wesentliche Ab-weichungen — namentlich in Betreff des Ausganges undder Körperseite — vorhanden wären. In Betreff desSektionsbefundes bemerkt R. v. Volkmann: „Ein kolossalerSplitter, bis 3 Finger über das Knie herabreichend, fastohne Dislokation und ohne jede Nekrose angeheilt (hintereWand des Femur), ein kleinerer, etwas dislozirt, ebenfallsohne Nekrose. An der Frakturspalte theils in der Um-gebung des Kugelloches, theils an der höheren Bruchspaltekleine Nekrose." Im Uebrigen vermerkt die Kranken-geschichte nur die in diesem Bericht a. a. 0. bereits auf-geführten Beobachtungen.
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Einfache Schief- oder (liierbriiehe.
Blatt XXVIII.
„Einfacher Schiefbruch des Femur durch eine matteKu»i(Siehe Tafel 16, Fig. a.)
Blatt XXIX.
„Einfache Schussfraktur des Femur. Nekrose der Bnw
ränder."(Siehe Tafel 16, Fig. b.)
Blatt XXX. Ohne Bezeichnung.(Siehe Tafel 16, Fig. c.)
Bezieht sich wahrscheinlich auf nachstehende
Krankengeschichte 6. Tr. Seh. vom 2.SäcbsischeaLvfanterie-Regiment, verwundet 30. August 1870 bei BeanmottlSchussbruch des linken Oberschenkels, mittleres Drittel Udes oberen. Kolossale Jauchung, wiederholte Blutungeneinem angeschossenen Aste der tiefen Schenkelschlagader w,fache Einschnitte. Seitenlage. Oberes Bruchende fast horizomgestellt, drängt an der äusseren Seite des Oberschenkels»der Haut. Nach neuen Blutungen, 22. September 1870 Mlösung des Oberschenkels. Tod schon kurze Zeit nach inOperation an demselben Tage. Patient kam nicht vollstäaEaus der Chloroformbetäubung heraus. (R. v. Volkmann.
in
etwa
Präparat 24.
„Schussfraktur des Femur (zusammengeleimt).''Abgebildet auf
Blatt XXXI.
„Schiefbruch des Femur."
(Siehe Tafel 17, Fig. a.)
Am Knochenpräparat befindet sich ein der äusseren Vades unteren Bruchendes angehöriger 12 cm langer Splittergetrennt, aber durch Kallus vollkommen befestigt, an derbildung nur durch eine feine Spalte angedeutet, auch zeigthintere Wand des Knochens bis dicht an die Gelenlherab vielfach oberflächliche Verluste der Rindensubdurch zahlreiche Nekrosen, wie solche auf Tafel XLIXsind. Eine etwa 10 cm lange Spalte läuft an der inneren mJvorderen Seite des unteren Bruchendes herab. Am Kmbefindet sich von R. v. Volkmann's Hand der Name des'wundeten.
Hierzu gehört
Krankengeschichte 7. A. W. vom 4. Jägerverwundet am 30. August 1870 bei Beaumont: Scnnssbrarhrechten Oberschenkels im mittleren Drittel, einfache! vbrach. In den ersten 10 Tagen ausserordentlich »er«Eiterung, dann starke Eiterung aus der Ausgangsöffnung, BSenkungen nach der Kniekehle hinab, hohes Fieberder 4. Woche osteomyelitische Erscheinungen, KnieeiterAm 27. September bei zunehmendem, hohem Fieberim oberen Drittel mit vorderem Lappen. Anfangs sehrVerlauf, aber später Ruhr und Tod. Gestorben 22. Oktober K53. Tag, 8. Woche.
Die Spitze des oberen Bruchendes lag in der Knie»Am 27. Dezember (soll wohl heissen: September), 28.Konsolidation mit starker A T erkürzung. (R. v. Volkniai)-
(Vergl. V. Band dieses Berichtes S. 252 No. 695.)
Die Aufschlagstelle der Kugel ist nicht nachzuweisen.»«sonst giebt das Präparat über die Art und Weise, wi(letzung zu Stande gekommen, keinen Aufschluss.
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