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II. Beschreibung der Präparate u. s. w.
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r an d 5 cm
unter den kleinen Rollhügel herab. Die Splitter
it, doch fehlt ein grosser Theil der vorderen Wand111 H Ises und Kollhügels. Die Abbildung bezw. das Knochen-iparat bezieht sich auf die
Krankengeschichte 2. A. F. vom Infanterie-Regiment
m verwundet am 30. August 1870 bei Beaumont. Schussbruch
rnken Hüftgelenks. Schuss 2 Querfinger nach aussen vom''siein in die linke Hinterbacke hinein und etwas nach ein-Lb vuni Rollhügel vorn heraus, 1 Zoll unter dem Poupart-•hen Bande. Verletzung nicht diagnostizirt. Geringe Er-, ■ D „ en V on Schenkelhalsbruch. Als ich am 17. September
j sehr starker Jauchung untersuchte, kommt Finger sofortf zertrümmerten Schenkelhals und findet Hüftgelenk weit ge-het Trotzdem bis wenige Tage vor dem 17. September sehrUmirangen. Resektion 17. September. Wegnahme des grossen
hüffels und einzelner Bruchstücke. Kopf völlig gelöst, hängt,ch un runden Bande. Langenbeck's Methode. Patientini» angegriffen. Wunde jaucht stark. In der Nacht vom
zum 22. leichte Blutung und plötzlicher Tod. (R. v. Yolk-
II.)
Ueber eine weitere Hüftgelenks-Resektion, welche imBande dieses Berichtes, S. 514, No. 18 angeführt ist,[richtet nachstehende
Krankengeschichte 3. J. P., verwundet am 21. JanuarAufnahme ins Lazareth zu Dijon den 31. Januar 1871.Int wurde von mir in Behandlung genommen, nachdem be-| mehrfache Schüttelfröste stattgefunden hatten. 20. Februar:ient ist sehr herabgekommen. Fiebertemperatur 39 bis 40°;:hts Schweiss. Die Wunde befindet sich an der linken Hüfte,hung an der vorderen Seite des Oberschenkels, un-Zoll unterhalb des Poupart'schen Bandes, 1 Zoll nach
en von der Scheukelschlagader. Ausgangsöffnung an derteren Seite des Oberschenkels, ungefähr in derselben Höhe
dir vordere Wunde. Eiter dünn, übelriechend. Aktive
egungen des Beines unmöglich, passive sehr schmerzhaft.ient liegt mit etwas gebeugtem Knie und nach innen ge-ltem Bein. Die nähere Untersuchung ergiebt einen Bruch
Schenkelkopfes und -Halses. Am Kreuzbein bereits eineutender Druckbrand. Nachmittags wurde die Resektion
Hüftgelenks vorgenommen. Durch einen Längsschnitt über
Rollhügel wurde das Gelenk blossgelegt und zeigte sich
Gelenkkopf vollständig gelöst. Unter einigen Schwierig-en gelang es, denselben mit einer starken Hakenzange stück-ise herauszuziehen. Die am Überschenkel hervorragendenlochenspitzen wurden durch eine schneidende Knocbenzangetont. Bei nochmaliger Untersuchung stellte sich heraus,
auch der untere Rand der Gelenkpfanne durch die Kugel,nn auch nur unbedeutend, verletzt war. Anfang und Ende
Operationswunde wurden durch einige umschlungene Nähte■einigt, durch den offenen Theil der Operationswunde und
vordere Schusswunde eine Drainageröhre geführt.
21. Februar: Starkes Fieber, Nachmittags Schüttelfröste,Ms Schweiss. Wunde missfarbig, Eiter dünn, übelriechend.
22. Februar: Stat. idem.
23. Februar: Morgens erfolgte der Tod des Patienten.
gez. Dr. Brasch. (?)
Hieran reiht sich nachstehende
Krankengeschichte 4. P. L., verwundet am 30. August,-von Beaumont nach Mouzon übergeführt mit der DiagnoseSchenkelbruch. Fester Verband war nicht angelegt. Die
elatv
Eingangsöffnung befand sich etwa l 1 /-' Zoll unterhalb desPoupart'schen Bandes und ebenso weit nach innen von derSchenkelschlagader. Die Austrittsöffnung war fast unmittelbarhinter dem grossen Rollhügel. Das Allgemeinbefinden desPatienten war fortwährend ein verhältnissmässig gutes, dieEiterung nicht übermässig stark. Bei der am 5. Oktober vor-genommenen genaueren Untersuchung des Patienten zeigte sicheine Verkürzung des Beines von 2 1 /t bis 3 Zoll, und war das-selbe dabei nach innen gedreht. Die Schwellung in der Hüft-gelenkgegend nicht sehr bedeutend. Dabei fühlte man vonaussen deutlich den Schenkelkopf auf dem eirunden Locheliegen. Beim Eindringen in die Eingangsöffnung der Wundetraf man auf den gespaltenen aber noch zusammenhängendenSchenkelkopf, der mit seinem Halse vom Oberschenkel getrenntwar, während letzterer auf das Darmbein verrenkt war. Eswurde die Eingangsöffnung etwas erweitert und der Kopf, dernoch am runden Bande fest sass, in drei grösseren Stückenherausgeholt. Patient befand sich den Tag über leidlich wohl,starb aber plötzlich w T ährend der Nacht.
Von R. v. Volk mann's Hand steht unter der Kranken-geschichte „Extraktion des Gelenkkopfes statt Resektion".Die vorstehend erwähnte Verrenkung des unteren Bruch-endes lässt daran denken, die Krankengeschichte auf die Ab-bildung auf Blatt VI (siehe Tafel 5, Fig. a) zu beziehen,welche keine Bezeichnung trägt.
Aehnliche Verhältnisse sind dargestellt auf
Blatt VII.„Dislokation des unteren Fragments. Einschlagstelle derKugel sehr deutlich. Südarmee. (Präparat von Dr. Fritsch
erhalten.)"(Siehe Tafel 5, Fig. b.)
Bei den nachfolgenden Verletzungen kann mit einigerWahrscheinlichkeit eine Betheiligung des Hüftgelenks aus-geschlossen werden.
Präparat 18.
„Absprengung des grossen Trochanter durch ein sehr mattes
Geschoss."
Abgebildet auf
Blatt VIII.
„Abreissung des grossen Trochanter."
(Siehe Tafel 6, Fig. a und b.)
Präparat 19.„Schuss von hinten her gegen den grossen Trochanter.Schiefbruch des Femur (zusammengeleimt)."Abgebildet auf
Blatt IX.
„Abreissung des grossen Trochanter, Schiefbruch darunter."
(Siehe Tafel 7, Fig. a.)
Die untere Spitze des oberen Bruchendes liegt an der Innen-seite des Schaftes, 6 cm unterhalb des kleinen Rollhügels, dieobere Spitze des unteren Bruchendes an der Aussenseite in derHöhe des kleinen Rollhügels. Von der Absprengungsfläche desgrossen Rollhügels erstreckt sich ein etwa 1 cm breiter Spalt