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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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v. Volkmami'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.

Band III.

Allgem.TiJ

Nach der Lage der Kugel zu urtheilen, hat dieselbeden Verwundeten von hinten her in liegender oder nachvorn geneigter Stellung getroffen.

Präparat 11.Schussverletzung des Hüftgelenks mit sogenannter Wande-rung der Pfanne, würde jetzt durch Resektion leicht zu

heilen sein."

Aus dem Feldzuge 1866. Linke Beckenhälfte mit Ober-schenkel. In der Darmbeinschaufel zwischen den beiden vorderenDarmbeinstacheln ein unregelmässig rundliches thalergrossesLoch, durch eine feine, der inneren Darmbeinwand angehörigeKnochenleiste in zwei Abtheilungen getrennt. Dieser Oeffnungliegt von aussen auf der theilweise zerstörte ausserordentlich rauheOberschenkelkopf, während der kleine Kollhügel innerhalb derPfanne steht. Der obere und hintere Rand der Pfanne fehlt,sie geht an dieser Stelle auf die hintere Wand des Darmbeinsüber. Der vom Kopf zurückgelegte Weg ist sehr deutlich durcheine entsprechend breite Zone rauhen Knochens mit starkenseitlichen Calluswucherungen bezeichnet und etwa 6 cm lang.Vielfache Zeichen lang andauernder Eiterung am Becken undOberschenkel sichtbar.

Präparat 12.

Zertrümmerung des Schenkelkopfes und der Pfanne.

Kugel noch in der Pfanne steckend."

a. Theil der linken Beckenhälfte; der äusseren Seite derPfanne liegt das etwas breit geschlagene Preussische Langbleiauf (angeleimt), b. Das obere Ende des Oberschenkels; dergrösste Theil des Kopfes fehlt, drei dem Präparat beiliegendeStücke des Kopfes machen nur etwa die Hälfte des Kopfesaus, in dem grösseren Stücke finden sich mehrere den Ansatz-punkt des lig. teres umkreisende Sprünge.

Blatt I.Zerschmetterte Hüftgelenkspfanne mit stecken gebliebener

Kugel."(Siehe Tafel 2, Fig. a u. b.)

Der dazu gehörige Oberschenkelkopf ist abgebildet aufBlatt ILZertrümmerung des caput femoris."

Der Verlauf der Kugel hat sich vermuthlich so gestaltet,dass dieselbe den in vornübergeneigter oder liegender StellungBefindlichen von hinten her traf, einwärts vom Sitzheinhöckereindrang und in etwas aufsteigender Richtung von hinten herdie Pfanne durchbohrte, den Oberschenkelkopf zertrümmerteund an der äusseren Seite der Pfanne liegen blieb. Zeichenlängerer Eiterung fehlen.

(Siehe Tafel 2, Fig. c.)

Präparat 13.Schussverletzung des caput femoris mit stecken gebliebenerKugel. Würde jetzt durch Resektion leicht zu heilen sein."

Am Präparat steht die Jahreszahl 1866. Linke Becken-hälfte nebst Oberschenkel. Pfanne von Knorpel entblösst undvon Knochenwucherungen umgeben. Der überknorpelte Theildes Kopfes fehlt, der Rest des Kopfes zeigt eine unregelmässigesehr rauhe Oberfläche; ihm lagert eine stark verunstaltete Kugel(Preussisches Laugblei?) auf.

Präparat 14.Leichte Schussrinne am caput femoris. VerjaadTod an akuter Septicämie."

Der obere Theil des rechten Oberschenkelknochen«der äusseren Fläche des Kopfes eine schräg von roben verlaufende 2 cm lange, 5 mm breite, 3mm tider Kopf von Knorpel entblösst.

Präparat 15.

Schuss in den Schenkelhals mit stecken gebliebener kmund Fissur des caput femoris."Die platt geschlagene Chassepotkugel steckt im Schenkhals an der äusseren Seite und hat noch den untersten!der Knorpelfläche getroffen. Die Spitze des grossen Etist abgesplittert. Von der Aufschlagstelle der Kugel:ein ziemlich breiter Spalt bis nahe zur Spitze des Gelenkt«An der Vorderseite des Halses findet sich eine bis aiflPSchenkelkopf und den grossen Rollhügel sich erstreckende!7 cm lange Spalte. Die Kugel scheint von hinten r,i,her mit einer langen Seite auf die Spitze des Rollhügel-1geschlagen zu sein oder sich hier erst überschlagen zu hiijund ist am Schenkelhals mit der Spitze nach untengekommen.

Abgebildet auf

Blatt III.,1m Kopf des Femur stecken gebliebenes Projektil'(Siehe Tafel 3, Fig. a.)

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Präparat 16.

Lochschuss durch caput und collum femoris. EiiBliÖffnung am Kopf. Sehr seltener Fall"Abgebildet auf

Blatt IV.Röhren- bezw. Lochschuss durch Schenkelkopf imTrochanter. 1. Von vorn und innen gesehen. Elaussen gesehen. Ganz ausserordentlich selten.*(Siehe Tafel 3, Fig. b und c.)

Die Kugel muss von vorn links her die WeichtheileJibohrend in das rechte Hüftgelenk eingedrungen und nactlund aussen verlaufend den Kopf, Hals und Rollhügel dumhaben.

Blatt V.

Ohne Bezeichnung. (Siehe Tafel 4, Fig. a und hl

Präparat 17.Schuss durch das obere Ende des Femur (zusam»geleimt)."

Das Knochenpräparat No. 17, aus drei StückeiOberschenkels bestehend, hat mit dem auf Blatt V abgeb*grosse Aehnlichkeit, namentlich in Bezug auf den/.Schenkelkopfes mit dem daran befindlichen Theil des Eilwelcher an der hinteren Fläche die Einschlagstelle derlfjerkennen lässt. Das Knochenpräparat, welches 10cm n*halb des kleinen Rollhügels abgesägt ist, zeigt gewaltige!'Störung der ganzen oberen Epiphyse. Ein grosser Splitt«dem kleinen Rollhügel reicht 3 cm, eine Spalte der vor«