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Theil.
III. Abschnitt: Unterbindungen grösserer Schlagadern.
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; Verwundeten, geheilt 2, gestorben 5; am 10. und 11. Tage
L i Verwundeten, geheilt 1, gestorben 6; am 12. und
1 ri Tage bei 7 Verwundeten, geheilt 3, gestorben 4;
14 und 15- Tage bei 9 Verwundeten, geheilt 2, ge-
.kpd 7: am 16- bis einschl. 20. Tage bei 11 Ver-
deten welche sämmtlich starben; am 21. bis einschl.
r 1>e hei 7 Verwundeten, welche gleichfalls sämmtlich
L , nacn Ablauf von 4 Wochen bei 6 Verwundeten,
gebeilt 2, gestorben 4.
\ui spätesten erfolgte' unter den Fällen der letztenhppe die Blutung bei einem am 14. August 1870 ver-ödeten Ostpreussischen Musketier, nämlich Ende derWoche (am 76. Tage nach der Verletzung). EineUang, welche sich bei einem am 6. August bei Wörtherkundeten Hessischen Soldaten erst am 94. Tage nach|er Verletzung einstellte, kann nicht zu den spontanenIpatblutungen gerechnet werden, da sie nach einem längeren'ransporte auftrat.
Das Erscheinen von Signalblutungen (Warnungs-■tarnrcn) ist in 14 Fällen berichtet. In einem derselben■de sofort unterbunden.
Operative Eingriffe führten 61 mal zu Unter-
jn(lun"en der Schenkelschlagader. 6 mal handelte es sich
ierbei um Einschnitte zur Eröffnung von Eiterherden,
chossentfernungen u. s. w., 2 mal um Aussägungen
Pobs- bezw. Kniegelenks), 1 mal um eine Auslösung
Unterschenkels, und in 52 Fällen waren Nachblutungen
Aniputationswunden die Ursache für die Unterbindung.
; diesen 52 Gliedabsetzungen betrafen 8 den Unter-
kukel (3 geheilt, 5 tödtlich), 44 den Oberschenkel
geheilt, 39 gestorben, 3 mit unbekanntem Ausgange).
Einmal endlich wurde bei einem hochgradig blutarmen
ttochen Soldaten zur Blutsparung bei einer beabsichtigten
«Kcbenkelamputation die Schenkelschlagader unterhalb
Poupart'schen Bandes unterbunden. Der Kranke ging
Pvämie (unabhängig von der Unterbindung) zu Grunde.
Bei 5 Verwundeten war Hospitalbrand die Ver-
las-ung zur Unterbindung. 4 mal befiel die Krankheit
Schusswunde, lmal nach Oberschenkelamputation den
opf. Von den erstgenannten genas 1, bei welchem die
atiiiwunde nicht brandig wurde.
Vor Unterbindung der Femoralis kam zur Stillungf Blutung mehrfach in Anwendung: Anlegung deriresse, Fingerdruck theils an der Stelle der Blutung,eil» entfernt von der Wunde, Tamponade mit und ohneMhlorid, Druckverband, Einwickelung des ganzen Beinesund ohne Druck, gewaltsame Beugung im Kniegelenk,Ablagerung des Beines, Kälte.
In anderen Fällen dagegen war vor Ausführung derVerbindung am Stamme vergeblich versucht worden, anl Stelle der Blutung zu unterbinden. Besonders lehrreichden Erfolg der Unterbindung am Ort der Wahl undOrte der Noth ist der folgende, bereits in der Ein-g zu diesem Abschnitt erwähnte, in welchem gleich-
.mlit über die Deutschen Heere 1870/71. III. Bd. AUgem. Theil.
kitmi:
falls nach vergeblichem Versuche der Unterbindung inder Wunde die Ligatur des Femoralisstammes ausgeführtwurde. Es trat von Neuem Blutung aus der Wunde auf.Der Verwundete, welcher in einem sehr dunklen Zimmerlag, wurde unter bessere Beleuchtung gebracht, und nun-mehr gelang es, die vordere Schienbeinschlagader an derStelle der Verletzung zu unterbinden. Danach trathier keine neue Blutung mehr auf, dagegen er-folgte 5 Tage später eine Blutung aus der Unter-bindungsstelle der Femoralis. Sie wurde gestillt durchKauterisation.
Blutung aus der Unterbindungsstelle der Fem.führte 5 mal zu erneuter Unterbindung dieses Gefässes aneiner höher gelegenen Stelle; 1 mal trat der Tod ein.
Bei einem Hessischen Soldaten mit Schussbruch desWadenbeins war 9 Tage vor Unterbindung der Femoralisdie Tibialis antica oberhalb der verletzten Stelle und beieinem zweiten Deutschen Verwundeten mit Zerschmetterungder ersten beiden Mittelfussknochen unmittelbar vor Unter-bindung der Femoralis die Tibialis postica gleichfalls amStamme wegen Hospitalbrandes unterbunden worden. Ineinem anderen Falle endlich, wo nach Schussbruch desrechten Oberschenkels sich dicht unter dem Poupart'schenBande ein falsches Aneurysma gebildet hatte, wurde zuerstan die Uiaca externa, 11 Tage später in der Wunde an dieFemoralis und die Profunda femoris, die Ligatur angelegt.
Ueber die Ausführung der Operation finden sichfolgende Angaben:
a) Die Femoralis wurde am Stamme doppelt unter-bunden und das Gefässstück zwischeii den beiden Ligaturendurchschnitten in 7 Fällen.
b) In der Wunde wurde die Femoris doppelt, oberhalbund unterhalb der verletzten Stelle gleichfalls 7 mal unter-bunden. In diese Gruppe gehört der bereits oben erwähnteFranzose, bei welchem zunächst an die Oberschenkel-pulsader oberhalb und unterhalb des Abganges der Pro-funda, später wegen neuer Blutung und nach vergeblichenVersuchen, die Profunda in der Wunde zu unterbinden, an dieIliaca communis und schliesslich an die Aorta abdominalisdie Ligatur gelegt wurde.
c) Bei Entwickelung eines falschen Aneurysmaswurde die Femoralis doppelt, oberhalb und unterhalb desAneurysmasackes, theils mit theils ohne Eröffnung undExstirpation desselben unterbunden in 10 Fällen. 3 mal 'musste ausserdem auch die Vena femoral, unterbundenwerden. Bei dem bereits oben angeführten wahrenAneurysma der Oberschenkelschlagader wurde zuerst derStamm der Femoralis oberhalb des Aneurysmas unterbundenund sodann noch eine Anzahl von Seitenästen, welche inden Sack einmündeten.
Die Abstossung des Ligaturfadens erfolgte einmalbereits nach 3 Tagen. Es handelte sich um eine 2 Tage nachAbsetzung am Unterschenkel auftretende Blutung aus derAmputationswunde. Daher Ligatur der Femoralis im Ad-
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