.HÄ, nI . Allgem. Theil.
III. Abschnitt: Unterbindungen grösserer Schlagadern.
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nur heisst es einmal: Die Arteria subclavia wurdeerhalb der Scaleni" frei gelegt und mit Silbe r-1 zusammengeschnürt. Die Unterbindungswunde machteinerlei Beschwerden, sie heilte sehr gut.
n er Abfall des Fadens erfolgte einmal in der
I ffocne e i n anderes Mal am T.Tage nach der Unterbindung.
L 4 Leichenöffnungen ergab sich bezüglich der Unter-
indung Folgendes: In einem Falle, wo der Tod '/* Stunde
jc b der Unterbindung eingetreten war, lagen 3 Unter-
indun"-sfäden um das Gefäss, in einem zweiten, mit gleich-
h <ehr bald (24 Stunden) nach der Operation erfolgtem
dtlichen Ausgange, fanden sich im Grunde der Wunde
ei festhaftende Unterbindungen. Bei einem anderen
lerirten der am 9. Tage nach der Unterbindung zu
trumfe ging, heisst es: Oberhalb der nach aussen von
M. scalenus ant. angelegten Unterbindung ein weiches
Ljonsel unterhalb derselben das Gefäss leer. Endlich bei
ineiu Verwundeten, bei dem der Tod am 13. Tage nach
Unterbindung eintrat, ist gesagt: Der Faden liegt
icker in der Wunde und kann ohne Zerrung entfernt
■den.
Ausser der Unterbindung der Schlüsselbeinpulsader sindiden 32 Operirten noch folgende andere Operationen|ohVen worden. Zunächst ist an zwei Verletzten, wieleite erwähnt, eine abermalige Unterbindung der Schlüssel-iipulsader ausgeführt worden. Hieran schliessen sich2 Unterbindungen der Arteria axillaris, 2 Unter-bdungen der Arteria brachialis, 1 Unterbindung derrteria brachialis und brach, profunda, 1 Absetzung ammim, 1 Auslösung im Schultergelenk, 1 Thoracocenthesel endlich 1 Transfusion.
Demnach wurden an 32 Verwundeten 34 UnterbindungenSchlüsselbeinschlagader, 8 Unterbindungen anderer
und 4 sonstige Operationen ausgeführt.Vonerwähnenswerthen, den Krankheitsverlauf mehr1 weniger erschwerenden Erscheinungen sind ausser den■eits oben besprochenen noch folgende verzeichnet, dieeist erst nach der Unterbindung auftraten:
1. Schwindel mit Ohrensausen wurde einmal un-Kttelbar nach der Operation wahrgenommen. Der Wund-auf war ein guter,i schwäche und Lähmung des Armes auf dermken Seite 6 mal: 4 mal schon vor der Operation — un-Wtelliar nach der Verwundung — festgestellt, 2 mal ersth der Operation.
3. Eiterige Entzündung des Ellenbogen- undlandgelenks 1 mal, mit Ausgang in Genesung.
4 Brand am Arme 2 mal: Von primärem, vor der'iteibindung bald nach der Verletzung entstandenemf>nde findet sich unter den hier in Rede stehendenkein Beispiel, obgleich für das Zustandekommen■einen die entsprechenden Bedingungen — umfangreicheFerletzung von Weichtheilen oder Knochen, sowie umfang-he Blutunterlaufung — mehrfach zur Genüge gegeben
waren. Auch anderweitig ist, soviel sich aus den hierüberin der Litteratur vorhandenen Angaben schliessen lässt,primärer Brand der oberen Gliedmaasse nach Verletzungenim Bereich der Arteria subclavia verhältnissmässig seltenbeobachtet worden.
Die Blutergüsse nehmen mitunter die Schultergegendin ihrer ganzen Ausdehnung ein, die Gruben über undunter dem Schlüsselbein füllend; sie gehen weit am Rückenhinab, namentlich längs der Fossa subcapularis, ohne dasses zu einer Spannung, welche den Ausgleich durch Seiten-kreislauf unmöglich und Brand unvermeidbar macht, käme.
5. Hospitalbrand kam — wie schon bei Besprechungder Anlässe zur Operation hervorgeholten wurde — einmalvor der Unterbindung der Subclavia zur Beobachtung.
6. Wundrose zweimal, einmal schon vor der Unter-bindung über Schulter und Brust sich verbreitend undauch nachher noch bis zum Tode fortbestehend.
7. Pyämie 5 mal.
8. Empyem 2 mal, beide Male vor der Unterbindungentstanden.
9. Delirien 1 mal, am Tage vor dem Tode zum Aus-bruch gekommen.
10. Akute Blutleere war, wie weiter unten genauerangegeben werden soll, einige Male die Haupt-Todesursache.Dieselbe ist aber ausserdem noch in der grössten Mehrzahlder Fälle aufgetreten, wenn auch häufig nur rasch vorüber-gehend ; so bei einem Operirten zu wiederholten Malen sehrbedrohlich, ohne jedoch tödtlichen Ausgang herbeizuführen.Es erfolgten hier im 5. und 6. Monat nach der Verwundung— im 4. und 5. nach der Schlüsselbeinschlagader-Unter-bindung — 6 mal reichliche Blutungen aus einer Abszess-höhle unter dem grossen Brustmuskel. Dieselben standenstets entweder von selbst oder auf Druck. Nach jederneuen Blutung war der Verwundete so schwach, dass manmit Sicherheit sein nahes Ende bevorstehend wähnte, dochschon nach wenigen Tagen hatte er sich immer wiedererholt und wurde schliesslich geheilt.
In Betreff des Ausganges der 32 Fälle von Unter-bindungen der Schlüsselbeinschlagader ist dem am Anfangedieser Besprechungen Gesagten und dem, was die Tabelle 1der Operations-Statistik giebt, noch Folgendes hinzuzufügen:
Bei den 6 Fällen mit Ausgang in Heilung sind end-giltige, oder wenigstens längere Zeit nach der Entlassungaus ärztlicher Behandlung aufgenommene Befunde 5 malaufgezeichnet:
1. Muskulatur des rechten Armes geschwunden,Gefühl und Beweglichkeit desselben aufgehoben (nahezu2 Jahre nach der Operation);
2. Unterbindungsnarbe mit dem Knochen verwachsen,hindert die Beweglichkeit (über 5 Monate nach derOperation);
3. Schwäche und Lähmung des linken Armes (über4 Monate nach der Unterbindung der Subclavia);
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