„diu. öligem- Theil.
II. Abschnitt: Schaftaussägungen.
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v.r 5 der in Rede stehenden Eingriffe lieferten ein
- Breebniss mit voller Gebrauchsfähigkeit des Arms;
verdienen wegen des ausserordentlich günstigen
LjjngsTeriaufs bei recht ausgedehnten Verletzungen
I besonderer Erwähnung:
i B. K., verwundet am 6. August 1870 bei Wörth:I'rt'e'rbi'uch in der Mitte des rechten Oberarms; ausserdem«chmetterung des linken Ellenbogengelenks, welche die Ab-', jes linken Oberarms nötbig machte. Am 14. Tage°un" am rechten Oberarmschafte. Schienenverband.5 Tase Gypsverband am ganzen Arm. Am 98. Tage»ektionswunde geheilt. Finger gut beweglich, Abduk-iles Arms nicht ganz vollständig. Nach späterenichrichten völlige Wiederherstellung der Funktionen4rms. (Von Socin ausführlich berichtet.— Vergl. V. Bd.i Berichtes, S. 547 No. 23 und S. 32 No. 122.)6, Chr. F., Unteroffizier vom 6. Thüringischen Infanterie-ginient No. 95, verwundet am 1. November 1870: Schussbruchj rechten Oberarms, 2 fingerbreit unter dem Gelenkkopf, mitirker Splitterung. Am 30. November: Aussägung der Bruch-Ben. Schnitt 14 cm lang an der Aussenseite des Arms vonrEinffangsöffnung aus; zugleich Entfernung 9 grösserer undIkleinerer Knochenstücke, die theilweise in die Weichtheile[gesprengt waren, und eines plattgedrückten Kugelstückes.Lilung mit voller Wiederbers tellung des Knochens,lr geringer Schwäche, aber voller BrauchbarkeitJiArms. (Vergl. V. Bd. dieses Berichtes, S. 546 No. 546.)
Bei den 13 anderen Geheilten trat zumeist starke Ab-gerung des ganzen Arms, mehr oder weniger Steifigkeit[den Gelenken und grosse Schwäche des ganzen Arms
ein. Wohl mit Recht werden die tief eingezogenen, innigmit dem — zuweilen stark aufgetriebenen — Knochenverwachsenen Narben als Ursache der gestörten Gebrauchs-fähigkeit und der Kreislaufsstörungen angeführt. Viermalblieb erheblicher Muskelschwund an Ober- und Unterarmmit lähmungsartiger Schwäche der Gliedmaasse, zweimalVerkürzung um 6 bezw. 3.5 cm, je einmal Steifheit desSchulter- bezw. des Ellenbogengelenks, endlich dreimalsehr beträchtliche Auftreibung des Knochens zurück. EinFall ist bemerkenswerth wegen allmäligen Absterbensbeider Sägeflächen nach der Schaftaussägung und dochnoch folgender guter Vereinigung des Knochens:
7. F. v. H., Sekondlieutenant, verwundet am 6. August1870 bei Wörth: Schussbruch des linken Oberarms durch Granat-splitter. Am 11. August Aussägung eines 5.3 cm langen Stückesdes Schaftes durch Dr. Bockenheimer in seiner Klinik zuFrankfurt a. M. Bis Ende Mai 1871 ging die Knochenneubildunglangsam, doch gut von statten, als unter Fieber und Eiterherd-bildung die Sägeflächen nekrotisch wurden und ausgezogenwerden mussten. Erst im Oktober begann die Vereinigung vonNeuem, die bis Juli 1872 unter der Behandlung v. Langen-beck's vollständig wurde. Der Arm blieb völlig ge-brauchsunfähig. Oberarm um 6cm verkürzt. Unter-arm und Hand abgemagert. Im Handgelenk keinerleiaktive Beweglichkeit; Finger können in geringemMaasse gebeugt, aber nicht gestreckt werden. Gefühlan Hand und Fingern, namentlich am Daumen, sehrherabgesetzt. — Häufig starke Schmerzen im Arm.(Vergl. V. Bd. dieses Berichtes, S. 546 No. 16.)
»ersieht über die Zeit der Ausführung und das Endergebniss der 36 Aussägungen am Schafte des Oberarms.
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Von der Gesammtzahl der Operirten sind
geheilt
primärbisS.Tag)
intermediär , sekundär
ohne Angabeder Zeit
mit völlig
brauchbarem
Arm
mit gestörterGebrauchs-fähigkeit
mit ganz
unbrauchbarem
Arm
mit falschem Gelenk
(unbrauchbar oder sehr
wenig brauchbar)
gestorben
2
17
(H)
6
(t 2)
11(t3)
5
9
4
6
(davon 1 später zur
Verwachsung gebracht)
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B. Unterarm.
^ 011 19 Aussägungen desselben betrafen 3 beide Unter-kochen, 3 die Speiche allein und 13 nur die Elle.eine Aussägung wurde primär, unmittelbar nach derpetzung, auf dem Verbandplatz ausgeführt.
o. G. L., vom 14. Bayerischen Infanterie-Regiment, ver-»oet am 8. Januar 1871: Ausgedehnte Zerschmetterung derP Elle durch Granatschuss. Auf dem Verbandplatz Aus-m eines 7 cm langen Stückes der Elle. Langwierigeinng, auch im Ellenbogengelenk. HeilungmitMuskel-jkwund am Unterarm und grosser Erschlaffung»Bänder des Ellenbogengelenks. (Vergl. V. Bd. diesesnchtes, S. 548 No. 34.)
Von den 19 Aussägungen endeten 4 tödtlich in Folgevon Pyämie. Die Heilung bei den 15 Genesenen verliefsehr langsam. Eine völlige Heilung, das ist mit Wieder-herstellung aller Funktionen der Hand und der Finger,wurde in keinem Falle erzielt; die mit Knochen, Muskelnund Sehnen theilweise verwachsenen, oft recht ausgedehntenNarben hinderten die Beweglichkeit der Finger und derHand, vor Allem Vor- und Riickwärtsbeugung in hohemMaasse; zuweilen hatte die langwierige Eiterung Fascienund Sehnen zum Theil zerstört und fast durchweg Schwundder Muskulatur veranlasst. Zweimal blieb neben Steifheitdes Handgelenks auch Steifigkeit des Ellenbogengelenkszurück.