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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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301
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,rfi. Allgem. Tbeil.

II. Abschnitt: Schaftaussägungen.

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Uebersicht I.

rsiclit über die Häufigkeit und Ergebnisse der Schaftaussägungen in verschiedenen Kriegen.

Krieg

Kriegführende Partei, auf

welche die Angaben sich

beziehen

Aussägung am

Oberarm

2-3

> 00

03 CDT3 bC

Unterarm

Ober-schenkel

Unter-schenkel

öS

> ODC3 CD

Summe

O

der

Gestorbenen

'S £

Sa=o

10

li

12

13

Schleswig-Holsteinscher Feld-

zug 1848 .......

Dänischer Krieg 1864 . . .

Amerikanischer Eebellions-Jkrieg 1861 bis 1865 1 ) . S

Deutsch-FranzösischerKrieg 1870/71 . .

I

(Nach Ross)......

(Nach Loeffler und Heine)

Unionsstaaten und die inSanitätsanstalten der Unions-staaten behandelten Kon-föderirten.......

Deutsche ........

Franzosen (in DeutschenSanitätsanstalten) ....

Franzosen (nach Ohenu) . .

155

66836

19112

96519

1094

32) 238 31

85 58

16719

316

11614

133

38326

10812

214

13) -

97 80

3814

2183100

74)236

19

7

524

42

4183

50.o50.o

24.o42.o

57.1

77.5

SummeAuf hundert Operirte sind gestorben .

765 247 I 32.i

1080 176

- 16.3

210

149

71.o

523 207 37.6

2578

779

30.2

) Nach Med. and surg. history etc. Part III, surg. vol. p. 875. Von den dort angegebenen Gesammtzahlen der Operirten sind\ 61 Fälle mit unbekanntem Ausgang in Abzug gebracht. (Siehe übrigens Anmerkung auf vorstehender Seite 273.)

2 ) Ausserdem 2 mit unbekanntem Ausgang.

3 ) Ausserdem 7 mit unbekanntem Ausgang.

4 ) Ausserdem 9 mit unbekanntem Ausgang.

II. Aussägimgen an den einzelnen Knochenschäften bei Deutschen 1870/71.

A. Oberarm.

Von 36 Aussägungen am Schafte des Oberarms be-ten 17 den linken, 15 den rechten Arm, während4 die Angabe der Körperseite fehlt. Es endeten^33Vs§ tödtlich. Die Todesursache bildete meistie oder Septicämie (7 mal), 1 mal Rose und Rachen-ktherie, bei einem anderen eine sehr akut verlaufende;e Lungen- und Brustfellentzündung; bei 3 Operirtendie Todesursache nicht zu ermitteln. Bei 2 an Pyämierbenen hatten mehrfache schwere Verletzungen denVerlauf bedingt: der Eine, welcher neben einer Zer-letterung des linken Oberarms gleichzeitig einen Splitter-des linken Schlüsselbeins und Schulterblatts erlittenstarb an Septicämie, nachdem 11 Tage nach der«ung die Aussägung am Schafte des Oberarmknochens3 Monate später noch die hohe Oberarm-Amputation

unternommen war;') der Zweite starb, 2 Monate nach dergünstig verlaufenen Schaftaussägung, an den Folgen dergleichzeitig erhaltenen Schussverletzung des Unterleibes. 2 )Der Versuch, einen Resezirten noch durch Auslösung imSchultergelenk zu retten, blieb vergeblich.

1. G. W., vom Kaiser Alexander Garde-Grenadier-RegimentNo. 1, verwundet, am 18. August 1870 bei St. Privat: Durch-gehende Schusswunde im oberen Drittel des rechten Oberarmsmit Zerschmetterung desselben. Sehr bald jauchige Eiterung.Am 29. August Aussägung mit Erhaltung der Knochenhaut des oberen Knochenendes von 1.5 cm. Danach unter FieberEitersenkungen bis zum Ellenbogengelenk. Am 17. September:Auslösung im Schultergelenk, wobei Eiter im Schulter-gelenk gefunden wurde. Später Diarrhöen, Frostanfälle, reich-liche Schweisse. Gestorben am 23. September 1870. (Vergl.V. Bd. dieses Berichtes, S. 555 No. 36.)

!) Siehe V. Band dieses Berichtes, S. 552 No. 9.2) Ebendas. S. 552 No. 4.