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1IIL Allgera. Theil.
I. Abschnitt: Gliedabsetzungen und Gelenkaussagungeli.
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o Q P. (Bezirkskommando Cottbus), verwundet amNovember 1870 am linken Oberschenkel. Absetzung des-| iell im Jahre 1889.
4 J R. R- (Bezirkskommando Görlitz), verwundet am
Ausust 1870 am linken Oberschenkel. Absetzung desselben
28 Oktober 1876 im Augusta-Hospital, Berlin.
~5 A.M. (Bezirkskommando Frankfurt a. Main), verwundet
IS Au»ust 1870 am rechten Oberschenkel. Absetzung
«selben am 26. April 1884.
6 F. E. (Bezirkskommando Dortmund), verwundet amAugust 1870 am rechten Fuss. Absetzung des rechten
,henkels im unteren Drittel am 28. Juli 1883.
7 W. D. (Bezirkskommando Rastatt), verwundet amDezember 1870 an der linken Wade. Absetzung des linken
■henkeis am 12. April 1885.
8. C. F. P. (Bezirkskommando Arolsen), verwundet am8 Januar 1871 am linken Fuss. Absetzung des linken Unter-benkels am 7. Mai 1887.
9. E. S. (Bezirkskommando Stockach), verwundet amfi Januar 1871 am linken Fuss. Absetzung des linken Unter-Ihenkels im unteren Drittel am 5. Dezember 1879.
Aus einem Vergleich der Namen der von den Bezirks-ommandos als im Frühjahr 1890 noch lebend gemeldetenuputirten mit den im V. Bande mitgetheilten Kranken-
chichten geht die bemerkenswertke Thatsache hervor,is» sich jetzt, 20 Jahre nach dem operativen Eingriff,ch viele solche Verwundete am Leben befinden, beiDen anfangs sehr ungünstige und wenig Aussicht auf^benserhaltung bietende Verhältnisse vorlagen, desgleichen, bei denen später noch schwerste Zufälle undorangen des Heilungsverlaufes erneute Lebensgefahr be-bgt haben. So waren 10 Amputirte durch mehrfache^hussverletzungen besonders gefährdet (vergl. V. Band,
B. No. 7, 13, 19, 25, 93, 200; K. No. 34, 53, 62,5). Eine zweite höhere Absetzung näher dem Rumpfe
Kililechterte mehrfach die Vorhersage: vergl. die amerarm Amputirten A. F., S. 24 No. 52 und J. P.,|40 No. 201 sowie den am Unterschenkel amputirtenir. R, S. 313 No. 204. Auch der S. 28 No. 89 ver-bündte W. H. lebt noch, bei dem zuerst der Oberarm-bpf ausgesägt worden war, eine nach 3 1 /* Jahren auf-ende Zellgewebsentzündung aber die Absetzung (alsoentlich wohl Auslösung) des Oberarms erforderlich machte.
ner haben 16 sich der nochmaligen höheren Absägung desht genügend bedeckten Knochenstumpfes unterziehen
Ben (vergl. V. Bd. I. H. No. 31, 62, 95, 137, 141,193, 198 [2 mal reamputirt], 225, 247, 267, 289;
No. 55, 76, 130, 220). Besonders ungünstig waren dieissichten auf die Erhaltung des Lebens bei mehrerenuputirten, welche durch innere Krankheiten entweder
on geschwächt waren oder nach der Verwundung von|lchpn befallen wurden. So hatte die Absetzung desntwdienkels den S. 293 No. 24 aufgeführten O. Bl.8t von Wundstarrkrampf gerettet. Ein Amputirter hat'»Pocken (H. B., S. 155 No. 24), einer die Ruhr (Fr. St.,
319 No. 257) und einer Wundrose (E., S. 84 No. 7)
überstehen gehabt.
Hervorzuheben sind ferner 2 Verwundete, welche durchstarken Blutverlust bis auf das Aeusserste geschwächtworden waren. Nur durch Transfusion in die Schlagadernwar der Kanonier G. B. (S. 1 No. 4) gerettet worden,dem der Oberarm durch einen Granatschuss dicht unterdem Schultergelenk fortgerissen war, und bei dem (auchim V. Bande S. 583 No. 6 und im Speziellen Theil dieses[HL] Bandes S. 919 besprochenen) Unteroffizier H. R.(S. 41 No. 207) hatte die Unterbindung der Oberarm- undAchselschlagader nicht genügt, nachdem die Aufsuchungder blutenden Gefässenden in der Wunde selbst vergeblichversucht worden war. Erst die Absetzung des Oberarmsführte zum Ziele. Bei Mehreren waren es starke Blutungen,welche erst nach dem operativen Eingriffe auftraten unddas Leben gefährdeten (vergl. V. Bd. I. A. No. 38:B. No. 219; H. No. 80; K. No. 38). Bei zwei am Unter-schenkel Amputirten ist die Blutung so stark gewesen,dass 1 mal (V. Bd. S. 301 No. 97) 8 Tage nach der Glied-absetzung die Schenkelschlagader in der Mitte des Ober-schenkels unterbunden und das andere Mal (V. Bd. S. 306No. 141) die hintere Wadenbeinschlagader umstechenwerden musste. Durch Absterben von Lappentheilen undMuskelbäuchen enstandene Nachblutungen sind bei demInvaliden A. D. (V. Bd. S. 157 No. 43) von besonders un-günstiger Bedeutung gewesen, als derselbe bereits vor demEingriffe deutliche Zeichen von Eitervergiftung (Pyämie)dargeboten hatte (mehrfache Schüttelfröste und Gelbsuchtsind verzeichnet). Er hat diese Gefahr ebenso überstandenwie der am Unterschenkel amputirte W. Seh. (S. 316No. 226), welchen sie nach der Gliedabsetzung bedrohte.
Ein besonders langes Krankenlager haben diejenigendurchzumachen gehabt, bei denen diphtherische Beläge(V. Bd. S. 6 No. 44, S. 164 No. 84) oder Hospitalbrand(V. Bd. S. 171 No. 184, S. 297 No. 62, S. 315 No. 219,S. 318 No. 243, S. 319 No. 254) die Heilung der Am-putationswunde verzögerten. Auch sind hier diejenigenOperirten zu erwähnen, bei denen Eitersenkungen erneuteEingriffe nöthig machten (V. Bd. S. 161 No. 90 und S. 374No. 14) und Hautüberpflanzungen zur Deckung grosserWundflächen erforderlich wurden (V. Bd. S. 155 No. 28und S. 175 No. 230).
Bei 8 von den Amputirten (B. No. 43; H. No. 49,276, 303; K. No. 38, 46, 137, 249) ist vermerkt, dassTheile der Hautlappen abstarben, bei 12, dass sich nach-träglich Knochenstückchen losstiessen oder die Sägefiächennekrotisch wurden. Dies sind die im V. Bd. unter I. B.No. 119, 130; H. No. 10, 240, 252, 272, 278; K. No. 10,50, 138, 262 und 229 aufgeführten Operirten. Bei demletzterwähnten Unterschenkel-Amputirten stiess sich dasganze Wadenbein und das Schienbeinende in 8 cm Längenachträglich ab.
Zur Erörterung der Frage, ob ein bestimmtes Verhältnisszwischen der Länge der Behandlungsdauer und der Zahlder nach 20 Jahren noch am Leben befindlichen Amputirten