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ill. Kapitel: Grössere Operationen.
feandlll. Allgem.H
sei wie bei den oben erwähnten 24 104 daraufhin gezähltenVerwundungen, so entfielen auf 64 038 Verletzungen durchInfanteriegeschosse 3727 solche durch Artilleriefeuer. Setztman zu letzteren Ziffern die oben angeführten Zahlen derGliedabsetzungen nach beiden Arten von Verletzungen inBeziehung, so ergiebt sich, dass nur 4.o $ aller muth-maasslichen Gewehrschusswunden, aber 14.2 £ (also mehrals das Dreifache) aller muthmaasslichen Verletzungen durchgrobes Geschoss früher oder später mit verstümmelnderOperation behandelt worden sind.
Nach Verwundung durch Mitrailleusen oder durchandere Gewehre als das Chassepot sind nur wenigeGliedabsetzungen berichtet. Die vorhandenen Angabensind nachstehend zusammengestellt:
Nach Verwundung durch
Absetzung Mitrailleuse 1 )
im Schulter- j a. Operirt ... 2gelenk 1 b. davon gestorben —
Wall-
Minie- Tabatiere-
am Oberarm
am Unterarm
am Ober-schenkel
am Unter
a. Operirt . . .5
b. davon gestorben 1
a. Operirt ... 1
b. davon gestorben —
a. Operirt ... 8davon gestorben ß
r,
I a. <ib.
biichse 2 ) Gewehr 3 ) Gewehr 1
Operirt ... 6schenke! l b. davon gestorben 2
Summe
a. Operirt ... 22, b. davon gestorben 9
Ausserdem wird noch einige Male 5 ) die Verwundungeines später abgenommenen Gliedes durch 2 Kugeln er-wähnt, wobei gleichfalls an Mitrailleusenverletzung gedachtwerden kann.
Endlich sei auf eine günstig verlaufene primäre Ober-schenkel-Amputation wegen Verwundung des Ober- undUnterschenkels durch 16 Shrapnelkugeln hingewiesen. 6 )
Wegen der bei einer geheilten, gleichfalls primärvorgenommenen Absetzung des Oberschenkels 7 ) befindlichenAngabe „Zerschmetterung durch ein Sprenggeschoss"vergleiche die Ausführungen auf vorstehender Seite 3 ff.
i) Ausser den betreffenden, in Anmerkung 1 auf vorstehenderSeite 14 aufgeführten Fällen siehe noch V. Band dieses Berichtes,S. 5 No. 81.
2 ) Siehe vorstehend S. 12, Anmerkung 1, unter a.
3 ) Siehe vorstehend S. 13. Die im V. Bande dieses Berichtesauf S. 59. No. 71 und S. 585 No. 7 befindlichen Angaben beziehensich auf den nämlichen Verwundeten.
4 ) Siehe vorstehend S. 13.
■'•) Siehe V. Band dieses Berichtes, S. 31 No. 112, S. 48 No. 267,S. 132 No. 311. Wegen gleichzeitiger Verwundung andererKörpertheile siehe nachstehend S. 232.
6) Siehe V. Band dieses Berichtes S. 161 No. 82.
') Siehe ebendas. S. 154 No. 13.
Nach Verletzungen durch blanke Waffen tfjeinmal die Absetzung eines grösseren Gliedes nothven^Jgeworden, und zwar eine tödtlich verlaufeneAmputation am Oberschenkel wegen einer Hiebwunde JKniegelenks. 1 ) Ausserdem findet sich nur noch die Alösung dreier Finger der linken Hand, gleichfalls in Foleines Säbelhiebes, mit Ausgang in Heilung berichtet.')
C. Häufigkeit und Ergebnisse der GliedallSetzungen nach Zeit') und Ort der Ausführ(Primäre, sekundäre, intermediäre und späte 0pauf Verbandplätzen und in Lazarethen auf dem Kriegschauplatze und im Inlande. — Geschichtlichesieht der Lehre betreffend primäre und SekundaGliedabsetzung.)
Offenbar in innerem Zusammenhange mit derherrschenden Anschauung, dass der erhaltenden Behandln!möglichste Ausdehnung zu geben sei, steht dieZahl der vorgenommenen primären Gliedabsetzug!wenngleich schon im Vorangegangenen (S. 198) entwielwurde, dass letztere wahrscheinlich immerhin etwihäufiger vorgenommen worden wären, wenn nicht vZeit und Kraft dazu gefehlt hätten. Aus der Läispalte 30 der nachstehenden Uebersicht VIII ergiebt addass in den neueren grossen Kriegen von je hundert (absetzungen, bei denen die Zeit der Ausführung beiist, primär vorgenommen wurden
bei den Engländern in der Krim . 89.3bei den Franzosen in der Krim . . 67.8bei den Amerikanern ...... 68.8
bei den Deutschen 1870/71 . . 38.i
Von den in Deutschen Sanitätsanstalten an Franzi)^vorgenommenen Amputationen waren sogar nur 34.oJmäre. Eine noch geringere Ziffer (32.o #) entfällt iUebersicht VIII auf die Primär-Amputationen nur noch «■farigden Franzosen in Italien, aber die aus diesem Kriege viliegenden bezüglichen Angaben sind von geringem Werflweil sie nur für einige Absetzungen im Schultergelent. iOberschenkel und Unterschenkel ermittelt sind undbei diesen Operationen — wie ein Vergleich der usieht VIII mit Uebersicht III erkennen lässt — nur lverhältnissmässig geringen Bruchtheil der entsprechei»Gesammtzahlen ausmachen.
Allerdings ist nicht zu entscheiden, in wieBegriffe „primär" und „sekundär" in den verschiede«Kriegsberichten gleichmässig aufgefasst, in wie to'1obige Zahlen untereinander wahrhaft vergleichsfähig >
i) Siehe V. Band dieses Berichtes, S. 204, No. 192.
2) Siehe ebendaselbst S. 125 No. 234.
3) Betreffs der Häufigkeit und der Ergebnisse von <absetzungen nach dem Monat der Ausführung siehe vors« 1S. 195.
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