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III. Kapitel: Grössere Operationen.
BandHI. AUgen^B,,,,)!!!. Allgem. T'heil.
I. Abschnitt: Gliedabsetzüngen und Gelenkaussägungeh.
all
Verletzungen berücksichtigenden Uebersicht V (Längs-spalte 12), was sich leicht erklärt durch die obigen Dar-legungen über den ungünstigen Erfolg der Gliedabsetzungennach Weichtheilwunden, wobei fast ausschliesslich Ver-letzungen, welche nicht die Gelenke betrafen, in Betrachtkommen.
Auch wenn man den Gliedabsetzungen nach Gelenk-schüssen (ohne ausgedehnte Zerschmetterung durch grobesGeschoss) lediglich diejenigen nach Schussbrüchen derDiaphysen (ebenfalls unter Ausschluss der Granatzer-schmetterungen) gegenüberstellt, wie es in vorstehender(auf Grund der Tabellen II bis VII der Operationsstatistikangefertigter) Uebersicht VI geschehen ist, 1 ) so ergiebt sichfür die Gesammtzahl der ersteren noch eine — allerdingsäusserst wenig — grössere Sterblichkeit (57.5 $) als fürletztere (57.i £). Betrachtet man hinsichtlich der beideneben genannten Arten von Verletzung nur diejenigen Ope-
!) Von den Gliedauslösungen in Gelenken sind in Uebersicht VInur diejenigen im Schultergelenk mit berücksichtigt wegen der Gering-fügigkeit der übrigen Zahlen. Die Auslösungen im Hüftgelenk sindüberdies sämmtlich tödtlich verlaufen, konnten daher schon aus diesemGrunde nicht mit in Betracht kommen.
Uebersicht VII.
rationen, bei denen sowohl die Zeit der AusführungArt der Verletzung bekannt ist (Uebersicht VII), so 1sich allerdings bei den primären GliedabsetzungenGelenkschüssen und Diaphysenbrüchen eine gleiche lijjbezw. 45.i °), bei den sekundären sogar nach GelJSchüssen (59.3 g) eine geringere Sterblichkeit alsDiaphysenbrüchen (63.2 £).
Auffallend günstig verliefen die Amputationen iausgedehnten Zerschmetterungen durch grobes!schoss. Von diesen hatten nach Uebersicht VI nur 41Jden Tod im Gefolge. Es liegt nahe, anzunehmen.gerade diese Verletzungen häufig Anlass zu primär!Gliedabsetzung gegeben haben und dass darin der Grafür die besseren Ergebnisse zu suchen sei. Obwohl)die erstere Annahme zutrifft, ist es bei letzterer nitU|destoweniger nicht der Fall. Laut Uebersicht VII nivon je hundert Gliedabsetzungen vollzogen
primär sekundäj
nach Zerschmetterung durch Granaten 74.6 2."u |nach Schussbruch der Diaphysen . 30.s
nach Gelenkschuss...... 22.3 B^H
Es starben aber von hundert
primär sekundärAmputirten Amputirtenach Zerschmetterung durch Granaten 37.4 57.5
geh Schussbruch der Diaphysen . 45.o 63.2
h Gelenkschuss ......45.i 59.3
Sowohl primäre als sekundäre Gliedabsetzungen ver-teil somit weitaus am günstigsten nach Zerschmetterungenireh Artilleriegeschosse. Wenngleich die Möglichkeit nicht
(»geschlossen ist. dass unter den Schussbrüchen deraphysen und Gelenkschüssen ohne ausgedehnte Zer-kmetterung und ohne Angabe des verwundenden Ge-losses sich noch einige Granatverletzungen befinden, soadelt es sich doch bei den beiden zuletzt genanntentippen, nachdem die ausdrücklich als Granatzerschmette-ingen bezeichneten Wunden ausgeschaltet sind, ohne jedenIreifel nahezu ausschliesslich um Gewehrschusswunden.He danach sich ergebende erheblich bessere Vorhersage1 Gliedabsetzungen nach Verwundungen durchleriegeschosse (gleichviel, zu welcher Zeit sie vorge-knmen werden) ist für den ersten Blick einigermaassenfallend auch in Anbetracht des auf S. 12 im Speziellen
Theile dieses Bandes dargelegten Umstandes, dass die (inärztliche Behandlung gelangten) Granatschuss v er letzungenüberhaupt eine (allerdings sehr unbedeutend) höhere Sterb-lichkeit im Gefolge hatten als die Verwundungen durchGewehrgeschosse. Diese Verschiedenheit findet jedochihre Erklärung schon darin, dass die Granatschuss-verwundungen begreiflicher Weise verhältnissmässig vielhäufiger Anlass zu Gliedabsetzungen gaben. NachTabelle XIV auf S. 12 im Speziellen Theil dieses Bandesbefinden sich unter 24 104 Gliedinaassenverwundungen, beidenen die verletzende Waffe angegeben ist, 1335 = 5.5 §solche durch Artilleriefeuer. Von den 3031 Gliedab-setzungen bei Deutschen aber waren im Ganzen nachweislich530 ') = 17.4 § durch Granatschussverletzungen verursacht,ein Prozentsatz, welcher das Dreifache der Verhältnisszahlfür die Verwundungen durch grobes Geschoss übersteigt.Zu einem sehr annähernd gleichen Ergebniss führt folgendeBerechnung. Nimmt man an, dass das Verhältniss derGewehr- und Granatschuss wunden zu einander bei sämmt-lichen 67 765 Gliedmaassenwunden das nämliche gewesen
!) Einschliesslich der in Uebersicht VI unberücksichtigt ge-bliebenen Auslösungen in verschiedenen Gelenken und der Nachträge.
Uebersicht VII.
Ergebnisse der Gliedabsetzungen bei Deutschen 1870 71 naAer Art des verwundenden Geschosses und der Zeit der
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Ausführmier Operation.
Art der Operation
Art der Verraäi
k Anlass
zur Gliedabsetzung
Ausgedehnte Zerschmetterung durch Granaten
Schussbruch der Diaphysen
Gelenkschuss
primär
sekundär
lerirt
primär
sekundär
primär
sekundär
6
operirt
davon gestorben
operirt
davon g
sstorben
davon gestorben
operirt
davon gestorben
operirt
davon gestorben
operirt
davon gestorben
-3
a
£
a
CS
absolut
aufhundertOperirte
absolut
aufhundertOperirte
absolut
aufhundertOperirte
absolut
aufhundertOperirte
absolut
aufhundertOperirte
absolut
aufhundertOperirte
1
2
3
4
5
6
i
9 10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
1
2345
27
64
18
118
107
101836529
37.4
28.1
16.6
55.827.i
112193537
8
5
2
29
21
15
1106
i;
220
30,8
219
63
15
13.3
36.560.0
31.9
32
88
17
285
76
17
41
8
213
37
53.146.547.o74.7
48.6
332
27316
10
445
31.2
60.3
31.3
11107
29230
66
7
37
20
171
28
i
63.G
34.669.074.342.4
6
Summe
334
125
37.4
113
65
99
45.0
498
316
63.2
126
59
45.1
443
263
59.3
7
Von je hundert Gliedabsetzungen nach der betreffendenArt der Verletzung wurden ausgeführt ....
74.6
—
—
25.4
—
-
—
—
69.2
—
—
22.3
—
—
77.7
—
27*