nd III. Allgem. Theil.
III. Abschnitt: Pyämie und Septicämie.
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ranc und die zuletzt unter Leitung von Stromeyeranden, trat ebenfalls Pyämie auf, trotzdem die Lüftungdclits zu wünschen übrig Hess.
In St. Menges, wo die Verhältnisse sehr günstig»en (vergl. vorstehend S. 62), zählte das 6. Feldlazarethf. Armeekorps nur einen Todesfall an Pyämie.
Die schwere Pyämie-Epidemie in Bazeilles-kupard 1 ) hat schon im vorangegangenen Kapitel (S. 63)rähnung gefunden.
6. Paris.
Nach dem Bericht des 7. Feldlazareths VI. Armee-rps vergesellschaftete sich im Oktober zu Villeneuve
Georges 2 ) ein Fall von Emphysem nach Brustschusst Pyämie und endete tödtlich.
Aus Versailles 3 ) gab das 2. Feldlazareth V. Armee-irpa über 2 Todesfälle durch Pyämie im Februar undrz Auskunft. Viel schwerer heimgesucht war dort das
Feldlazareth V. Armeekorps im Schloss. In demselbenrden vom 19. September 1870 bis5. März 1871 1963 Kriegs-pundete und 41 Verunglückte = 2004 behandelt, davon
ben 117 an Septicämie und Pyämie = 59 pCt. sämmt-fier Todesfälle. Davon waren 6 bereits bei der Auf-me pyämisch, 11 mal war die Septicämie durch primärenrand verursacht, und 5 mal erfolgte die Infektion beirchbohrenden Baucheingeweide- und Blasenwunden; bei.en Uebrigen handelte es sich um Knochenverletzungen,ter den an Pyämie Verstorbenen befanden sieh 72 Operirte
im Ganzen 265 Operationen.
In der neben diesem Feldlazareth im Schlosse
kenden Holländischen Ambulanz infizirte sich ein Arzt
ch eine leichte Verletzung am Finger beim Verbände
es Pyämischen und starb, während der Verwundete
enas.
In Xoisiel an der Marne 4 ) war das 4. Württein-i'gische Feldspital 159 Tage in Wirksamkeit, wo ihm in
' Chokoladenfabrik von Menier Lazarethräume zu Gebotepnden, „wie sie nicht besser gewünscht werden konnten."
i Sterblichkeit bei den Kranken war eine geringe. Aussei-fen Ansteckungen mit Typhus kamen im Spital selbstpeugte Krankheiten nicht vor. Unter den Verwundeten
egen und besonders den Operirten war die Sterblichkeit
it unerheblich und zwar waren auch hier, während dasfeareth von Hospitalbrand und Wundrose gänzlich ver-tont blieb, Pyämie und Septicämie vornehmlich diejdesursachen. Unter 89 im Feldspital überhaupt Ge-fcrbenen, sind 47, unter 67 Operirten, von denen imanzen 33 starben, 26 der Infektion erlegen.
"Vergl. I. Band dieses Berichtes, S. 145 und 146.'J Vergl. ebendaselbst, S. 159 und 160.
3 ) Vergl. ebendaselbst, ausserdem vorstehend S. 64, 67, 68 und 71.
4 ) Vergl. ebendaselbst, S. 161.
Aus Louvres 1 ) zeigte das 8. Feldlazareth des Garde-korps vom November, aus Gonesse 2 ) das 4. vom No-vember, das 12. vom Februar je einen Fall von tödtlicherSepticämie an.
Vom 6. Feldlazareth IV. Armeekorps wurden imJanuar und Februar 2 Todesfälle zu LePlessisBouchardund vom 8. im Oktober zu Montlignon 3 ) ein Todesfallals durch Pyämie verursacht aufgeführt.
Nach den Berichten des VI. Armeekorps gingen im1. Feldlazareth zu St. Cyr 4 ) in der Militärschule währenddes Oktober 5 Verwundete (1 mit einem Lochschuss deslinken Oberarms, 2 mit Schulterschüssen und 2 mit Schädel-verletzungen), im 10. Feldlazareth zu Evry sur Seineim November 2 Verwundete mit Schussverletzungen desrechten Oberschenkels pyämisch zu Grunde.
Im 8. Feldlazareth desselben Armeekorps griff zuAblon, 5 ) nachdem daselbst in der Mitte des Dezembervon Orleans kommende Schwerverwundete, deren Verbändewährend des Transports Tage lang nicht erneuert, mitübelriechendem Eiter und Zersetzungsprodukteu durchtränktwaren, Aufnahme gefunden hatten, die Pyämie in ausser-ordentlich heftiger Weise um sich, trotzdem alle gebotenenVorsichtsmaassregeln stets mit peinlichster Gewissenhaftig-keit gehandhabt wurden. Die Verwundeten mussten zurück-geführt und die Lazarethräume ausschliesslich mit innerlichKranken belegt werden. Es starben zu Ablon im Dezemberund Januar von 18 Operirten (Amputirten, Resezirten) 12,davon 11 an Pyämie; im Ganzen betrug der Verlust anihr 20. Zwei schon pyämisch erkrankte Amputirte wurdenals geheilt angeführt.
Den zu Jouy en Josas verstorbenen Oberjäger J.vom 11. Jäger-Bataillon gab das 11. Feldlazareth XI. Armee-korps allein als Opfer der Pyämie an (Messerstichverletzungdes linken Oberschenkels). Das 5. Feldlazareth IL Armee-korps bezifferte seine Verluste zu La Queue en Brie nachder Schlacht bei Villiers an Pyämie und Septicämie auf 4(ein im Hüftgelenk sekundär Resezirter und von 6 sekundärAmputirten 3), das 8. desselben Korps in demselben Ortauf 2.
Von den zu Boissy St. Leger 6 ) eingerichteten Feld-lazaretten meldete nur das 9. Feldlazareth IL Armeekorpseinen Todesfall an Pyämie, einen zweiten das Etappen-lazareth zu Coulommiers. 7 )
Aus dem Rapport des Etappenlazareths zu Damm artin 8 )(Lazareth-Reservepersonal des IV. Armeekorps) ist ersicht-lich, dass im Dezember, 3 Wochen nach der Operation,
i) Vergl. I. Band dieses Berichtes, S. 163.
2) Vergl. ebendaselbst, S. 164.
3 ) Vergl. ebendaselbst, S. 165.*) Vergl. ebendaselbst, S 166.
5 ) Vergl. ebendaselbst.
6) Vergl. ebendaselbst, S. 160 und 170.
7 ) Vergl. ebendaselbst, S. 179.
8 ) Vergl. ebendaselbst, S. 180.