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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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TL Kapitel: Wundkraiikheiten.

Band III. Allgem. TktJ

theilungen von Chenu in demselben Hospital gegen MitteSeptember Hospitalbrand zum Ausbruch gekommen:

Deux autres complications, la pourriture d'höpital et lapyohemie, inconnues dans nos salles jusque vers le 10 septambre,vinrent ä partir de cette epoque cruellement sevir sur nosblesses et changer du tout au tout les resultats de nos Operations."

Das letzte Vorkommen von Hospitalbrand auf demKriegsschauplatz wurde im April aus Vendeuvre (12. Feld-lazareth III. Armeekorps), östlich Troyes, gemeldet; dieKrankheit blieb daselbst auf einen einzigen Fall beschränkt.

C. Im Inlan.de.

Im Inlande war zunächst in der Preussischen GrenzstadtSaarbrücken, welche nach der Schlacht bei Spicheren mitVerwundeten überfüllt wurde, alsbald Wunddiphtherie ver-treten, vornehmlich bei den in Schulgebäuden, in eineralten Kaserne und einigen engen Häusern untergekommenenVerwundeten. Der September brachte Hospitalbrand, durchdie ganze Stadt zerstreut, sowohl in Lazaretbgebäuden alsauch in Privatpflegestätten.

Um dieselbe Zeit kam in der Nähe von Saarbrückenin dem Knappschaftslazareth in Sulzbach, welches einigeWochen hindurch mit Verwundeten übermässig belegt war,Hospitalbrand vor, obwobl das Lazareth hoch und freigelegen war und stets für möglichst gute Lüftung unddesinfizirende Behandlung gesorgt wurde.

Nicht weit davon, in dem Lazareth Ziehwald beiNeunkirchen, einem feuchten, sehr eingewohnten undvorher mit vielen Menschen belegt gewesenen Schlafhausefür Bergleute, wurden Anfang September bei einer Morgen-visite 3 ausgesprochene Erkrankungen derselben Art ent-deckt.

Kreuznach hatte im September einzelne Fälle vonWunddiphtherie; im Oktober trat in dem dortigenLazarethMack", einem ungenügend gelüfteten, mit Verwundetenüberfüllt gewesenen Hause, Hospitalbrand endemisch auf;nachdem das Lazareth von den in ihm befindlichen Ver-letzten mit gut eiternden Wunden geräumt, für die Be-handlung der verdächtigen und brandigen Wunden aus-schliesslich in Benutzung geblieben und die Zahl derLagerstellen erheblich vermindert war, besserte sich beienergischer Behandlung die Wundheilung schnell.

Im Beservelazareth Simmern auf dem Hundsrückverursachte ungefähr um dieselbe Zeit ein vereinzeltesVorkommen von Hospitalbrand Aufsehen. Es handelte sichum eine fast völlig geheilte Weichtheil-Schusswunde amOberarm; nur an einer Oeffnung des Schusskanals bestandnoch geringe oberflächliche Eiterung; innerhalb 24 Stundenwar die Wunde unter lebhaftem Allgemeinleiden um mehrals das Doppelte ihrer ursprünglichen Ausdehnung ver-grössert. Nach Absonderung des Hospitalbrandigen kamenweitere Erkrankungen nicht vor.

Dem Hilfslazareth Ehrenbreitstein bei CobleuJwoselbst die Wundheilung im Allgemeinen rasch und giinitjverlief, blieb Diphtherie der Wunden nicht erspart. Sie ffschien bald nach der Belegung, kehrte in fast regelmäsiZwischenräumen wieder und wurde dann stets bei mehreijKranken gleichzeitig und zwar in verschiedenen ZimroeJbeobachtet; niemals erkrankten sämmtliche Verwundete!einem und demselben Zimmer. Diese Komplikation wählmitunter 5 bis 14 Tage unter heftigen DiarrhöenVergrösserung der Wundflächen.

In Bonn traten in der Welschnonnenkaserne zurZ- 1der Ueberfüllung mit Verwundeten alsbald mehrfache Ei|krankungen an Hospitalbrand auf.

Das Barackenlager zu Cöln war so glücklich, Verlwundete mit Wunddiphtherie und Hospitalbrand wahreider ganzen Dauer der Belegung nur vereinzelt zuherbergen. Auch im Zeltlazareth am Thürmchen bei Coliwurden in der Zeit vom August 1870 bis Juni 1871, währeilwelcher 924 Kranke, darunter 652 Verwundete, zurhandlung kamen, nur einige gut verlaufende FälleHospitalbrand gesehen.

In Düsseldorf entwickelte sich zunächst Mitte Sep|tember bei einem Bestände von 700 bis 730 Krankemder dortigen Infanteriekaserne (Block 18) ein Fall vo|Hospitalbrand mit grosser Heftigkeit; bald folgte inselben Block ein zweiter. Fast gleichzeitig kündigten sidlin den verschiedensten Theilen des Lazareths, ohneein Verkehr zwischen denselben irgend denkbar war, gleiiljartige Erkrankungen an, meist an sonst unerheblichWunden. Grösstentheils waren es Leute mit leichte»Fleischschüssen, die schon einige Zeit im Lazareth vajweilten und welchen mit Rücksicht auf die geringere |deutung der Verwundung nicht die besten Zimmer ailgewiesen waren. Sofort wurden die betreffenden Kraut?in Zelte verlegt und die Wunden mit günstigem LMol.ileingreifender Behandlung unterworfen. Mitte November wes gelungen, der Seuche fast gänzlich Herr zu wer*Um dieselbe Zeit kamen in der Stadt bei 2 in Privatptit:befindlichen Verwundeten, welche sehr mangelhaft vslbunden waren, Zeichen von Hospitalbrand zum VorscWIm Januar 1871 verbreitete sich dann im Reservelazareijdaselbst Hospitalbrand zum zweiten Male, nachweislich vmAmiens aus eingeschleppt. Ein grosser Theil der Wund«wurde brandig; abermals wurde die Seuche bekämpft duralUeberfükrung und Absonderung der Brandigen in imgrösseren Baracke (No. 4). Im Ganzen erkranktenDüsseldorf während der beiden erwähnten Zeitrauifetwa 70 Verwundete an Hospitalbrand, ausserdem inunmittelbarer Ansteckung bei dem Verbinden ein Lazarett]gehilfe.

Paderborn und Bielefeld meldeten im Septem!»und Oktober zusammen 3 Erkrankungen an Hospitalbi*!

In Darm stadt wurde der erste Fall gegen

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September in einem Lazareth in der Bindeistrasse beoH