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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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1039
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G. Weltliches und geistliches Drama 1039

daß sein Nachbar Paulinus sie schon lange mit Heiratsanträgen verfolge,die sie aber abgelehnt habe, da er und sie alt und arm seien. Jetztsei sie anderen Sinnes geworden, und sie bitte ihn (den Fulco) nun, dieHerbeiführung ihrer Ehe in die Hand zu nehmen. Fulco hält sie für gänz-lich verlogen und tobt, aber sie schwört, ihm die Wahrheit gesagt zu haben.Das erscheint ihm unmöglich, und er fragt, was Polla für eine Mitgift ein-bringen wolle. Sie erwidert, ihre Mitgift seien Rechtschaffenheit und Tu-gend, und erst als er weiter in sie dringt, offenbart sie ihm ihren bescheide-nen Besitz. 1 Fulco verspricht nun, was er tun kann, und bittet sie, ihrenNamen zu nennen, und als dies geschehen, 2 will er sich, da er noch nüchternist, zum Essen wenden. Doch beschließt er, dem Paulinus noch vor demEssen Mitteilung zu machen, da der Mensch nach dem Essen schwerfälligwerde, 3 ändert aber seine Meinung wieder, und während er mit der Zu-bereitung des Mahles beschäftigt ist, kommt Paulinus zu ihm, den er zumEssen einladet, um dann mit ihm den Fall zu besprechen. Doch Paulinushat schon gegessen und lehnt die Einladung ab. Fulco kehrt zum gedecktenTisch zurück und sieht, daß eine Katze den Braten geholt und den Weinverschüttet hat. Er wirft einen Stein nach ihr, zerbricht aber damit einengroßen Ölkrug, dessen Inhalt sich auf sein Bett entleert. Er springt derKatze nach, stolpert aber über einen Stein und fällt in den Straßenschmutz,wo er unter Schmerzen eine ganze Stunde lang liegenbleibt. Endlich raffter sich auf und sieht, wie zu Hause der Hund das Brot wegschleppt und dasTischtuch zerreißt. Doch er spricht sich Mut ein und sucht seine Kleidervon Schmutz zu reinigen, als Paulinus wieder erscheint und ihn bittet,ihm über den Fall die volle Wahrheit zu sagen. Fulco wundert sich, daßPaulinus in so kluger Weise spricht, wie es Hugo 4 nicht besser tun könne,und er glaubt, daß er im Traum sei. Um aufzuwachen, versetzt er demPaulin eine solche Ohrfeige, daß dem die Lippen bluten, empfängt aber vonihm das gleiche unter einer wohlgesetzten Rede, so daß Fulco glaubt, erschlafe immer noch, und wiederholt die Ohrfeige, greift ihm in die Haare,stellt ihm ein Bein und schreit gewaltig auf, um den Schlaf zu ver-scheuchen. Paulinus glaubt sich entfernen zu müssen, überlegt aber seineLage und da er den Fulco für irrsinnig hält, schlägt er ihn mit einemStocke tüchtig aufs linke Ohr. Nun erst weiß Fulco genau, daß er nichtträume, und teilt dem Paulinus mit, daß er nun mit ihm reden wolle.Und Paulin zeigt sich versöhnlich und bittet ihn zu sprechen, woraufFulco ihm mitteilt, warum er noch nüchtern sei, und ihm erzählt, Pollasei zu ihm gekommen und habe ihn über ihre Mitgift und über die Gegen-forderung verständigt. Paulin gibt zu, daß er früher mehrmals um Pollageworben habe, aber jetzt zum Heiraten zu alt sei. Das läßt aber Fulconicht gelten und macht ihn aufmerksam, daß er gerade im Alter eine Fraubrauche und daß diese bei einem alten Mann oft Wunder wirke. Außerdemsei Polla selbst alt und könne ihn mit dem Alter nicht aufziehen. Paulin

1 Vs. 385 Sex ego pensa boni flau, brachia 3 Vs. 463 Tunc solet Ingenium subtiliuscenlum Panni subtilis, binaque pepla dabo. esse poetis, 466 sa.crif.cat domino presbyterSeptem gallinas cum gallo. ante cibum.

2 Vs. 421 Nomine Polla vocor quia polleo * Es ist wohl Hugo von St. Viktor gemeint.moribus altis.