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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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G. Weltliches und geistliches Drama 1027

langen beide hungrig in Paris an. Nach langem Suchen entdeckt Pam-philus die Geliebte und teilt dem trägen Birria seine Entdeckung mit; ergibt dem Pferde die Sporen und reitet mit gestreckten Beinen Parade vorGliscerium. Diese aber verwechselt den Herrn mit dem Knecht, undBirria rät, in ein Hospiz (Gasthaus) zu gehen. Das Pferd führt Birria amZügel, und alle drei treten in ein Gasthaus ein, das gerade für drei MenschenPlatz hatte. Vor der Tür wird das Pferd angebunden, und Birria kauft nunGeflügel und Fische 1 für eine Mahlzeit ein. Die Vögel werden gerupft undam Spieße gebraten, die Fische geschuppt und ausgenommen und gesotten,und Birria setzt sich mit ungewaschenen Händen hin und schmaust gehörig.Als ihn Pamphilus deshalb aufzieht, meint er, er ernähre sich mit Essen,jener aber mit Liebe, doch dabei verschluckt er eine Fischgräte, die ihmPamphilus herausziehen muß. Nach dem Essen läßt Pamphilus die Tafelaufheben und man begibt sich an den Kamin, um Äpfel und Nüsse zu es-sen, dazu Feigen und Mandeln und Pfirsiche in Most. Da kräht der Hahn.Birria hört ihn allein und macht Pamphilus aufmerksam, daß der Verkün-der des Tages sich gemeldet hat. Darauf läßt Pamphilus Wein bringen unddas Bett zurechtmachen, auf dem aber nur Felle und kein Linnen aus-gebreitet werden. Sodann zieht er der Geliebten die Schuhe aus und dieKleider ab und legt sie aufs Bett, nur auf die Liebe bedacht und nicht aufPsalmen und das Kreuz. Zuletzt, nachdem das Licht ausgelöscht ist, legtsich auch Birria nieder, aber im Freien; hier schnarcht er seinen Bauschaus, ohne des Pferdes zu gedenken. Gliscerium fragt nun den Pamphilusnach Zweck und Ziel seiner Beise. Als er ihr sagt, daß er nur ihretwegen dieReise unternommen habe, glaubt sie es nicht. Darauf erbietet er sich zumSchwur und stellt ihr ein purpurnes Gewand und eine golddurchwirkteChlamys in Aussicht. Da schließen sie Frieden, und wieder kräht der Hahn.Diesmal ruft Pamphilus den Birria an, er solle aufwachen, und endlich be-quemt sich dieser dazu, findet aber vor der Tür das Pferd tot. Pamphilushat eben sein Bündel gepackt und zankt nun auf den faulen Birria, daß erdas Pferd habe sterben lassen. Nun wird das ganze Sattelzeug und die Pferde-haut verkauft und sie machen sich zu dritt auf den Weg. Doch bald bekommtBirria Hunger und bleibt stehen; er beklagt sich über seine Traglast undden Weg, doch sein Herr sagt ihm, daß er mit dem Frühstück bis nachEvreux warten müsse. Endlich langen sie gegen Abend vor der Stadt anund auf ihr Anklopfen am Tore glauben die Wächter, es mit Bäubern zutun zu haben. Die müden Wanderer erschrecken vor den drohenden Knüt-teln und Schwertern und es versagt ihnen die Sprache. Da sie Namen undHerkunft vor Angst nicht sagen können, dringen die Wächter auf sie ein,werfen den Pamphilus in den Kot und prügeln ihn durch. Der faule Birriamacht sich schleunigst aus dem Staube und Pamphilus erlangt nachweiteren Verhandlungen seine Freiheit, Gliscerium aber muß ihre Chlamyszurücklassen. Dann treffen sie wieder auf Birria und verlassen die verhaßteStadt; endlich nach drei Tagen kommen sie nach Lisieux, und als Glisceriumvon fern auf die Zinne der Kathedrale hinweist, meint Birria, daß er den

Vielleicht ist zu lesen Vs. 39 perdices emit, einen Fisch bezeichnen, wie als Beiwort zualosas, Mullos. Denn alosa dürfte hier eher perdices dienen.

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