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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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1005
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F. Weltliche und geistliche Lyrik 1005

gleich 1. 2. 6 und 3-5) schwebt ganz in den Höhen der religiösen Mystikund gehört zu den dichterisch bedeutendsten Sequenzen. Das vierte (neungleiche Doppelstrophen aus je zwei Sieben- und einem Viersilber) setzt denOpfertod Christi in Bezug zu seiner Auferstehung, während das fünfte, einGedicht von nicht geringem Reize, die Auferstehung Christi mit der Auf-erstehung der Natur im Frühling vergleicht (acht Doppelstrophen in vierFormen) und das sechste alttestamentliche Ereignisse und Persönlichkeitenin Beziehung zu Christus bringt (zehn Doppelstrophen in fünf Formen.Anal. 54, 218. 220. 222. 223. 224. 227. Misset p. 183188). Das GedichtN. 14 besingt den Aufstieg Christi zum Himmel, seine dortige Stellung undsein Vermächtnis an seine Jünger (acht Doppelstrophen von gleichem Bau,Anal. 54, 231. Misset p. 190).

Im ersten der drei nächsten Stücke In pentecoste wird Pfingsten als derGeburtstag der Kirche besungen und der hl. Geist 1 gepriesen (zehn Doppel-strophen in vier Formen; Anal. 54, 239. Misset p. 191), das zweite ist einLobgesang auf den hl. Geist 2 (dreizehn gleichgebaute Doppelstrophen, dochmit Binnenreim in der ersten Strophe von 3. 7. 10. 12; Anal. 54, 241. Mis-set p. 192) und im dritten wird dem Wirken des hl. Geistes die Gesetz-gebung Mosis gegenübergestellt, also der Liebe die Furcht; Pfingsten aberhat, sagt der Dichter, den Jüngern Gewalt über die Natur und über die Men-schen gegeben (neun Doppelstrophen in fünf Formen, Acht-, Sieben- undViersilber; die zwei Teile der Doppelstrophe nicht immer gleich; Anal. 54,243. Misset p. 194). In De sanctissima Trinitate wird die athanasianischeOrthodoxie über die Trinität ziemlich eingehend ausgeführt, freilich dabeioffen bekannt, daß mit menschlicher Vernunft dies Geheimnis nicht begrif-fen werde; hier tritt der Dichter, was ganz selten der Fall ist, sogar persön-lich hervor 3 (neun Doppelstrophen von gleichem Bau; Anal. 54, 249. Mis-set p. 195).

Die nächsten sechs Stücke beziehen sich auf Feste und Verehrung derMaria. Das erste In purificatione besingt Marias und ihres Kindes Lob, ihreVorzüge übertreffen die aller andern Menschen 4 (zehn Doppelstrophen, da-von gleich 18 und 9. 10; in Str. 10 ist der Binnenreim durchgeführt, 9,1,5. 9, 2, 5. 10, 1, 5. 10, 2, 5 haben gleiche Reime). Im zweiten In assump-tione in neun gleichen Doppelstrophen versetzt sich der Dichter auf dasMeer und läßt sich dort von allen Gefahren umgeben, bei deren AufzählungVergil eine gewisse Rolle spielt. 5 Aus dieser Not kann nur die unbefleckteMaria erretten. Das dritte In assumptione in dreizehn Doppelstrophen indrei Formen, besingt das allgemeine und gewohnte Lob der Maria und ver-knüpft mit ihm allegorische Beziehungen auf sie. Das vierte, ebenfalls Inassumptione, mit fünfzehn gleichen Doppelstrophen, 6 besingt die unbefleckte

1 8,1, 1 Consolator alme als Uebersetzung 4 9, 1, 5 ist von der medicina saeculi die

von paracletus. Rede.

' 2, 2, 2 caelum moves Permanens immo- 5 Mit 2, 1. 2 und 3, 1 vgl. Aen. 1, 8191;

tili*, vgl. Boeth. cons. phil. 3, 9 Vs. 3; 12,1, besonders 2, 2, 3 Mortem paene desperalis

1 Par maiestas personarum, vgl. Sedul. P. Haec intentant omnia aus Aen. 1, 91.

" 1> 35. 6 4, 1, 1 Res mutando die natura. Die ubi

8, 2, 1 Quid sit gigni vel processus, Me sunt lua jura, Virgo park filium aus Sedul.

nescire sum professus. Die Sequenz ist sehr P. C. 1, 220.verbreitet gewesen.