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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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968
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968 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

neben auch Stücke von brennender Sinnlichkeit und zynischer Lust. Auchhier folge ein kurzer Überblick.

Lob des Frühlings B 57. 81. 135f. 138. 138a. 143f., C 40. Lob des Sommers B80Frühling und LiebeB 68. 73 f. 85.137.137 a. 139.140 a. 141 a. 142.148.150 f. 151 a. 156 159'A12.16. Trauer über den Winter B 3*. 141a. 018. Freude an der Natur B 144a. 145 ( m jtStimmen der Vögel) und Verbindung der Natur mit der Liebe B 62. 65 (dazu 66 in 66Erklärung). 69. Die Sehnsucht nach der Geliebten B 61. 78.103f. 108.114116 136a153. 179. 180. A 7. Die Wahl des Mädchens als Geliebte A 28. Wahl zwischen zwei Ge-liebten S 3, B 71. Preisgabe der Studien und Vorzug der Liebe B 75.162. Wie der Schülerder Pallas zum Schüler der Venus wurde B 59. Preis der reinen Liebe B 88. 88a. Auf-forderung zur Liebe B 96. Liebesglück B 83.147 a. Eroberung der Geliebten B 141 158O 32. Erhörung durch die Geliebte und Liebesgenuß O 17. 23, B 70, 72. 77. 84.116. DieSchönheiten des Weibes B 67. Preis der Geliebten B 2*, O 21 (deutsch: 117.117b). Auf-enthalt bei dem Mädchen (an Tannhäuser erinnernd) B76. Abwehr durch das MädchenB 79. Unglückliche Liebe B 60. 109. 166, All. 12. Klagen über die Geliebte B 120.140.Abschied von der Heimat B 168f. Kühner Wunsch B 145a. Liebesglut A 5. Bitte umTreue A 9. Klage des Mädchens über die Folgen der Liebe B 126. Klage des Mannes,daß er Vater geworden ist O 20, daß seine Geliebte habsüchtig ist O 22. Bilder aus demHirtenleben B 89f., aus dem Leben überhaupt B 130.157. Die Liebe ist erlaubt Bl21a.Liebesstreite B 59. 82. 133 f. 1 Auch Herkules wurde von der Liebe besiegt B 63 (seinezwölf Taten B 65). Unbeständigkeit der Liebe V12. Das Mädchen äußert sich überdie Liebe B 143a. 147.149. Päderastie B 95, A13, C 48.

An letzter Stelle sind die Gedichte über Wein und Spiel zu erwähnen. Solche Trink-lieder sind zwar nicht sehr zahlreich, aber zuweilen recht kräftig. So von der Gewalt desWeins B 200. 201. Wie oft man in der Schenke trinkt und wer trinkt B 196. Es wirdstark getrunken B 202. Lob der Moselweine B 204. Dann der Streit zwischen Wein undWasser B 193, M 21. Streit zwischen Wein und Bier H 9 (zwischen Herz und Auge M 22,zwischen Priester und Philosoph M 48, zwischen Körper und Geist M 23). Vgl. P. Leh-mann, Die Parodie im MA. 199 ff.

Die Zeit, in der diese Gedichte entstanden die von G gehören nochins 10. bis 11. Jahrhundert, während die Stücke der andern Samm-lungen in das 12. und 13. Jahrhundert fallen, brachte es mit sich,daß nicht nur in die Sammlungen Gedichte in der Volkssprache aufgenom-men wurden, sondern daß sich auch das Latein zuweilen mit Germanischoder Romanisch mischt. So finden sich in den Carmina Burana sehr vieldeutsche Gedichte, sie sind zuweilen geradezu Übersetzungen oder Erklä-rungen für einen lateinischen Text. Und offenbart sich hierin schon eine ge-wisse Mannigfaltigkeit, so wird diese noch viel größer, wenn man einen Blickauf die Formen der Gedichte wirft. Wohl begegnen wir noch recht einfachgestalteten Rhythmen, 2 nämlich dem alten Hymnenmaß und dem in Sieben-und Sechssilber zerlegten Dreizehnsilber. Doch damit begnügt man sichnicht mehr. Die Strophe erhält zwei oder auch drei Reime meist in künst-licher Verschlingung, oder das Gedicht wird in der kunstvollen Sequenzen-form gebaut. So gelangt man zu Strophen von acht bis elf oder zwölf Zeilen,die auch zuweilen den Tiradenreim aufweisen und denen auch manchmalein Refrain von mehreren Versen angehängt wird. Anfänglich nahm manes mit der Reinheit des Reimes nicht sehr genau und begnügte sich häufigmit bloßer Assonanz der Vokale, bis schließlich der reine Reim zum Er-fordernis der Lyrik wurde. In einem gewissen Zusammenhang hiermit steht,

1 H.Brinkmann, ZfdA. 62, 27 ff. will N. 400. Zum Text der Metamorphosis vgl.erweisen, daß dies Gedicht De Phyllide et Gaselee, An anthology of mediev. Latin.Flora in der Metamorphosis Goliae benutzt 2 Ueber die Rhythmen hat höchst ein-ist; das Gegenteil erweist K.Strecker, gehend gehandelt W. Meyer, Münch. SB.ZfdA. 63, 111 ff., vgl. Neues Archiv 47, 383 1882 S. 41192.