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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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924 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

praesule non minor urbi Nupsit honor ... 17 Quo tandem regimen cathedrae Remensis adepto. . . Ascribique tibi nostram patiare camenam und 10, 459 At tu, cuius opem pleno mihicopia cornu Fudit. . . Suscipe Galteri studiosum, magne laborem Praesul. . . (466) Vivemuspariter, vivet cum vate superstes Gloria Guilhelmi, nullum moritura per aevum. Zu Alan Anticl1,165 (ed. Wright, The anglo-latin satirical poets 2, 279) Priami fortunas intonat illicMe-vius in caelos audens os ponere mutum: Gesta ducis Macedum tenebrosi carminis umbraPingere cum tentat, in primo limine fessus Haeret et ignarum queritur torpescere musamZu Guilelmus Brito vgl. Philippis (ed. C. Barth, Zwickau 1658) Prol. 9 Gesta ducis Ma-cedum celebri describere versu Si licuit, Galiere, tibi und 7, 837 Compleat ut totum denariusordo volumen, Ut qui Galtero te nosti voce minorem, Saltem librorum numerus te comparetUli. 1 Hugo vom Trimberg vgl. bei Huemer, Wiener SB. 116,168 und 169 f. Aber auchandere Autoren haben Walters Gedicht reichlich benutzt, so Albert von Stade in seinemzentoartigen Troilus, vgl. die Noten in der Ausgabe von Merzdorf, und ChristensenS. 166 ff., Heinrich von Settimello in seiner Elegie, vgl. Christensen S. 172 ff., Odo vonMagdeburg im Gedicht De Ernestoduce, vgl. Christensen S. 174182, und ganz besonders

Nikolaus von Braja in dem Carmen de gestis Ludovici VIII. , vgl. Christensen S. 182__

194. Interessant ist der Nachweis von Christensen (S. 129135, vgl. 216221), daßin dem sogenannten Babiloth, einer deutschen Bearbeitung der Historia de preliis, sicheine weitgehende Benutzung der Alexandreis findet. Ulrich von Eschenbach hat seinedeutsche Alexandreis fast ganz auf Walters Werk aufgebaut, vgl. W. Toischer, WienerSB. 97, 320365. Von Wichtigkeit sind natürlich die vielfachen Kommentare zu demGedicht, die sich in den Hss. finden, so im Paris. 18522 f. 86 ff. und Paris, nouv. acq. 594(Heliogravures de l'Ecole des chartes 1896 n. 397 par P. Meyer). Merkwürdig ist, daßAlex. 2, 529 bei Wilhelmus Brito in den Gesta reg. Philippi (MG. SS. 26, 317) und danachin Albrici Chron. Trium fontium (MG. SS. 23, 902) und in Rigordi Gesta Phil. Augusti(Du Chesne, Hist. Franc. SS. 5, 65) nicht mit dem Autornamen Walterus, sondern mitJuvenalis eingeführt wird.

Es ist Christensens besonderes Verdienst, 2 das große Epos nach innenund außen so gründlich untersucht zu haben, daß man einen wirklichenEinblick in die Dichtung gewinnt. Sie ist nicht eine der gewöhnlichen Um-bildungen von Prosa in Verse, sondern ein Kunstwerk, bei dem es demDichter darauf ankam, eine Lebensdarstellung des Helden in dichterischemGewände zu geben. Denn bei ihm steht Alexander als Mensch, König undFeldherr durchaus im Vordergrunde, und er beginnt das Bild seines Heldenmit der Jugendzeit und endet es mit seinem Tode. Schon der Anfang istsehr bezeichnend, denn nicht die Sagen der alten Überlieferung überAlexanders Jugend werden von Walter umgedichtet, sondern er tritt voneiner höheren Warte auf: ein langes Gespräch in lebendiger Unterhaltunggibt auf der einen Seite den ungemessenen Ehrgeiz des Knaben Alexanderund andrerseits die weise Mäßigung seines Lehrers Aristoteles wieder, derdem fürstlichen Knaben ernsthafte Lehren für jetzt und später erteilt.Fortan wird Alexander als Held dargestellt und seine Bezwingung desDarius bildet den Hauptinhalt des Epos. Alles was damit nicht in unmittel-barem Zusammenhange steht, wird weggelassen; aber auch das bleibt derDichtung fern, was das Bild des Helden trüben könnte. Und gesteigert wirddie Bedeutung des Helden durch den Dichter insofern, als nicht nur dieserglaubt, daß Alexanders Siegeslaufbahn göttliche Fügung ist, sondern daßAlexander selbst davon überzeugt ist.

Den Hauptstoff lieferte Curtius, 3 den Walter erst im 10. Buche verläßt,wo es galt, den Tod des großen Königs als von der Natur (als Gottheit)

1 Sehr groß ist die Zahl der Anlehnungen tillon", Halle a. d. S. 1905.

Wilhelms an Walter, vgl. hierzu Christen- 3 Das Werk war im 12. Jahrhundert nach

sen S.168172. dem Ausweis der alten Bibliothekskataloge

2 Nämlich in der eingehenden Untersu- keineswegs häufig,chungDas Alexanderlied Walters von Chä-