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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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840 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

et est: Arat hoc, serit istud, colligit illud, vgl. Hist. litt. 8,116. Die Grabschriften und Epi-gramme bei Omont p. 219—235, vorher p. 217 die Titel der poetischen Briefe mit denAnfangsversen.

Vita Blandini. Der Name heißt stets, mit Ausnahme von Vs. 57, Bladinus. Aufent-halt in Brie Vs. 14 (Anal. Bolland. 7,151) Fulcoius spatians paradisum per BriegensemDum fontes, saltus, dum Thessala Tempe reviso . . . Occurrit locus hie positus. Mucram superamnem, Insula parva situ, musis gratissima sedes . . . Cui nomen Cellae, Cellam dixerecoloni. . . saturare nepotes Inde satur duxi. Zu Dudo 34 Exstitit illustris . . . Abbas Dudobonus ... 54 Historiam faetam vult versibus inde peraetam . . . Laudes ergo pio Blandinosuggere, Clio. Unkenntnis der Herkunft 75 Quis pater aut mater, soror aut quae, quis quoquefrater Aut avus aut atavus, bonus aut sit, nescio, pravus ... 95 parentes Nescio carnales, pro-nuntio spirituales. Baimericusque pater fuit et Syon inclita mater, Verum per mundamsacri baptismatis undam. Zur Stellung als Hirt 101 Cur, precor, est ulcus, quod fit sub patre 1subuleus? Beschuldigung 120 Carpunt custodem servi domino sub eodem . . . Dicentes illumnumerum minuisse suillum. Das Wunder mit dem Weine Vs. 190ff., mit dem Balken236 ff., das Quellwunder 254 ff., der Tod 368 ff. Daß Fulcoius eine geschriebene Unter-lage für seine Dichtung benutzte, ist selbstverständlich und geht auch aus einigen Stellendes Werkes deutlich hervor. Nämlich es heißt Vs. 77 Qua de stirpe cadit, nee cuiquamlectio tradit und 90 Quae sunt in promptu, quae tradit pagina verax, Partim dicamus, partimsuper his sileamus; ferner 141 quod nostra Thalia Quae legit, didicit, veraci carmine dicitund 144 Historiam retro videat, quam subdere metro Non est eulpandum; endlich 54 Histo-riam faetam vult versibus ille peraetam.

Ueberlieferung. Die sämtlichen poetischen Werke stehen im Bellovac. 6121 s. XII,und zwar der Teil Uterque f. 2—76; dieser findet sich auch nicht ganz vollständig im Paris16701 f. 5—88 und im Paris. 5305 s. XII/XIII f. 67—110, hier mit der Aufschrift Trac-tatus cuiusdam philosophi metrice conditus et poelico more de quibusdam divine gratie doniserga hominem und mit der Unterschrift Sequi debuit traetatus metricus de Septem liberalibusartibus; sed exemplar abfuit, aut auetor non egit, 2 qui multa promiserat se dicturum ut supraposito prohemio continetur; der Teil Neuter steht f. 82—130, 3 vgl. hierzu Omont p. 216,und der Teil Uter f. 131—172, vgl. Omont p. 218f. Ausgabe der Epitaphien und Epi-gramme von H. Omont, Melanges Havet p. 219—235. Die Vita Blandini steht außerdemim Meldensis civ. 88 (mit französischer Uebersetzung, vgl. Anal. Boll. 7,146f.). Sie istherausgegeben von A. Poncelet, Analecta Bollandiana 7,151—163.

8. RAGINALD VON GANTERBURY

Raginald ist anscheinend zwischen 1030 und 1050 in Faye-la-Vineusein Poitou geboren, denn er spricht um 1104 von sich ,senwi' und erwähntum 1106 seine Jessa membra 1 -. Als Knabe wurde er in der Heimatstadtunterrichtet, später in Noyers bei Tours, wo er vielleicht ins Kloster trat.Dort hat er seine weitere Bildung empfangen, die sich besonders auf leichteHandhabung der damals üblichen poetischen Formen erstreckt zu habenscheint; man sieht ihn später im Verkehr mit dem gefeierten Dichter Hilde-bert und dieser ist sogar stolz darauf, daß Raginald ihn formal in der Dich-tung zum Muster nahm. Raginald ist aber vor 1092 nach England gegangenund zu Ganterbury in das Kloster St. Austin's eingetreten, wo er vielleichtals Lehrer wirkte. Er behielt aber Faye und Noyers in gutem Andenken undhoffte später die Heimat wiederzusehen und so hat er nicht nur Faye, 4sondern auch seinen ehemaligen Landesherrn Aimeric in Gedichten ver-herrlicht und ist auf seine französische Heimat auch wegen ihres Weines —im Gegensatz zum englischen Biere — stolz. Zu dichten begann er erst in

1 So ist statt pater zu schreiben. In Vs. 188 Paris 13789, vgl. H. Suchier, Zeitschriftbedeutet nisus den Sperber und würde bes- f. roman. Philologie 18,192f., wo ein kleinesser als Eigenname behandelt. Stück daraus abgedruckt wird.

2 Wahrscheinlich ist dies der Fall, da der 4 Ein Beispiel seiner ungeschickten Ver-Bellovac. 6121 von diesem Gedicht nichts gleiche Ad Fagiam 5 (Wrightp. 263).Fagia,weiß. celsior es Blesis, Praeneste, Mycenis, Non

3 Das Gedicht auf den hl. Faro auch im etiam minor es Treveris, Megalo nee Athenis.