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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
Entstehung
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829
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C. Kirchliche und religiöse Dichtung 829

Jahre sein Leben fristet. Längst war jener Schiffer gestorben und Theospitisdadurch freigeworden. Da fällt der Feind ins römische Reich und der Fürst be-sinnt sich auf die Tapferkeit des Placidas und schickt Boten aus, ihn zu suchen:an einer Stirnnarbe erkennt man ihn, man führt ihn im Triumph in die Heimatzurück, wo er hoch geehrt und vom Fürsten reich beschenkt und mit demOberbefehl betraut wird. Unter den Kriegern aber, die sich für den Feld-zug melden, befinden sich seine beiden Söhne. Er besiegt den Feind und ge-langt auf dem Rückzuge an den Ort, wo seine Frau noch lebt. Diese hörtihre beiden Söhne miteinander reden, die sich gegenseitig an ihren Schick-salen erkennen und auch von der Mutter erkannt werden. Theospitis be-gibt sich deshalb zum Feldherrn, den sie an seiner Stirnnarbe wieder-erkennt. Eustachius fragt nun nach den Kindern, die er tot glaubt, und dieMutter ruft sie aus der Nähe herbei und erzählt ihre Schicksale. Als glück-licher Sieger kehrt nun Eustachius zurück und Hadrian Trajan war schongestorben bereitet ihm einen höchst ehrenvollen Empfang. Am nächstenTage befiehlt ihm der Fürst, dem Apollo Weihrauch zu opfern, da dieser ihnso sichtlich beschützt habe. Da sich Eustachius als Christ weigert, das zutun, befiehlt der Fürst, ihn, seine Frau und die beiden Söhne Löwen vorzu-werfen. Das geschieht wohl, aber die Löwen rühren sie nicht an; und alsder Fürst sie in einen glühenden, ehernen Stier bringen läßt, bittet Eusta-chius um Christi Hilfe: sie wird ihnen gewährt, und auch das Feuer kannihnen nichts anhaben.

Ueberlieferung im Audomar. 115 s. XIII f. 28. Paris Arsenal 1136 f. 4o, Mus. Brit.Arundel 23 s.XIV, Oxon. Digby 86. Ausgabe von Fierville, Not. et extr. 31,1, 64.

Colores verborum et sententiarum. Auf den Flor, aspectus folgt im Au-domar. 115 ein rhetorisches Werk, das dem Marbods De ornamentis ver-borum sehr ähnlich ist. Es hat einen Teil des ursprünglichen Floridusaspectus gebildet, ist aber dann von Petrus abgetrennt worden, so daßes im Arsenal 1136 fehlt. In der eignen kleinen Vorrede sagt Petrus, daßder größere Teil seines Werkes vollbracht sei, und er wolle nun ans Endeeine Schrift über den Schmuck der Wörter stellen, wie die Augen des Argusim Schweif des Pfauen erglänzen. Bei Marbod besteht das Stück aus 30Artikeln mit Epilog, während sich bei Petrus 81 Stücke finden, und zwarN. 161 Colores verborum und 6281 Colores sententiarum. Jedes Stückbesteht aus einer längeren Prosaerklärung, die mit denen Marbods nahe Ver-wandtschaft zeigt, und aus zwei von Marbod völlig abweichenden Versen,nur N. 31 hat zehn und N. 46 sechs Verse. Eigene Bedeutung hat das Werk-chen nicht, es fußt ganz auf Ciceros Rhetorik.

Vorrede (Fierville, Not. et extr. 31,1,100) Maiore parte operis consummata stilo quopotui non quo debui Tulliani voluminis colores aureas in mei extremitate libelli quasi oculosArgi stellalos in cauda pavonis collocare disposui. . . ita et ego pre ceteris locis finem huiusoperis tarn verborum quam sententiarum coloravi venustate. Völkerpsychologisches N. 40Flandria deliciis, doctrinis Gallia floret.

Hs. Audomar. 115 s. XIII f. 53b. Ausgabe von Fierville, Not. et extr. 31,1,100 ff.

Vielleicht hat der Floridus aspectus aber noch ein grammatisches Werkenthalten. Wir wissen nämlich aus dem Doctrinale des Alexander de Villadei Vs. 16, 1 daß dieser seinen Abschnitt De preteritis et supinis

Hinc de preteritis Petrum sequar atque supinis.