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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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820 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

erzählt Philipp von seiner gefährlichen Reise zur See und schildert mit Be-nutzung Vergils 1 einen furchtbaren Sturm. Nachdem das Gespräch wiederauf Cumins gekommen ist, spricht Laurentius von seinem GeburtsortWaltham, beschreibt dessen Produkte und erzählt von seiner JugendIm vierten Buche setzt er den Bericht über seine Ausbildung fort, sprichtaber dann mit Petrus über den Tod, über Gott und dessen Verhältnis zumMenschen und scheint hier das Hypognosticon zu berühren. 2 Am Ende sagtPetrus dem Laurentius Dank für seine reiche Belehrung und mit längerenLobeserhebungen auf die Liebe zu Gott schließt das Gedicht, das in Lau-rentius den wirklichen Sprecher und in Petrus und Philipp eigentlich nurNebenpersonen besitzt. Der Stil des Gedichts ist klar und sein Ausdruckist verständlich; seine Verskunst steht auf hoher Stufe und der Reim wirdfast vermieden.

Ueberlieferung in einem Eboracensis s. XIII in., vgl. Raine p. XXXVI und adn.Ausgabe (von J.Raine) Dialogi Laurentii Dunelmensis (Surtees society publicationsvol. LXX, 161).

4. KLEINE DICHTUNGEN ÜBER BIBLISCHE STOFFE

a)Liber de virgula et flore. Von diesem Gedicht weiß man etwasdurch Hugo von Trimberg, der den Autor nicht kennt, aber sagt, daß dasGedicht die Menschwerdung Christi nach ihren Bezeugungen durch dasAlte Testament behandle. Der Titel lehnt sich an die virga Jesse an und diezwei mitgeteilten Verse ergeben, daß unter der virgula die Maria und unterdem flos Christus zu verstehen ist. Wahrscheinlich war das Gedicht allegori-schen Inhalts und die Form der Versus caudati läßt wohl auf das ^.Jahr-hundert schließen.

Hugo im Registr. mult. auct. 570 (ed. Huemer, Wiener SB. 116,176) Hos liber qui-dam sequitur de virgula et flore, Qui lectori nuntiat claro cum lepore Salvatoris omnium in-carnationem Per testamenti veteris attestationem: Virgula flos duo sunt, parit hec et nascituriste, Sic de matre tua tua fit processio, Christe.

b)Liber genealogus. Völlig in das allegorische und mystische Ge-biet schien der Genealogus zu fallen, der gleichfalls von Hugo erwähntwird. Es handelte sich hier um ein Gedicht in leoninischen Hexametern,das nach Art der Genesis eine allegorisch gehaltene Abstammung derMaria bot und in bildlicher Rede die Ungelehrten hierin unterweisen sollte.Auch dies Gedicht fand Hugo anonym überliefert.

Hugo Reg. mult. auct. 554 p. 175 Liber Genealogus hie annumeretur, Quamvis is ana-graphus esse comprobetur. Nam beate virginis genealogiam Disserit probabilem per allegonam,Et quod ad typum genesis dal lectori viam Cor ignavum instruens per tropologiam: Morbi-dulos noster dignatus visere soter Rede vivendi formam dedit et sapiendi.

5. PETRUS RIGAPetrus mit dem Beinamen Riga (Pierre Raye oder Reige) von einfacherHerkunft aus Reims gebürtig, studierte 1165 in Paris und lebte später

1 Auch sonst oft benutzt, wie 2, 258 Aen. 6, Pont. 4, 3, 35. Von seltenen Worten sind

288; 405 Aen. 313; 423 Aen. 2, 774; 455 zu erwähnen 1,71 philomenare und 2, 71

Aen. 8, 412; Horaz wird benutzt 2,511 curraces discopulat.

Ep. 1, 4,16; Terenz 3, 207 And. 941, wie 2 4, 489 p.60 Noster et ille liber veteri quem

auch 1,187 die Namen Thraso und Gnatho versibus olim De testamento carpsimus at-

dartun; Ovid 3, 506 Amat. 3, 62. 513 que novo.