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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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804
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804 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

ericius = erinaceus = cyrogrillus 1 gleichgestellt. 813 D wird sogar das deutscheWort für ibex genannt ,Dicitur etiam quoddam animal cornutum quod vulgodictum est steinpock 1, . 2 Diese Dinge hängen mit Alans naturgeschichtlichenStudien zusammen, die in einer noch ungedruckten Schrift QuaestionesAlani de naturis quorundam animalium niedergelegt sind; dies Werk istein Fragebuch und beginnt ,Quaestio. Quare nitimuf in vetitum 1 . Die Fragenbeziehen sich auf die Natur gewisser Tiere einschließlich des Menschen.

Zeugnisse. Die Widmung (Migne 210, 685) Hermengaldo dei gratia s.Aegidii abbatiAlanus dictus magister. Zum Griechischen vgl. 721A Bioihanatus vel biothematus, simplexnomen quod est expositivum ex bis et ota, otae, quod est auris, quia habet divisas otas i. e. aureset in simplici quod intrat per unam et exit per aliam, unde et idiota dicitur, qui habet divisasaures ab iduor, 3 iduaris{\) quod est divido, dividis et ota, otae quod est auris (vgl. hierzu auch814 D815 A); oder IMAcataclysmus dicitur diluvium a cata quod fluxus (so auch col. 366A).Zur Verbindung von Kirche und Altertum vgl. 781B Christus deus est et homo et Socratesest iustus et bonus. Zum Physiologus 718 B Basiliscus . . . unde in Physiologo, quod aves su-pervolantes suo flatu interficit. De naturis quorundam animalium steht im Paris. 18081s. XIII, vgl. hierzu Haureau, Mem. de PInst. de France. Acad. des Inscr. etc. 32,1, 26f.;der Titel stammt aus Heinrich von Brüssel De Script, eccl. 21.

Ueberlieferung. Das Werk wird in fünf alten Bibliothekskatalogen genannt, nämlichin St. Pons de Tomieres, Klosterneuburg, Heiligenkreuz, Monte Cassino 4 und Altzelle. Ausder heutigen Ueberlieferung notiere ichParis. 5513, Paris. S. Vict. PP 12. Ausgabe Deventer1477, bei Migne 210, 6851012.

h) Die andern Werke Alans tragen einen zu ausgeprägt theologischen Cha-rakter, als daß sie hier des weiteren vorgeführt werden könnten. Abgesehenvon den oben S. 796 ff. behandelten größeren Dichtungen haben sich einigerhythmische Gedichte erhalten. Das eine, Omnis mundi creatura beginnend,hat es mit der Hinfälligkeit des Lebens zu tun, das mit einer Rose ver-glichen wird. Es besteht aus neun sechszeiligen Strophen mit dem Reim aabcchund schließt mit der Ermahnung an den Menschen, seines endgültigen Schick-sals eingedenk zu sein. Das zweite Gedicht besteht aus sieben Vaganten-strophen, deren jede am Schlüsse einen dreizeiligen Refrain 5 besitzt. Jededer Strophen ist einer der freien Künste gewidmet, denn der Dichter hat dieAbsicht, die wunderbare Geburt Christi als ein mit diesen Künsten dialek-tisch kaum vereinbares Ereignis hinzustellen. Daß ihm wahrscheinlich nochsieben Hymnen gehören, die Bernhard Ithier in eine Handschrift von St.Martial zu Limoges aufnahm, ist von Haureau dargelegt worden.

Der Rhythmus Omnis mundi steht im Paris. 13468 f. 36, im Turon. 893 und im Duac.392;der Rhythmus Exceptivam im Paris, nouv. acq. 1544 f. 74 b. Ausgabe beider Gedichte beiMigne 210, 579. 577; Verbesserungen zum zweiten bei Haureau a.a.O. p.24. Die Anfängeder sieben weiteren Hymnen aus Paris. 3237 f.112.113 sind von Haureau a.a.O. p.25mitgeteilt worden.

Gesamtausgaben Opera ed. Car. de Visch, Antverp. 1654. Migne 210. Zu Alansphilosophischen Gedanken vgl. M. Baumgartner, Die Philosophie des Alanus ab Insulis,Münsterl896, und A. Dupuis, Alain de Lille, Lille 1859. Ueber das Verhältnis Dantes zuAlan vgl. E. Bossard, Alanide Insulis Anticlaudianus cum divina Dantis Alighieri Comoe-dia collatus, Andegavi 1885. Vgl. H. Morley, English writers 3, 51f. Haskins, The re-naissance of the Xllth Century S. 165. F. J. E. Raby, A history of the Christian-latinpoetry p. 297303.

1 Ist gleich choerogryllus. 3 Vgl. oben zu Macrobius.

2 Mittellateinisch ist das Wort guiffa = 4 Unter den Libri vocabulorum: Libersubhastatio: item guiffa est Signum alienae Alani in cartis de papiro. Incipit Am. Am-rei impositum gratia adipiscendae possessio- male dl. (also wohl von Migne col. 701Dnis. Das Grundwort ist langob. wiffa = anfangend).

Grenzzeichen; ital. biffa = Absteckstange, 6 Die dritte Zeile Verbum caro factum estvgl. W. Meyer-Lübke, Roman, etymol. ist von den Herausgebern unterdrücktWörterbuch S. 729 N. 9535. worden.