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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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803
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B.Didaktik 803

tileos 1 i. e. verbum perfectum ait: Deus summus secundum jecit deum etc. Zu De XII abusivissaeculi Vgl. 2, 23 col. 398D Cyprianus in nono genere abusionis (rex iniquus).

Ueberlieferung. Erwähntwird das Werk in alten Katalogen zu St. Andre deVilleneuveund in der Sorbonne. Hss. Bern. 335 s. XII f.63109. Paris. 3374. 3655. 7635. 16525.Trec. 959. Ausgabe bei Migne 210, 307; Verbesserungen hierzu von Baeumker, Philos.Jahrb. d. Görresgesellschaft 6, 418f.

f) Distinctiones. Dies Werk, das auch den Titel Quot modis de diversisvocabulorum significationibus führt, ist ein alphabetisch geordnetes bibli-sches Lexikon, das für die außerordentliche Bibelkenntnis Alans deutlichspricht. Wenn nun auch die einzelnen Ausdrücke oft genug dem. Wortsinnenach vorgeführt werden, so wird doch dem Leser bald klar, daß Alan dieseit den Vätern übliche allegorische Bedeutung einführen will; vielfach gehtauch beides Hand in Hand. Meist werden die Worte aus der hl. Schrift,oft aber aus den Vätern oder aus der antiken Literatur erklärt.

Nicht häufig benutzt werden hieraus Terenz, Horaz, Ovid, Juvenal. Avian 2 und CatosDistichen, vielfach dagegen Vergil, Statius, Lucan und auch Theodul ; 3 daneben erscheinenauch Prudentius (798G. 960B) und Sedulius (719C. 732B. 834C. 962D.). Von antiker Prosawerden benutzt Cicero (968 A), Plinius, 4 Seneca er wird an der zweiten Stelle venerabilisgenannt 918C. 931D, Solin 947C, 5 Vegetius 757D (Vegetius de re militari = 1, 9 mitVeränderung), Donat 776C. 925D, Martianus Capeila 766D. 959A, Macrobius 721A, 6 derschon oben erwähnte Dialog Asklepius 700B. 817B (die Anführung selbst fehlt), Priscian962 C. 1009 A. Am meisten aber wird ßoethius benutzt, dessen Gedichte und Prosaaussprücheaus der Consolatio sehr oft erscheinen, 7 dessen christliche Schriften aber auch benutzt wer-den, desgleichen die Arithmetik (781D. 872C. 899AB. 922B. 945A. 987B877C. 961D).Von den Vätern erscheinen neben den üblichen auch Origenes und Johannes Chrysostomussowie Hilarius (z. B. 755A. 922C), von den späteren Cassiodor (954C), Beda (961A) undIsidor (792D für flamen benutzt; das Wort wird durch archiflamen und protoflanien 8 er-weitert). Die Etymologie von Biothanatus vel biothematus ist derartig tief gehalten, daßman wieder auf die Abwesenheit aller griechischen Kenntnisse schließen möchte.Von Uebersetzungen später griechischer Werke ist ihm so manches bekannt, wie PhilosSalomon (734A), Porphyrius (782C. 863C), des Pseudo-Dionysius Caelestis hierarchiajedenfalls in der Bearbeitung des Johannes Scottus (796D. 964C. 983A). Aber auch die äl-tere griechische Philosophie steht ihm in Uebersetzungen zu Gebote, wie er Plato mehrfachanführt (871C. 944C. 970B. 996 C) und auch Aristoteles verwendet, so 785B (die Ethik)und 996 B. Von eigentlich mittelalterlichen Werken zitiert Alan nur die Historia scholastica(773A. 944 A. 978D) und des Honorius Lucidarius 776C. Von Wichtigkeit dagegen ist, daßJohannes Scottus zweimal angeführt wird 780A und 971C. Außerdem werden Stellen auseinigen hagiographischen Schriften verwendet, nämlich der Legenda de s. Andrea 721B,derPassio s. Clementis 1011C, der Passio ss. Gervasii etProtasii 721A, der Vitas. Martini757 A. 843 B, der Passio ss. Nerei et Achillis 753 B, der Vita s. Nicolai 930 C, der Passio s. Se-bastiani 780D, der Passio b. Thomae 1012C und der Passio s.Vincentii 975A.

g) Wie eng sich bei Alan Profanes und Kirchliches verbinden, sieht man auseiner dialektischen Stelle 781 B, wo Christus und Sokrates friedlich neben-einander auftreten. Zu erwähnen wäre hier noch, daß col. 754 B legitur inSir hasirim die hebräische Bezeichnung des Hohenliedes eingestellt ist,was bei Alan sonst kaum wieder auftritt. Endlich wird an einigen Stellenauf die Natur hingewiesen. So col. 718 G auf den Physiologus, col. 966 Aauf den Taxus als Baum und als Tier (auch melos oder melota genannt);848B wird unter Mandragora Botanisch-Medizinisches gegeben, 780 D wird

1 Vgl. Teuffei, Gesch. d.röm.Literatur 8 5 Solin.97, 23f., dagegen ist die Stelle3,109 (§367,10). 975D über den Topas nicht aus Solin ge-

2 Migne 210, 859A Metiri se quemque de- nommen.

cet = Fab. 5, 1. 971A = Fab. 2, 1. 6 Iduor iduaris quod est divido dividis aus

3 Col. 776C. 825B. 971A. 973C. 978A. Macr. Sat. 1,15,17.

995 A. 7 Ich zählte 17 Stellen.

4 722C Dicitur locusta atelebus, vgl. Plin. 8 Das erste Wort ist bei Ducange mit29 i 92. zwei Stellen, das letzte nicht belegt.

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