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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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B.Didaktik 791

lunule). Von weitergehendem Interesse sind auch die an Bar. 3, 18 geknüpf-ten Fragen nach den Schätzen Oktavians, den Bädern Vergils und demGrabe des Aristoteles, da sie einen Blick in die Sagenwelt tun lassen, diedas Mittelalter um große Persönlichkeiten aus dem Altertum gewoben hatte.Während Alexander nun ziemlich reichhaltige Erklärungen zum AltenTestament gibt und dabei eine Menge Verse aus alten und neuen Dichternsowie nicht wenig französische Worte anbringt, ist das Gegenteil beimNeuen Testament der Fall, wo die sprachliche Erklärung fast ganz ver-sandet und nur mehr theologisch-exegetische Interpretation stattfindet.Das ganze Werk ist jedenfalls kein unverächtliches Zeugnis für die Studiendes ausgehenden 12. Jahrhunderts, da es Ansätze zu selbständiger Kritikder Überlieferung enthält.

Zeugnisse. Die verschiedenen Benennungen des Werkes finden sich in den altenKatalogen von Canterbury (Dom und St. Augustin) und von Durham; erwähnt wirdes überhaupt am frühesten in Evesham 1220 und Peterborough 1226. l Die Erklärungin der Hs. von Evreux bei P. Meyer p. 651 f. Zu den benutzten Autoren: A. Prosa.Plato p. 658. Aristoteles p. 660 (Top. 6, 5, 2) und 677 (Soph. elenchi). Cicero p. 659(Rhet. ad Herenn. 3, 22). Plinius p. 669 (Nat. hist. 12, 35). Justinian p. 669 (Dig. 47,14). Augustin p. 660 (De ord. 2, 13). Remigius p. 662 (In artem Donati mai.). Papiasp. 661 (s. v. barbarismus); p. 663 (s. v. allotheta); p. 664 (s. v. littera. 2 elementum). Ter-ricus (Theoderich von Chartres), die Stelle heißt p. 677 In geometria dicuntur lunulequedam portiuncule circuli et in hac significatione utitur Aristoteles vocabulo in libroElenchorum, ubi de quadratura circuli loquitur; ubi Terricus deceptus legit ,plunulas',antequam über iste venisset in nianus magistri Ade Parvipontis. B. Poesie. Natürlichwerden die Schuldichter öfter angeführt, neben ihnen Martial p. 667 (8, 74). 668, Clau-dian p. 666 (in Eutr. 2, 60), Luxorius p. 665, 3 Arator p. 668 (Ep. ad Vigilium 26).Das Hildebertgedicht p. 667 wird angeführt unde Golias ingerens se mense HildebertiCenomanensis ait: ,Non invitatus vocatus'. Repondit Cenomanensis: ,Non ego pe-tita 1 , außerdem zwei in den Ausgaben verdächtigte Verse p. 669 unde Hildebertus ,Aracrucis byssus habet' ; aus dem Zitat geht jedenfalls hervor, daß sie alt sind. Von HugoPrimas führt Alexander einen Vers an, der in den bekannten Primasgedichten nichtsteht, p. 667 unde Hugo Primas ,Hugo dat Hugoni nebulo nebulas nebuloni 1 . 4 Aus Eber-hards Grecismus wird zitiert p. 668 10,148; p. 670 10, 213. 40. 17, 61; p. 671 10, 50in Verbindung mit einem auch in Osberns Panormia p. 327 vorkommenden Vers. Sonstfinden sich noch einige versprengte Reste der Poesie des 12. Jahrhunderts p. 667 undp. 675.

Ueberlieferung. Erhalten haben sich viele Hss., nämlich Bern. 45B s. XIV. Can-tabr. Corp. Chri. Coli. 460 s. XV, Univ. Kk. 5. 10 s. XIV. Dubl. Trin. Coli. C. 2. 5s. XIV. Evreux 72 s. XIII. Mus. Brit. Reg. 2. D.VIII s. XIII, Reg. 5. C. V s.XIII/XIV, 15. B. 4 s.XIV. Harlei. 6 s. XIII. Oxon. Bodl. 550 und 760 s.XIII, Auct. F. 5.23 s.XIII, Laud misc.112 s. XIII, Hatton 44 s. XIII, Rawlinson C 67, Merton Coli.254s.XIV, St. John's Coli. 178. Paris Ste. Genevieve B. L. 17 (=1211) s. XIIIXIV.Trec. 1048 s.XIII. Taurin. D.V. 29 s. XIII. Auszüge gab P. Meyer, Not. et extr. 35,2,658681. Mit den Corrogationes gehört zusammen die Schrift Elucidarium bibio-thecae im Mus. Brit. Reg. 2. D. VIII s. XIII ex., 5. C. V s. XIV u. a.

Von den übrigen Werken Alexanders 5 ist noch keins gedruckt, und esherrscht darüber noch große Unsicherheit, da ihm in den alten Literatur-geschichten viele Schriften ohne jede Gewähr beigelegt werden. In dasexegetische Gebiet gehören die Werke Super Marcianum de nupciis Mercuriiet Philologie, wahrscheinlich stark nach Remigius gearbeitet, die Expositio

1 In Canterbury hatte man sieben, in Ob die Orthographia dasselbe Gedicht wieRamsey vier Exemplare, je eines in Peter- der Cornicius, aus dem Aimericus zitiert?borough, Evesham und Durham. 4 Richtiger vielleicht im Oxon. Bodl. Dig-

2 So allerdings auch schon bei Isid. Et. by 53 f. 15 als Primas Serloni n. n. n. an-11 3,3. geführt.

3 Lisorius in Orthographia sua metrica: 5 Vgl. zu Alexander F. J. E. Raby, AD subiens cunctas, m q tarnen esse recusat. hist. of Christian-latin poetry p.379385.