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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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789
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B. Didaktik 789

Meung, der übrigens Vs. 5 genannt wird. 1 Auch die Reihenfolge bei Macerwird vielfach innegehalten und oft eine ganz ähnliche, wenn auch verkürzteGebrauchsanweisung gegeben. Neu gegen Macer ist z. B. 7, 241 f., daß dieborrago den Bienen dienlich sei, wie Aristäus und Galen aussagten. Gegendas Ende meint Alexander, daß er von den Blumen nicht viel verstehe, daßaber Bernardus (Silvestris) ausführlich darüber gehandelt habe. 2 Im dritt-letzten Buche werden die Feldfrüchte behandelt, und zwar zuerst die Ge-treidearten, 3 dann die Gemüse, endlich die Baumfrüchte, wobei fast über-all der medizinische Gebrauch vermerkt wird. Zuletzt werden die Bäumeerwähnt, die auch eine ästhetische Würdigung erhalten, und Alexanderschließt mit der Behandlung der Frage, warum keine Blume grün sei, wäh-rend doch alle Kräuter von dieser Farbe seien. 4 Im neunten Buche erzählter eine Menge merkwürdiger Dinge von allerhand Tieren, besonders aus demPysiologus und zuweilen mit Nutzanwendung. 5 Eindringlich bewunderter bei der Ameise und Biene Vs. 213 ff. die göttliche Weisheit. Das Buchist aber besonders von einem gesunden Laienverstande eingegeben undes ist wegen vieler aus dem Leben gegriffener und volkstümlicher Dingekulturhistorisch ungemein interessant, zumal es am Schlüsse über denMenschen handelt. 6 Das zehnte und letzte Buch hat einen medizinischenEingang und beschäftigt sich mit dem Trivium und Quadrivium, mit demMenschen und seiner Schöpfung und mit dem Sündenfall. Schließlichrichtet Alexander eine Apostrophe an sein Buch, das sich an das St. Albans-kloster wenden möge, wo er seine Jugend zugebracht habe, deren Bildungs-gang er nun ausführlich darlegt.

Trotz vieler und bedeutender Abweichungen besitzt doch De sapientiadivina sehr viel innere Ähnlichkeit mit De naturis rerum: beide Werkegipfeln im Preise der göttlichen Weisheit und Allmacht. Zugleich aber er-kennt man aus beiden Werken einen nicht gewöhnlichen Ernst für wissen-schaftliche Bestrebungen, einen Ernst, der sich später in einem Geist wieAlbertus Magnus auf die umfassendste Weise zeigte.

Zeugnisse. Das große Gedicht hat Alexander im Alter geschrieben, vgl. 5, 337faciem iam ruga senilis Exarat. 7 Von seltenen oder im früheren Werk nicht angeführtenVögeln seien genannt butaurus (bootaurus), porphyrio, nyctimine, crotalus (2, 585 A cro-talo crepitans nomen crotalistria? cepit), aurifrisius (De nat. rer. 1, 58 p. 108; vgl. Du-cange 1, 500 f.). Andere Worte 1,128 scinderesis (?), 321 phiponis ... nomen, 9,53trifea. Die Beschreibung des Kunstwerks in Rom erinnert an Gregors Kapitel über dieImago Colosei und über die Salvacio civium. Zu Aristäus etc. vgl. 7, 241 Mellificisapibus placidum boraginis usum Novit Aristaeus, dat Galienus item.

Ueberlieferung. In alten Katalogen fehlt die namentliche Bezeichnung des Werkesganz und es existieren nur wenig Hss., nämlich Cantabr. Gonville et Caius Coli. 372s. XIII f. 66, Trinity Coli. R. 3. I saec. XV, Mus. Brit. Reg. 8 E. IX s. XV, Paris.11867 s. XIII f. 189b. Einzige Ausgabe von Th. Wright, Alexandri Neckam denaturis rerum etc. (London 1863) S. 357503.

1 5 p. 472 Macer lege metri diffusius ex- tione capi?

plicat ista, Atque Dioscorides liberiore stilo. 6 Vs. 364 wird die Frage behandelt, warum

2 Nämlich De mundi univ. 3, 315336 der Mann auch Brüste habe.

(p.24f.). ' Hierzu stimmt das von M.Esposito

3 Aber ohne den Roggen. (Engl. hist. Rev. 30,452 und n. 15) ermittelte

4 Die Etymologie von cinnamus Vs. 121 Jahrl211, dassich aus 5, 442458(p.450f.,stammt aus Isid. Et. 17, 8,10. ergibt.

So Vs. 167 Rhinoceros capitur amplexu 8 Vgl. Petron. 55 Vs. 6.virginis, at quis Consimili renuat prodi-