B.Didaktik 787
über den Hund und erwähnt Bernardus Silvestris de mundi univ. 3, 223 f.p.21, während Kap. 143 p. 227 f. aus Cassiodor Var. 10, 30 stammt. NachAufzählung der Haustiere geht der Verfasser zu den Gartenpflanzen überund spricht besonders über Nutzpflanzen. 1 In dem längsten Kapitel desWerkes 173 p, 283 ff. erfolgt eine ausführliche Auseinandersetzung über diefreien Künste, wo sich Alexander bei der Dialektik vielfach auf die Ana-lytica posteriora von Aristoteles beruft. Am Ende aber geht er auf die ver-schiedenen Arten der menschlichen Eitelkeit ein, was er als Einführung derdrei letzten Bücher, die eine breite Erklärung des Ecclesiastes enthalten,in Kap. 173 noch angibt. 2 Doch bevor er dazu übergeht, handelt er inKap. 174 über die Hauptorte, an denen die Artes blühten, und spricht überdie Zaubereien Vergils sowie über die Universitäten Salerno und Mont-pellier, über die Klassen der Gesellschaft, über Rittertum und höfischesLeben; dann erst kommt er zu den vanitates, und dieser Gegenstand gabwohl das Bindeglied für die Ecclesiasteserklärung ab, die — noch un-gedruckt — Buch 3—5 des Werkes begreift. Das Kapitel 189 De invidisgibt ihm übrigens Gelegenheit, Ovid Met. 2, 760—801. 832 (mit Anlehnungan h, vgl. ed. Magnus) sowie p. 341 Stat. Theb. 2, 12—19. 23ff. anzu-führen, und in Kap. 190 p. 346 erscheint noch ein Hexameterpaar vonHildebert.
Das ganze umfängliche Werk soll ein Handbuch der Wissenschaft sein,das selbstverständlich fest auf antiker Grundlage ruht, in das aber zeit-genössische Wahrnehmungen und Erzählungen und zwar auch historischerArt aufgenommen sind. Sehr häufig werden nach Sitte der Zeit die einzel-nen Berichte über Tiere und Pflanzen moralisiert. Wichtig ist übrigens,daß Alexander ganz im Eingange seiner Darstellung auf drei seiner Werkeaufmerksam macht, 3 von denen das mittlere ganz unbekannt zu sein scheint,während aus dem letzteren gedruckte Auszüge vorliegen.
Ueberlieferung. Sie weist in alten Katalogen nur nach Ganterbury (Dom), wos. XIII — XIV das Werk zweimal erwähnt wird, dazu in St. Augustin s. XV mit derErklärung zum Ecclesiastes. Hss. außer Paris. 11867 s. XIII allein in England: Can-tabr. Kk. 4. 5 s. XIV p. 293; Trinity Coli. 951 s. XIII f. 154, 952 s. XII f. 242; 1232s. XIII f. 169. Mus. Brit. Cotton Tib. A XII f. 46; (nur die Bücher 3—5 über den Eccle-siastes Harlei. 3737 s. XIII, Reg. 12 F XIV s. XIII, 12 G XI s. XIII). Oxon. Corp.Christi Coli. 45 s. XII f. 186, 245 s. XV f. 91, Bodlei. 487 ca. 1500 (Auszüge); Magdal.Coli. 139 s. XIII f. 137; St. John's Coli. 51 s. XIII f. 170. Ausgabe von Th. Wright,Alexandri Neckam De naturis rerum libri duo ... London 1863 p. 1—354. Vgl. P.Meyer ,Romania 26, 98 ff. Manche Erzählungen gingen in die Exempla über, vgl. P.Meyer,Not. et extr. 34, 1, 401 und besonders J. A. Herbert, Catal. of Romances etc. Bd. 3,12N. 71.122 N. 29. 130 N. 193 (aus de laud. div. sap. 6, 289 p. 470). 164 N. 116. 172 N.62.174 N. 97. 175 N. 109. 278 N. 1. Vgl. M. Esposito, Engl. hist. Review 30, 462 (1915).
e) Laus sapiencie divine. Für dieses Werk, das, im Jahre 1211 ver-faßt, in zehn Distinktionen einen ziemlich ähnlichen Inhalt wie De naturisrerum besitzt, dichtete Alexander gegen Ende seines Lebens noch eine poe-tische Einführung und, wie es scheint, je ein solches Vorwort für die übrigen
1 Kap. 166 p. 275 heißt es Effectus... autem 3 1, 2 p.16 legal opus nostrum quod in lau-
herbarum ... diligenter prosecuntur Macer et dem b. virginis scripsimus et opus morale
Dioscorides et multi alii. quod intitulavi Solatium fidelis animae . . .
P ; 307 Antequam igitur Ecclasiasten ag- quaerat opus nostrum ... quod nuncupavimus
grediar, Übet de nonnullis vanitatum specie- Corrogationes Promeihei.bus mentionem facere.50»