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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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771
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B.Didaktik 771

TIndiaue susceptum qui miscuit utile dulci (Hör. A. P. 343). Undique laudatum paginanstra refert. Quod sequor a longe cum ludis seria libans, Immo per ludos seria notificans.Proposui ludendo quidem garrire aliorum Mores, carpo alios, me quoque carpo si/nul.Rubi"o invidiae, species invisa cachinni, Omnis abest ut me rideo sie alios. Rideo mecumalios" ne nos male rideat aller; Ne quis nos possit laedere, rideo nos.

Ueberlieferung. Anführung der Epigramme bei Giraldus Cambrensis, Albertanusvon Brescia, Jeremia da Montagnone und im Veroneser Florileg zeigte P. Lehmannan in Pseudo-antike Literatur des MA. S. 16 und 97. Albertanus führt Liber consolat.et consilii ed. Thor Sundby (Havniae 1873) an 10 p. 26, 7 Epigr. 207, 36; 17 p. 44,21 Bp 53 (consilium, Postume, sperrte senum richtig gegen Wright); 21 p. 51, 10Ep. 229,13. 58. 25 p. 53,8 Ep. 154, 1 f.; 32 p. 71,12 Ep. 50; 46 p. 103, 10 Ep.218,51 und'lll, 1; De arte loquendi et tacendi ed. Thor Sundby, Brunetti Latinos levnetoe skrifter; Tillaeg p. CIV (2, 8) Epigr. 12 und 33. Raimund de Biterris zitiert im Lib.Kalilae et Dimnae (ed. Hervieux, Les fabulistes latins) 5,413 Ep. 224, 16; p. 429Bp. 164, 3.1; p. 501 Ep. 83; p. 565 Ep. 163, 3 f.; p. 616 Ep. 160; p. 725 Ep. 83. Außer-dem finden sich zwei in der Ausgabe nicht stehende Epigramme, p. 544 Scevola, tucenas apud omnes, te prope nullum nilque dare (2 Distichen) und p. 502 (627) Nonsibi non aliis et sibi cum moritur. Außerdem gibt Salimbene in seiner Chronik (ed.Holder-Egger, MG. SS. 32, 317, 26 und 621, 28) Ep. 147,1 f. unter der BezeichnungMarcialis cecus (statt cocus). Die Epigramme stehen im Cotton. Vitell. A XII s. XII.Oxon Bodl. Digby 65 s. XII und 112 s. XII. Nicht benutzt von Wright sind Paris.8068 s. XV f. 191 und Laurent. Plut. XXXV, 39 s. XV (vgl. Schneidewin, Martialisepigr. 1, IX und 2, 638 adn. XXIV; Bandini, Catal. codd. lat. bibl. Laur. 2, 220).Ausgabe von Wright, Anglo-latin satirical poets 2, 103155; einiges auch in DialogiLaurentii Dunelm. monachi (ed. J. Raine, Surtees society publ. vol. 70, 72 f. Vgl.Leyserp. 371 f. Hist. litt. 9, 352358. Warton, Hist. of Engl, poetry 1, 240.

5. MITTELALTERLICHE BEARBEITUNGEN ANTIKER FABELNa) Die Fabeln des Galterus Anglicus (Aesop)

Der aus England gebürtige Walther, der in der zweiten Hälfte des 12. Jahr-hunderts lebte, war Kaplan Heinrichs II. von England und unterrichtetedessen Schwiegersohn, den König Wilhelm den Jüngeren von Sizilien, dersich 1177 mit Heinrichs Tochter vermählte. Es ist zwar nicht ausgeschlos-sen, daß die Fabeln, die dem Walther beigelegt werden, von dem jungenWilhelm aus dem Prosa- Romulus in Verse gebracht und dann von Waltherdurchgesehen wurden, wie Hervieux glaubt. 1 Eher aber scheint mir dieAnnahme gerechtfertigt, daß sich Walther selbst jener Arbeit unterzog unddie Versifikation ausführte. Diese mag kurz vor 1177 erfolgt sein, wie Wal-ther auch für seinen Schüler ein Buch schrieb Pro latinae linguae exercitiis.Als der Unterricht beendet war, erhielt der Lehrer einen königlichen Dank,nämlich das Erzbistum Palermo. Aus der Zeit vor dieser Lehrtätigkeit aberhaben sich mehrere Handschriften in Rouen erhalten, die nach den Ein-trägen von einem Gauterius Anglicus geschrieben sind und von dem Fabel-dichter stammen können. Einen Kommentar des Lambert von Lüttich er-wähnt Reiner.

Zeugnisse. Im Vindob. 303 s. XIV findet sich in den Fabeln die Randbemerkungzum Prolog Titulus ei talis est: Incipit Esopus, quod non fuit nomen compositoris, sedWaltherus, und in Würzburg existiert eine Ausgabe der Fabeln (L. R. 9,44, Lyon 1480),wo eine Glosse des Prologs lautet Galterus Anglicus fecit nunc librum sub nomine Esopi.Zu Walther vgl. Hervieux 1, 449. Die Hss. in Rouen sind Bibl. civ. N. 111. 123.124, deren erste und letzte in den am Ende beigefügten Versen Gauterius und Anglicusest senptor, Gauterius est sibi nomen hat. Zu andern angeblichen Autoren Hervieux

L-Hervieux, Les fabulistes latins 1, sensum, In quo pervigilet, mens mea movit

449. Die Worte des Prologs 7f. (Hervieux opus lassen eigentlich eine Beteiligung des

A 385) iVe mihi torpentem sopiret inertia Schülers an der Arbeit nicht zu.49«