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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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650 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

fahrt, wobei aber das Hauptinteresse des Dichters an der Seefahrt liestwährend er über die späteren wunderbaren Ereignisse ganz kurz hinweg-geht; den Engländer charakterisieren die Worte Vs. 188 sine remigis usuNon nosset. . . nostra Britannia Gallum, wie auch 3, 472 f. Auf die Rückkehrder Helden aus Golchis folgt die Beschreibung der ersten Seeschlacht (357f.)und der Raub der Hesione. Die Erwähnung des Idagebirges gibt Gelegen-heit zu einer didaktischen Abschweifung in Vs.506518. Die Erzählung 1 endetmit dem Bau des Zeustempels durch Priamus nach Dares 4 (p. 6, 11 f. M.).

Das zweite Buch beginnt mit einem mythologischen Passus und gibt denBericht nach Dares 57, allerdings mit Ausnahme fast des ganzen sechstenKapitels. Aus dem trostlos dürren Bericht seiner Quelle hat aber Josephuseine stark rhetorische Darstellung geschaffen, in die er Vs. 115129 dieArbeiten des Herakles einlegt und die er mit vielfältigen Reden der handeln-den Personen, mit Bitten und Gebeten verbrämt, wie er z. B. Vs. 161186eine Rede des Antenor zu Salamis frei erfindet. 2 Das Hauptstück des Buchesaber bildet die Erzählung des Parisurteils. Hier läßt der Dichter seiner regenPhantasie ganz den Zügel schießen und bringt eine Menge mythologischerKenntnisse herbei, besonders in der Rede der Pallas, die ihre Geburt undihre großen Taten erzählt, und in den breiten Auseinandersetzungen derVenus, worin die Göttin schonungslos die Liebschaften der Götter preisgibt.

Auch das dritte Buch hat einen mythologischen Eingang und erstrecktseinen Stoff von der Mitte des 7. bis zum 12. Dareskapitel. Man beschließttrotz der Abmahnung des Panthus den Raub der Helena und baut eineFlotte. Nach Auslassung des achten Kapitels wird die Begegnung der Helenamit Paris geschildert; 3 hierbei fällt der Dichter Vs.251f. aus der Rolle, in-dem er bei Beschreibung von Helenas Schätzen äußert Cicerone secundo Nonopus est ubi fantur opes. Nach dem Beschlüsse eines Rachefeldzuges von seitender Griechen Vs. 454471 macht er einen heftigen Ausfall gegen die antikenGötter, erzählt am Ende des Buches das Verschwinden des Königs Arthurund stellt die Erwartung der Briten auf seine Wiederkehr als töricht hin.

Das vierte Buch beginnt, da die Dareskapitel 1317 ausgelassen werden, miteinem Teil der in Kapitel 18 enthaltenen Aufzählung der Anführer, die demPriamus zu Hilfe kamen, unter Hinzudichtung einiger Namen. 4 Hierauf folgtdie Personenbeschreibung aus Kap. 12, 5 zum Teil in anderer Reihenfolge, be-ginnend mit Priamus Vs. 43 ff. und endend mit Helena Vs. 172207. Die Be-schreibung im einzelnen weicht oft nicht unbedeutend von Dares ab. Sehr aus-führlich wird dann die Sendung an das delphische Orakel nach Kap. 15, des-gleichen der Beginn der Fahrt unter der Führung Philoktets dargestellt. Esfolgt die Botschaft des Ulixes und Herakles, der Kampf mit Teuthras, dieÜbertragung Mysiens auf Telephus und endlich die Bestattung des Teuthras.

Buch 5 beginnt mit der Ankunft des Palamedes nach Kap. 18, es folgendie ersten Kämpfe nach Kap. 19 und das Auftreten Hektors, aber in ganzfrei erfundener Darstellung, der Tod des Protesilaus, Patroklus und Meno-

1 Sprichwörtliche Redensart vgl. Vs. 474. liehen Schilderung des Endes von Kastor

2 Vs. 205212 liest man eine kurze Dar- und Pollux Vs. 440453 benutzt.Stellung über das Jagd vergnügen. 4 Vs. 15 Bat Ganges Arabern, Syrium lar-

3 Dares 10 p. 12,1820 wird zu Vs. 225 gitur Orontes, Bat Scythicos Tanais.244 zerdehnt, p. 14, 3ff. zu der anschau- 6 p. 14ff. (Meister).