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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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642 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

hamense. Serlo von Bayeux dichtete De capta Baiocensium civitate, *kleineGedichte historischen Inhalts finden sich im Chron. s. Vincentii Vulturnensisund in den *Chronicae Polonorum, Heinrich von Pisa schrieb den Liber dehello Maioricano, Donizo stellte das Leben der Gräfin Mathilde dar, *R U .dolf von St. Trond und *Udalscalc von Augsburg verfaßten Gedichte histo-rischen Inhalts und *Cosmas wechselte im Chron. Boemorum oft zwischenPoesie und Prosa. Fulco und Gilo schrieben ihre Kreuzzugsgedichte, inLüttich entstanden Bhythmen über die Zustände in St. Lambert, Walthervon Compiegne verfaßte die Otia de Mahomete, Moses von Bergamo dich-tete über seine Vaterstadt, *Ordericus Vitalis stellte eine Menge historischeGedichte in seine Kirchengeschichte ein. In Como entstand ein Epos überden Krieg mit Mailand, * Galfred von Monmouth dichtete eine Vita Merlini*Heinrich von Huntingdon streute in seine Hist. Anglorum geschichtlicheGedichte ein, Serlo Fontanensis schrieb über den Kampf der Schotten undder Engländer. Unbekannte Dichter verfaßten die Umdichtung von Ro-berts von St. Remi Kreuzzugsgeschichte, die Leben des Abts Antonius vonSens und des Erzbischofs Albero von Trier; das *Chronicon Adefonsi impe-ratoris endet in einem historischen Gedicht. Die *Vita Wilhelmi Hirsau-giensis und die *erste Vita Godefridi Capenbergensis wurden auch in Versegebracht, das *Leben Bischof Friedrichs von Lüttich wurde dichterisch be-handelt und Stephan von Rouen dichtete im Draco Normannicus über dieGeschichte seines Volkes. Reiner von Lüttich gab in De conflictu duoruraducum eine historische Dichtung, * Nikolaus Maniacutius dichtete über diePäpste bis auf Eugen III. Bedeutende Dichtungen erscheinen im Ligurinusund im Solimarius, während die Memoria seculorum, das *Pantheon unddie Gesta Friderici und Heinrici VI. von Godefrid von Viterbo wenigerwichtig sind. Von unbekannten Dichtern stammen die *Versus de vita Vi-celini und De recuperatione Ptolemaidae. Kleine Gedichte historischen In-halts birgt die Chronik Rogers von Hoveden und am Ende des Zeitraumssteht das Gedicht des Petrus von Ebulo auf Heinrich VI.

Die zweite Abteilung bildet die didaktische Poesie, deren erster Abschnitt,Umdichtung und Weiterbildung der antiken Literatur, nicht sehr umfang-reich ist. Unbedeutend ist ein Martianus Capeila metrice, wichtiger die Um-dichtung des Solin durch Theoderich von St. Trond. Radulfus Tortariussuchte eine Umdichtung des Valerius Maximus zu geben und der * SpanierEberhard wie zwei andere Dichter haben das sogar mit Priscian versucht.Ausgedehnt ist die sich an Cato anschließende und die sich in Florilegienfindende Spruchliteratur, deren zeitliche Festsetzung allerdings noch gro-ßen Schwierigkeiten unterliegt: Cato des Martinus, Cambridger Cato. Pro-verbia Heinrici. Schäftlarner Sprüche. Proverbia Rustici. Proverbia rusti-corum. Versus proverbiales. Proverbia sapientium. Florilegium von St. Omerund von Heiligenkreuz.

Der zweite Abschnitt umfaßt das eigentliche didaktische Epos, das im11. und 12. Jahrhundert zu besonderer Blüte gelangte und vorzugsweisegrammatischen Inhalt besitzt. Am Anfang steht hier der berühmte Marbodvon Rennes mit seinem Liber lapidum und dem Gedicht De ornamentisverborum. Ein Italiener Theobald schrieb einen poetischen Physiologus,