638 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung
scripserint von Trogus Pompeius (Justin) an bis auf Radulf selbst einExzerpt aus der Vorrede Justins, zwei kleinere Stücke aus Caesar B.G., einStück aus Solin c. 22, der Vers Verg. Ecl. 1, 65, ein angebliches StückEutrop, 1 eine Stelle aus Hier. vir. ill. 13, Stücke aus Hegesipp und Augu-stin, ein Stück aus 1, 1 des Orosius, aus der Hieronymusübersetzung vonder Vorrede zu Eusebius' Chronik, aus der Vorrede des Robert de Montezu seiner Fortsetzung von Sigeberts Chronik, aus der Chronik des Hugovon St. Viktor und aus der Vorrede Ivos zum Dekretum. Diese Auszügewerden abgelöst durch eine größere Anzahl von Stücken aus Gellius undeinigen aus Apuleius De deo Socratis. Es folgen Auszüge aus der Historiamiscella des Landulf unter dem Namen Eutrops, aus dem Aethicus Ister 2aus Sueton, aus den Gesta regum Anglorum des Wilhelm von Malmesbury,aus der Chronik des Hugo von Fleury unter dem Namen Hamonius, 3 dieRadulf später noch öfters benutzte, aus Beda und Sigebert, ein Stück ausVegetius 1, 6, 4 aus der Langobardengeschichte des Paulus 2, 5, aus Cassio-dors Variae 1, 4, aus Gregors I. Registrum 3, 65. 5, 20. 13, 31. 39. 11, 29.Von p. HO 5 an berichtet dann Radulf aus einer ganzen Anzahl neuererHistoriker, nämlich aus Florentius von Worcester, Sigebert, Wilhelm vonMalmesbury, Hugo von Fleury, Wilhelm von Jumieges, den Gesta consu-lum Andegavensium, Eadmers Historia novorum. 6 Dazu gebraucht er dieBriefe Anselms von Canterbury und zitiert p. 197 aus Sidonius Carm. 2,99—102; am Schlüsse bringt er das Gedicht des Nicolaus Maniacutiusüber die Päpste bis auf Eugen III. Die historischen Daten in diesem Werkereichen bis 1146. Es handelt sich aber dabei um keine zusammenhängendeGeschichte, denn die Zusammensetzung erscheint oft recht zufällig.
Sich selbst führt Radulf (Op. ed. Stubbs 1, 23) ein Raduljus Lundoniensis ecclesiaedecanus ab incarnationis anno MCXLVII librum qui dicitur ymagines historiarum in-choavit et perduxit ad annum usque MCXC. Das Stück aus Orosius bezeugt durch seineAufschrift Orosius de ormesta mundi, daß es aus einer Hs. von irischer Abkunft stammt.Die Auszüge aus Gellius sind 1, 37 Noct. Att. 5, 3,1—6 p. 38 N. A. 10,17,1 p. 39 5,10, 6—15. p. 39 14, 3, 11; 3, 19, 2; 16, 16, 2; 1, 9, 12. p. 40 1, 9, 2—8; 7 1, 10, 4; 1,17,1—3; 3, 15, S; 5, 14, 8—30 (in anderer Anordnung), p. 41 1, 5, 1 f. p. 42 13, 11, 2—5;12, 11, 3—5; 13, 5, 1—4; 7—12 (3 Menedemus. Menedemus. tjSluv 6 Aeaßioi;] Lesbiuminquit suavius est et commodius). p. 43 15, 18, 2; 1, 23, 4—13 (5 prosperum. patre). 12, 1,1—24 (6 officio. 8 abortiantur. 13 profert. 22 commendati). p. 46 1, 8, 3—6. 2, 1, 1—2.p. 64 Praef. 2. 4. Die Auszüge aus Apuleius p. 46 De deo Socr. 4 (ed. Thomas) p. 10,15—22; 13 p. 21, 4—13 (7 perinde. 12 finem). p. 47 c. 23 p. 34, 7—35, 1 (34, 20 ammi-niculum). Die Auszüge aus Sueton p. 51 f. Caes. 45 (ed. Ihm p. 24, 8—16). p. 52 Caes.81 p. 42, 20—22; 43, 2—6. p. 53 Aug. 86 p. 103, 8—15. p. 54 Aug. 97 p. 112,14—19.Bei allen drei Autoren sind leichte Veränderungen im Texte anscheinend durch Radulfselbst angebracht, die mit Hss. übereinstimmenden Lesarten sind solche, die für dieProvenienz wenig besagen. 8 Vgl. auch R. Pauli, Neues Archiv 3, 208—214.
b) Ymagines historiarum. Dies Werk ist eine Fortsetzung der Abbre-
viationes und ist schon während deren Abfassung begonnen worden (vgl.
ed. Stubbs 1, 23). Radulf erklärt nämlich im Anfang, 9 daß das bis zum
1 In Wahrheit aus Flor. 2, 4. 5 ed. Stubbs (London 1876) Bd. 1.
2 Und zwar p. 28. 29 ed. Wuttke; p. 29, 6 Die Stücke aus Badmer stehen 1,198f.14—25 zum Teil wörtlich, sonst Paraphrase, 204. 217f. 236. 238f.
unter dem Namen Euthicus. 7 Hier mehr Auszug als Zitat.
3 Wohl in Verwechselung mit Aimoin von 8 Vielleicht hat Radulf ohnehin nur Ex-Fleury. zerpte benutzt.
4 p. 10, 13—19 ed. Lang (16 exilior cruri- 9 Diese Überschriften reichen bis 1198, diebus suris et cruribus). wirkliche Erzählung endet aber erst 1202.