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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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636 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

nostrae septuagesimo. Aus den zahlreichen Anführungen aus Poesie und Prosa seien hiererwähnt 1, 6 p. 19 das Wort 1 Parcere prostratis seit nobilis ira leonis; daselbst quamfiguram antropospaton* hoc est humanam propassionem vocant. 1,7 p. 23 erscheinenSueton Caes. 73 und Seneca de clem. 1, 24 und 20. Die Moralis philosophia 1,13. 2811. 12 wird abgeschrieben 1, 8 p.27. 29. 1,9 p.31. 1,10 p.33. Publilius Syrus I 28 (eiO. Friedrich p. 51) wird 1,10 p. 35 zitiert. Aus Apuleius de Piatone wird ein Stückvon 2, 7 (ed. Thomas, Opera 3,110, 2 f.) vorgeführt. 1,15 p. 54 werden unter Mar-tials Namen zwei Distichen 3 zitiert, die ihm aber nicht gehören, sondern dem Gode-frid von Winchester (Epigr. 167 bei Wright, Anglo-latin satir. poems 2,129); dagegenerscheint 1, 17 p. 82 Martial 12, 6, 11 f. und 10, 34. Daselbst p. 80 Eutrop. 7,14 und8, 2. In 1, 18 p. 95 steht das angebliche Zitat aus Servius ,Servius super Virgiliumcommentans et hunc locum exponens, scilicet Pictos Agatirsos, ait: Pictos eosdem quoset Agatirsos appellamus et dieuntur Picti quasi stigmatizari id est cauteriari solent propterabundantiam fleumatis'. Gildas wird benutzt 1,17 p. 76. 1,18 p. 96. 3,31 p. 327 er-scheint das Sprichwort Felix quem faciunt aliena pericula cautum. i Endlich gibt Girald3, 31 p. 327 eine Stelle aus Ennodius Vita Epifanii (= Opusc. 80) ed. F.Vogel p. 100,26 f., die auch Vita Galfridi 2, 19 (Op. ed. Brewer 4, 420) und Expugn. Hibern. Dist. 2(ed. Dimcock 5, 399) und Descr. Kambriae 2, 9 (ed. Dimcock 6, 225) wiederkehrtVon Claudian findet sich 1,11 p. 43 Laus Stil. 2, 103109; 1, 15 p. 54 IV cons. Hon.300 f. und 1, 21 p. 144 IV cons. Hon. 294 f., mit Hinneigung zu P 5 .

Ueberlieferung. Man besaß das Werk s. XV in Leicester, vgl. Nichols, Historyof Leicester append. p. 102 Giraldus de instruetione prineipis. Einzige Hs. im Mus. BritCotton Julius D XIII f. 48173 s. XIV. Ausgabe von G. F.Warncr, Giraldi op. 8,3329. Zum Inhalt vgl. Warner, daselbst p. XXI LIII.

Speculum ecclesiae. Dieses letzte Werk Giralds ist in gewissemSinne auch sein schwierigstes und bedenklichstes gewesen. Er hatte sichvorgenommen, der Kirche seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten und sie aufdie vielen Mißstände in ihr aufmerksam zu machen. Er teilte sein Werkin vier Distinctionen, deren erste sich mit der Verschiedenheit der Ordenin mindestens elf Kapiteln beschäftigte, von denen aber nur noch kleineTeile übrig sind. Von Interesse ist, daß Girald hier in der Vorrede 5 vonMeiner, einem der Hauptschüler Abaelards, spricht, den er einst in Parisüber die Prophezeiung einer Sibylle gehört hatte. Der zweite Teil handeltin 34 Kapiteln von einem für die Mönche nicht eben günstigen Thema,nämlich von ihrer Völlerei und Unzucht. Girald schildert hier eine großeZahl von Erlebnissen in den Klöstern, namentlich zu Canterbury, 6 St. Denisund St. Albans. Vieles richtet sich unmittelbar gegen die Kluniazenser undZisterzienser, und der ganze dritte Teil beschäftigt sich nun mit den Zister-ziensern und allerhand ungünstigen Vorkommnissen in diesem Orden; 7 erunterstützt seine Anklagen mit verschiedenen Äußerungen seines FreundesWalter Map. Endlich leitet er in Kap. 20 die Karthäuser von den Zister-ziensern und Kap. 21 die Grandimontaner von den Karthäusern ab. Dervierte Teil ist der ausgedehnteste, er handelt über die Mutterkirche Rom,dessen Kirchen mit den Reliquien besprochen und über dessen Klerus meistscharf geurteilt wird, obwohl der Dichter das Papsttum aufrichtig deshalbbedauert, weil es durch weltliche Wirren viel von seiner Macht eingebüßt

1 Ist Pseudoovid De mirabilibus mundi P. Lehmann, ZfdA. 61, 238 (1924).106. 6 So 2, 4 p. 39 erzählt er, daß er von Paris

2 Statt anthropopathon. kommend hier im Kloster zu Mittag sech-

3 Quae crescis ramis et non radieibus arbor, zehn Gänge vorgesetzt erhalten habe.Aemiliane, levi flamine mota ruit. Qui celebris 7 Darunter auch Sodomie. Kap. 8-10famae ramos per inania tendit, Non operum p. 47 ff. bringt er Erzählungen über das Grabstipes corruit ex facili. des Königs Arthur im Anschluß an Glaston-

* Alberti Stad. Troilus 4, 583. bury.

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Op.ed.Brewer 4, 7. Zu Mainerius vgl.