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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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G. Biographie. Hagiographie. Geographie 635

und spricht endlich vom Ausgange des guten Fürsten. Hierzu bringt ernun unausgesetzt Anführungen aus der Bibel und aus der antiken wie mittel-alterlichen Literatur, allerdings sind seine Zitate mehrfach nicht unterzu-bringen. Das zeigt sich z. B. 1, 2 p. 10, wo er von der BescheidenheitCaesars spricht, als dieser in das Auditorium Ciceros eintritt, was beiPlinius stehen soll. Auch wird 1, 7 p. 23 auf Plinius die Geschichte vonCaesars Großmut zurückgeführt, die sich aber dort nicht befindet. 2 p. 11erscheint Anthol. lat. 711, l 1 (verändert) und 709, 1 (von Paulus Diaconus,Carm. XIII, II, l)- 2 6 p. 20 erfolgt ein langes Zitat aus Plutarch (Plutar-chus de correctione pueri sie iram describit) und 1, 15 p. 53 eine Anführungaus einem graecus tragicus. 3 In seine belehrenden Ausführungen stellt erp. 68 ff. die Geschichte Mahomeds, sowie die Pippins und Karls desGroßen und erzählt dann in Kap. 18 von den römischen Kaisern vonAugustus bis Theodosius, wo er den Übergang zu den Pikten und Britenfindet, wobei Servius zu Aen. 4, 146 sehr falsch hineingezogen wird.Dann wendet sich die Erzählung wieder zu Karl dem Großen, wobei mitAlchvines Beschreibung Galliens begonnen und sehr schnell auf Ludwigden Frommen übergegangen wird; hier führt Girald das Gedicht Theo-dulfs von Orleans N. 69 Vs. lf. (Poet. lat. 1, 558) an, was für die spärlicheÜberlieferung nicht unwichtig ist. In Kap. 19 läßt sich dann Girald überdie Bedeutung der Bezeichnungen der Fürsten aus und zwar zum Teilwörtlich nach der Gemma animae des Honorius Augustodunensis 1, 180188 (Migne 172, 541 ff.). In den Schlußkapiteln des Buches werden juri-stische Materien mit vielen Zitaten aus dem Codex, den Digesten und ausdem Decretum Gratiani behandelt und scharfe Kritik an dem geltendenSeerecht bezüglich des Gutes der Schiffbrüchigen geübt. Der Schluß überdie guten Fürsten gibt Girald Gelegenheit, auf König Arthurs Lob einzu-gehen.

Die beiden anderen Bücher sind straffer gehalten. Nämlich das zweitebeschäftigt sich besonders mit Heinrich IL von England, mit seiner Poli-tik und mit dem Verhältnis zu seinen Söhnen sowie mit diesen selbst unddas dritte gibt eine Menge Daten zur Geschichte des beginnenden drittenKreuzzugs sowie aus der Regierung Heinrichs IL und Richards I. Hierwerden gegen Ende c. 30 p. 326 die beiden Verse des Walter Map über denTod Richards I. bei Chaluz angeführt, 4 die Girald mit aus Frankreich ge-bracht haben mag. Wichtig ist, daß Girald neben größeren Anführungenaus Briefen von Hildebert 5 umfangreiche Stücke aus der Moralis philoso-phia des Wilhelm von Conches beibringt und daß er von 1, 14 p. 49 anseine geschichtlichen Deduktionen ganz besonders auf der Chronik des Hugovon Fleury aufbaut.

Zeugnisse. Genannt wird das Werk in den zwei Verzeichnissen (Op. 1, 415 und 423)und De Iure et statu Menev. eccl. Dist. 7 (Op. 3, 373), wo Girald bemerkt anno aetatis

Aber nicht aus der Historia Augusta l Unde et a quodam metrice dictum est:

(Treb. Pollio Gallienus 11). Christe, tui calicis praedo fit praeda Calucis;

K. Neff, Die Gedichte des Paulus Dia- Aere brevi deicis, qui tulit aera crucis.

conus S. 68. 5 1, 7 p. 24 aus Ep. 1,15 (Migne 171,181)

Gloria in millibus mortalium nihil aliud und p. 25 aus Ep. 1, 3 col. 144.lacia quam aurium inflatio magna.