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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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628 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

völlig ausgeraubt sei. Zuletzt macht er dem König Vorschläge, wie er durch

einen Tribut die Insel in Abhängigkeit halten könne.

Zeugnisse. Zum Plane (Op. ed. Dimcock 5, 207) quanto magis ea quae vidimusquorumque maiori ex parte testes sumus . , . luculento relatu depromentur. Zur Widmungan Richard p. 224 Hibernicae gentis expugnationem et tarn barbarae nationis feritatemhis nostris temporibus edomitam . . . evolvere procuravi tuaeque celsitudini, Pictavensiumcomes inclite . . . digestam historiam destinavi. Persönliches 2 p. 381, 18 Transmissi suntcum ipso . . . clerici plures, quorum unus specialius a patre cum filio directus naturalishistoriae diligens perscrutator per biennium in insula tunc et ante moram faciens tanquampretium laboris et praemium tarn libri vaticinalis quam topographiae secum materiam re-portavit. Quam et in Britannia postmodum inter ipsas tarnen curiae curas quinquennalistudio digerens et disponens topographiam triennio, vaticinalem historiam biennio laborecomplevit. Ueberlieferung. In alten Katalogen erscheint das Werk zu Canterburyund Glastonbury. Die erste Ausgabe steht im London Lambeth 371 s. XIII. MusBr. Reg. 13 B VIII s.XIII und Reg. 13 A XIV. Oxon. Bodl. Rawlinson 188, die zweiteim Reg. 13 B VIII s. XIII. Cantabr. Ff. 1. 27. Harlei. 177 s. XIII etc., vgl. Dimcockp. XXIXXL. Ausgabe von J. F. Dimcock, Giraldi opera 5, 207411.

Hagiographisches. Galfrid scheint seine hagiographischen Schriften1193 mit dem Leben des Erzbischofs Galfrid von York oder, wie er selbstsagt, mit dem Liber de promotionibus et persecutionibus Ganfredi Ebora-censis archiepiscopi begonnen zu haben. Galfrid war ein Sohn Heinrichs II.und bei Giralds Zugehörigkeit zum Hofe mußte wohl in diesem der Wunschentstehen, das kampfreiche Leben dieses Kirchenfürsten darzustellen. DasLeben ist in zwei Bücher geteilt und besitzt mehrere Vorreden; es schildertzuerst das Aufsteigen Galfrids und dann die vielfachen Verfolgungen undKämpfe, die er zu bestehen hatte. Schon damals trug sich übrigens Giraldmit dem Gedanken, ein Buch De principis instructione zu schreiben. 1 Späterging er daran, das Leben zweier Bischöfe von Lincoln, R e mi gi u s und Hugo,darzustellen. Von dem ersteren hat er zwei Ausgaben veranstaltet, derenzweite er mit dem Leben Hugos verband und das Ganze dann dem StephanLangton, Erzbischof von Canterbury widmete (um 1213); jene erste Ausgabeaber ist schon um 1198 geschrieben. 2 In der Vita Remigii läßt Girald dieJugend seines Helden völlig aus und beginnt erst mit dessen Erhebung zumBischof. Er spricht über seine Tugenden und über die Erweiterungen, dieRemigius dem bischöflichen Besitze zubrachte; schnell schließt sich dieNachricht über seinen Tod an und von Kap. 620 werden nur Wunderberichtet. In der Jugendgeschichte Hugos, des sechsten Bischofs von Lin-coln, erwähnt Girald, 3 daß diesem sein Lehrer statt der heidnischen Dichterden Prudentius, Sedulius, Fulgentius und die Bibel auslegte. Er spricht hiermehr als bei Remigius über die wirklichen Lebensverhältnisse seines Heldensowie über dessen Beziehungen zum königlichen Hause. Den ersten Teilschließt er mit dem Tode Hugos, während die beiden andern Teile nur Wun-der enthalten. In die dem Girald mehrmals angebotene Diözese von St.David's (Menevia) versetzt das Leben des hl. David, des Erzbischofs dieserStadt; zur Abfassung dieser Schrift war Girald öfters aufgefordert worden.Hier spielt nur die Sage herein, denn David soll der Oheim des Königs Arthurgewesen sein und dreißig Jahre vor ihm soll St. Patrick in St. David's ge-

1 (Op. ed. Brewer4, 371) Vita Galfredi 1, 2 Vgl. Opera ed. Dimcock 7 p. XI.5 liber de principis instructione quem ad pos- 3 Giraldi opera ed. Dimcock Bd. 7, 90

terorum doctrinam . . . Studiosus animus edere C. 1.proposuit diligentius exequetur.