G.Biographie. Hagiographie. Geographie 629
wirkt haben. 1 Außerdem verfaßte Girald das Leben des Königs Ethelbertvon Essex, das schon früher 2 dargestellt worden war, endlich das Lebendes hl. Caradocus, eines Eremiten von St. David's.
Ausgabe der Vita Galfridi bei Brewer, Opera 4, 357—431, der Vita Remigii undHugonis aus Cantabr. Corp. Chri. Coli. 425 s. XIII von Dimcock, Opera Bd. 7, 3—147,der Vita Davidis aus dem 1731 verbrannten Mus. Brit. Cotton Vitell. E VII (auch imLondon Reg. 13. C. 1. s. XV, nach Warner and Gilson, Catal. of western mscr.in the old royal and Kings collections 2 [1921], 102) von Brewer, Opera 3, 377—404,der Vita Ethelberti nach einer Hss. des Trinity Coli, von M. R. James, The Engl. hist.Review 1917, 214—244. Zur Vita Caradoci vgl. Giralds Epist. ad capit. Herefordense(ed. Brewer 1, 409 ff.) und den Catal. brevior librorum suorum p. 421 ff. sowie ActaSS. Apr. 2,151 und A. de la Borderie, Les deux saints Caradec, legendes latinesinedites. Nantes 1883.
Invectiones und De iure et statu Menevensis ecclesiae. Diesebeiden Werke, deren erstes in sechs und deren zweites in sieben Teile ge-gliedert ist, stehen in enger Beziehung zu Giralds Persönlichkeit. Dieser warja zum Bischof von St. David's gewählt worden, konnte aber seine Ansprü-che nicht durchsetzen. Doch nach vier Jahren kassierte Innocenz III. dieWahl überhaupt und Girald mußte sich nun mit dem Erzbischof vonCanterbury gut zu stellen suchen. Alle die Angriffe, denen er wegen dieserVerhältnisse ausgesetzt war, oder mit denen er selbst wider seine Gegnervorging, hat er in den Invectiones gesammelt, so daß dieses Buch für seineeigenen Beziehungen zu St. David's von großer Wichtigkeit ist. 3 Das zweiteWerk ist ein Dialog zwischen einem Quaerens und einem Solvens und be-schäftigt sich besonders mit der Geschichte des Bistums St. David's. Giraldwill hier aufzeigen, daß die Kirche von Wales der englischen nie Untertangewesen sei. Natürlich berührt er dabei öfters seine wiederholte Wahl zumBischof und die mannigfachen Hindernisse, die ihm die Besteigung desbischöflichen Stuhles unmöglich machten. Zu diesem Zwecke bringt ermehrfach Briefe von Innocenz III. und anderes urkundliche Material bei,nimmt auf seine Gesta Bezug 4 und führt seine Briefe 5 und die Invec-tiones 6 an.
Im 5. Buche der Invectiones bringt Girald zuweilen zur Unterstützung seiner AnsichtStellen aus dem Recht, wie 5, 20 (1,146 ff.) Zitate aus dem Codex, den Digesten undaus dem kanonischen Recht. Das 6. Buch handelt besonders von den Dingen, die demVerfasser in seinen schwierigen Lebenslagen den Mut aufrecht erhielten, nämlich vonallerhand Visionen (Kap. 3—22, Op. 1,156—178). Uebrigens wird 6, 27 p. 190, 4 dieGemma ecclesiastica genannt: In fine vero libelli istius penultimum Gemmae nostraesacerdotalis capitulum hie apponere nee supervaeuum nee inutile reputavimus.
Wichtigere Ausführungen in dem Werke sind De invect. 5, 4 (1,129) Aristot. rhet.1,1. De iure etc. 1 p. 130 eine Stelle aus Hildeberts Brief 30. p.131, 11 {magistri tantumMarbodi versum hunc metricum . . . commemorans) Marbod de ornam. verborum 7, 4(vier weitere Verse Marbods stehen 7 p. 369). 7 p. 327 wird ein Symmachusbrief benutzt,7 p. 371 Avian 5,1 in Verbindung mit Hör. Ep. 1, 7, 98. Ueberlieferung im Vat.reg. 470. Mus. Brit. Cotton Domit. I s. XII—XIII, Vitell. EVs. XV Cambr. Corp.Christi Coli. 400 s. XIII (nicht von Brewer benutzt). Ausgabe Giraldi Cambr. Operaed. Brewer 3, 5—96. 1,125—196. 3,101—373. Giraldus de invectionibus ed. W. S.Davies, London 1920 (Y Cymmroder Vol. 30).
1 Gemäß dem Schauplatz der Erzählung 3 Die Topographia wird erwähnt 4 (Op. ed.begegnen hier viel keltische Wörter mit la- Brewer 3, 92).
temischer Uebersetzung. 4 4 (ed. Brewer 3) p. 212. 218. 225. 241.
2 In diesem Leben Ethelberts wird 3,11 246 f. 273.
(Op. ed. Brewer 3,422) Assers Leben König 6 p. 216. 237. 305.Alfreds angeführt, doch ist die Stelle nicht 6 p. 255. 267. 273.aufzufinden.