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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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G. Biographie. Hagiographie. Geographie 627

wie in der Bibel, den Vitae patrum, Hieronymus, Gregor, Isidor, ValeriusMaximus, Trogus Pompejus, Plinius und Solin; er schließt den Abschnittmit Anführungen aus Augustin Giv. dei 21, 8, 2, aus Sidonius Epist. 3, 14 1und Cicero de orat. 2, 9. Die Widmung des Buches richtet er an den PrinzenRichard, Grafen von Poitou, den nachmaligen König. An andrer Stelle 2, 32p. 381, 18ff. sagt er, daß er bei dem Zuge gegen Irland vom Vater des Prinzendiesem ausdrücklich als Begleiter gegeben und daß er damals und schonfrüher zwei Jahre auf der Insel geweilt und dabei den Stoff zur Topographiewie zum Liber Vaticinalis 2 gesammelt habe.

Das erste Buch beginnt er mit der Bedrängnis des Königs Dermot MacMurrough von Leinster und mit dessen Flucht zu Heinrich II. sowie mitder Rückkehr in sein Land (1166). Er erzählt dann die Verwicklungen deririschen Könige mit England und den Einfall Heinrichs II. nach Irland undzwar mit vielen Hinweisungen auf Prophezeiungen, Visionen und Träume. 3Es folgt die Rebellion der Söhne Heinrichs II. gegen den Vater und dasBuch schließt mit einer Charakteristik Heinrichs II. 4 Das zweite Buch be-ginnt mit einer allgemeinen Klage über die Zeit, setzt aber eigentlich mitder Rückkehr des Prinzen Richard nach Irland ein (1173). Es enthält man-cherlei Charakteristiken hervorragender Männer, namentlich der militäri-schen Führer, und verweist öfters auf die Topographie. 5 Am Ende des Buchesspricht Girald von der allmählich erstehenden Widerstandskraft der Iren mitHinweis auf ihre vier Propheten, zählt in aller Kürze die Erfolge des PrinzenJohann auf und berührt die Ursachen, warum die irische Politik des Prin-zen Schiffbruch leiden mußte, und die Mittel, mit denen dauernde Erfolgeerzielt werden könnten; hierbei führt er die Besonderheiten der Iren nament-lich im Kriegswesen an. So ist dieses Buch nicht nur historisch, sondernnamentlich auch politisch gehalten, und der Kelte spricht sich hier scharfgenug gegen das normannische Königsgeschlecht und dessen Regierung aus.Das Buch birgt außerdem zwei Episoden, nämlich Kap. 2630 die Ankunftdes Patriarchen von Jerusalem in England und seine Bitte um Hilfe, sowieeinen Überblick über die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse in Englandvon 11551185. Das dritte Buch Liber tertius de vaticiniis ist eigent-lich nicht vorhanden. Nämlich in der Vorrede zur ersten Ausgabe betontGirald zwar, daß er über den irischen Propheten Celidonius Silvester han-deln wolle, nachdem er Merlin schon so oft angeführt habe. Als er aber zumeigentlichen Thema kommt, hält er inne, da die Zeit für die Erläuterungdieser Prophezeiungen noch nicht gekommen sei. Viel später hat er diezweite Ausgabe des ganzen Werkes dem König Johann gewidmet, den erermahnt, Irland nicht zu vernachlässigen, sondern daraus ein Königreichfür einen seiner Söhne zu bilden und die irische Kirche hochzuhalten, die

1 Er zitiert hier fälschlich den Seneca statt rald, nicht immer wörtlich.

des Sidonius. 4 Eine solche, aber viel schärfere, findet

2 So oder Vaticinalis historia nennt er die sich auch im 2. Buche von De principis in-Expugnatio Hiberniae wegen der vielen structione.

Prophezeiungen, die das 2. Buch enthält. 6 Vgl. 2,15 p. 336. Praef. p. 308. 2, 20

3 1,42 p.294ff. wird Valerius Maximus 1, p. 348. 2, 22 p. 354. 2, 15 p. 337 wird Clau-7 ext. 10. 1, 7, 8. 1, 7 ext. 3. 1, 7, 2 und 1, dian in Eutr. 1, 181184 angeführt.

7,1 angeführt, aber, wie fast stets bei Gi-

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