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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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622 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

ivitatis non ei cum Alemannis non minime in ea expeditione laborantibus . . . sed soliascribitur Francis. Unde etiam detractores nostrae gentis epitaphium illius famosi Wieser'. . . quia non poterant eum denegare esse Allemannum, deleverunt et cuiusdam militis deFrancia superposuerunt sicut adhuc a praesentibus videri potest. Aufenthalt in Nazareth-er kennt die Stadt Sepphoris in der Nähe c. 1 p. 112 Hoc adhuc ibidem ostenditur kloco praedicto ut praesens vidi et notavi. Zur Lage von Jerusalem vgl. auch (p 1171Jerusalem . . . iuxta philosophos in medio mundi sita est. Zu den Templern und zum zwei-ten Kreuzzug p. 130 milites templarii . . . quam faciunt hospitales . . . per factum illudapud Damascum cum rege Cunrado. Zum Schluß c. 27 p. 189 Ad lectorem. Sic sie de-scribendo venerabilia loca in s. civitate Ierusalem ineipiendo ab ecclesia s. sepulchri cir-cumeundo per portam David usque ad eandem reversi sumus plures omittendo capellas etinferiores ecclesias, quas habent ibi diversarum nationum et linguarum homines. Suntenim etc., es folgen die Namen von 22 Völkerschaften.

Ueberlieferung im Monac. 19418 s. XIII f. 183. Berol. lat. oct. 32 s. XV f 133Monac. 8458 s. XV f. 66b75. Mus. Brit. Addit. 22349 s. XIIIXIV. Würzburg M.eh. 9.73s. XVII. Ausgaben von KrinnerbeiPez,Thesaur. aneed. noviss.1,3,483534 = Migne155,1055; von TitusTobler, Descriptiones terrae sanetae (Leipzig 1874) p. 108192(verstellt und mit Lücken), dazu Bemerkungen p. 415425 und Erklärungen p. 42644s!

25. GIRALDUS CAMBRENSIS

Giraldus de Barri, nach seiner Heimat Cambrensis, von seinen Feindenmit dem Spitznamen Silvester (der Wilde) genannt, war geboren zu Manor-beer in Pembrokeshire im Jahre 1147 als jüngster Sohn des Wilhelm vonBarri. Sein Oheim David war Bischof von Menevia oder St. David's, einerStiftung, die im Leben Giralds eine große Rolle spielen sollte. Nachdem erin der Heimat seine erste Ausbildung genossen, ging er nach Frankreich,das er im ganzen dreimal besuchte, indem er jedesmal dort mehrere Jahrezubrachte. Er war in Paris Schüler 1 des Petrus Comestor und wurde schließ-lich selbst dort für die Fächer des Triviums Lehrer. Im Jahre 1172 kehrteer nach England zurück, wurde drei Jahre später vom Erzbischof Richardvon Canterbury zum Legaten in Wales ernannt und erhielt das Archidia-konat in Brecknock. Schon 1176 wurde er zum Bischof von St. David'serwählt, da sich aber der Annahme dieser Stellung große Schwierigkeitenentgegenstellten, so ging er nach Paris zurück und wurde Professor des kano-nischen Rechts. Um 1180 begab er sich wieder in die Heimat und wurdezum Administrator des Bistums St. David's ernannt. Und bald wurde erdann von Heinrich II. an den Hof gerufen. Damit beginnt seine Tätigkeitfür das Reich, denn der König ließ sich den geschäftsgewandten und rechts-kundigen Walliser nicht entgehen und nahm ihn als Begleiter für seineReise nach der Normandie mit. 2 Dann aber begleitete Girald 1185 HeinrichsSohn Johann als Berater nach Irland und war 1186 auf dem Konzil vonDublin anwesend. Eine Frucht des irischen Aufenthalts sind seine erstengrößeren historischen Werke, die Topographia und Expugnatio Hiberniae,die 1187 entstanden. Im folgenden Jahre war er im Gefolge des ErzbischofsBaldwin von Canterbury auf dessen Reise in Wales und 1189 sandte ihnder König Richard I. in einer Mission wieder in seine Heimat, wo er demOberrichter Englands, dem Bischof Wilhelm von Ely, als Helfer beigegebenwurde. Schon mehrmals hatte er ihm angetragene Bistümer zurückgewiesen,

1 Vgl. Gemma ecclesiastica 2.6 (Opera ed. 2 Zu dem literarischen Verhältnis Giralds

Brewer 2, 187) Hoc autem magistrum Pe- zum Könige vgl. Ch. H. Haskins in Essays

trum Manducatorem in audientia totius in Medieval History presented to Tnom.

scholae suae . . . dicentem audivi. Fred. Tout (Manchester 1925) p. 76.