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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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598 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

als Lehrer vgl. Mon. S. Michaelis (MG. SS. 12, 735, 23) vita . . . Ottonis . . . in Ubelloquem dramatico carmine vel etiam prosa decurrente scolasticus noster Herbordus 1 luculen-tissime persudavit. In einem Briefe Abt Irmberts von Michelsberg (Ludewig, SS. rerBabenberg. 1, 845 n. 42) heißt es domini Herbordi. Zu Thiemo vgl. Praef. p. 705,12 l s { equippe est quem aiunt ipsius mimulum fuisse quinquennem. Der Vorschlag Thiemos denStoff zu teilen, p. 706, 15 Sed si vis parlito in equum onere ille quid in peregrinis et bar-baris nationibus egerit episcopus, quia horum conscius est magis et quomodo apud prin-cipem in curia deguerit vel qua oportunitate in curiam venerit et inde ad pontificatus digni-tatem homo curialis et in curia enutritus aptius explanabit; ego autem homo simplexquae domi agere solitus erat, et de fundationibus vel renovationibus cellarum et cenobiorumcenobita edicam ut potero. Tum ego: Optime partitus es. Sed tuam partem hodie si poiesexplicato, ut crastina dies illius sermoni accommodetur. Zu Sefrids Teilnahme an derMissionsreise vgl. 2, 9 p. 728, 30 multa nobis exhibita humanitate und 2, 10 p. 728 42etiam illic experiri potuimus. Der Brief Boleslaus III. an Otto steht 2, 6 p. 727. Unterden von Thiemo nachgelassenen Büchern befand sich auch Frutolfs Breviarium de mu-sica, vgl. Neues Archiv 21, 147 N. IV. Briefe Ottos stehen 3, 40. 41, Briefe an ihn 1,19f25. 2, 6. 30. 3, 40. 42. Von seltenen Worten sind anzuführen 1, 34 p. 716,14 megälinusvon mygale) und 1, 35 p. 717, 9 haesimenta.

Ueberlief erung. Das echte Werk allein im Monac. 23582 s.XIV f. 7—8b (vgl. 23846s. XV). Die Umarbeitung im Monac. 14726 s. XIII und 9517 s. XIII, Vindob. 4324s. XV und 3663 s. XV; aus ihr die Ausgaben von Canisius, Lect. ant. 2, 325—482Köpke, MG. SS. 12, 746—823. In Bamb. Ms. Bibl. 79 ein Stück (MG. SS. 12, 771—773)vgl. H. Fischer, Kat. der Hss. der kgl. Bibl. zu Bamberg 1, 3; Bamb. Q. VI. 57 s.XVenthält die Legenda s. Ottonis f. 225—247, am Schluß abweichend. Das ursprünglicheWerk bei Jaffe, Bibl. rer. Germ. 5, 705—835 und Köpke, MG. SS. 20, 705—769.

c) Ebo von Michelsberg. Ebo (Ebbo) war Mönch und Presbyter inMichelsberg und schrieb zwischen 1151 und 1159 sein Leben Ottos. Er schil-dert hierin Selbsterlebtes, da er wohl noch Otto gekannt hat, 2 und gibtden mündlichen und schriftlichen Bericht andrer wieder. Sehr viel verdankter dem Presbyter Udalrich von St. Egidien, der den Bischof auf seiner zwei-ten Missionsreise begleitete 3 und dem Ebo authentische Mitteilungen dar-über machte. Als schriftliche Quellen hat Ebo die Korrespondenz Ottosbenutzt. 4 Außerdem verwendete er die Commendatio pii Ottonis und kanntedie Schriften des Presbyters und Kanonikus Heimo zu St. Jakob; Ebo be-richtet, daß Heimo seine außerordentlichen Kenntnisse in der Rechenkunst,Chronologie und in der Osterberechnung dem spanischen Bischof Bernhardverdanke, und führt auch eine Stelle aus einer Vorrede Heimos hierzu an.

Im Vorwort gibt Ebo eine kurze Geschichte des Bamberger Bistums bisauf Otto. Über Ottos Jugend und seine Beziehungen zu Polen erfährt mansehr wenig, dagegen viel von seinem Verhältnis zu Heinrich IV. 8 und zuSpeier, sowie von seiner Erhebung zum Bischof. Hieran reihen sich BriefeOttos und dessen Sorge für die Erneuerung von Michelsberg nach allen Rich-tungen, und bei Gelegenheit eines Erdbebens hebt Ebo größere Stücke ausder lateinischen Übersetzung von Origenes Homil. 9 in Levit. und Homil. 24in Numer. aus. Im zweiten Buche handelt er zunächst von dem mißglücktenVersuch jenes Bischofs Bernhard, in Pommern zu missionieren und von derÜbernahme und Ausführung des Missionsgedankens durch Otto. Es werdendie vielfachen Gefahren geschildert, denen sich der Bischof aussetzte, undseine Predigten und Taufhandlungen berührt. Gegen Ende 6 steht ein Brief

1 Vgl. hierzu Köpke a. a. O. p. 700, 30— 6 Interessant ist die Notiz vom Lesen des

701, 5. 2 Vgl. Köpke p. 741. Psalters mit dem Könige und vom Neuein-

3 Vgl. Ebonis Vita Ottonis 2, 3 p. 844,1 ff. band dieses Buches in 1, 6 p. 826. ,und Köpke p. 741 n. 42. 6 Kap. 16 p. 854f. In Kap. 12 ein Briet

4 Schreiben Ottos 2,12 und an ihn 1,10. Ottos an Calixt IL, der sich auch bei Ekke-12—15. 21. 2,16. hard in der Chronik 1125 findet