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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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562 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

Später (1124) wurde Udalscalc selbst Abt von St. Ulrich und St. Afrain Augsburg. Als nun der Streit zwischen Herimann und Rom wieder aus-gebrochen war, schrieb der Kardinallegat Gerhard einen Brief an Udalscalcworin er dessen Ordinierung durch Herimann als rechtmäßig geschehenhinstellte und den Gesang auf den hl. Udalrich für den Kirchengebrauch

gestattete. Auf den Wunsch von Herimanns Nachfolger Walter aber (1133_

1150) verfaßte Udalscalc die Vita Adalberonis episcopi Augustani (887910), die vollständig ungeschichtlich ist. 1 Außerdem schrieb er die Legendas. Afrae, beginnend ,Cum sub Diocletiano 1 , einen Gantus de s. Maria Magda-lena und ein musikalisches Werk, das Registrum tonorum. 2 Um das Jahr1150 wird er gestorben sein.

Zeugnisse. Zu Udalscalc vgl. die Vorrede De Eginone et Herimanno (MG. SS. 12432, 10) Sub venerabili Eginone . . . s. Uodalrici et s. Afrae coenobitis Uodalscalcus servuseorum und vor allem Sigismundi chron. Augustanum 2,1 (Pistorius- Struve, Rer.Germ. vet. SS. 3, 675) cuius inclita facta si scire desideras, legendam ab Udalscalco sociopassionum et fugae habes und 2, 2 sanctae Afrae totam legendam ex ordine comprehendil tarnconversionis quam, passionis incipiens ,Cum sub Diocletiano' , similiter confessoris Udalriciincipiens Jnclita devotis colimus' alligans tarnen metro 3 ad petitionem episcopi Constanti-ensis, qui tarnen cantus a legato apostolicae sedis confirmatus est. Composuit et singularemcantum de b. Maria Magdalena super verba s. Gregorii. . . tarn metro quam dulci rkythmousus aliquando heroico ast lepido carmine; in quibus perpenditur saecularibus litteriseruditissimus fuisse . . . tragico carmine sepulturas abbatum, elegiaco fratrum circa introi-tum dormitorii imitatus Prudentium dorsalia thori figuris metris leoninis additis* Fernerin dem Anhang über den Aufenthalt zu Pisa MG. SS. 12, 447,10 Igitur quarto decimout dictum est die post innumera famis et sitis pericula Pisas et ego perveni. . . cum videlicetdominum et patrem meum reperirem . . . (26) vita aeterna mortem saeculi commutavitpraesentis.

De Eginone et Herimanno. Der Beginn der Schrift berichtet die Ein-setzung Eginos als Abt im Kloster, wo er schon früher Mönch gewesen war.Nachdem Udalscalc in den nächsten Kapiteln die irregulären Besetzungender Abtswürde vor Egino erörtert hat, schildert er, wie nun erst Ordnungins Kloster kam und sich Wunder ereigneten; bei dem einen ergibt sich,daß Udalscalc Kenntnisse in der alten Medizin besessen haben muß. 5 Eineganze Reihe von Heilungen werden dem Egino zugeschrieben, besonders inKap. 6 die eines siebenjährigen lahmen Mädchens, dem die Gabe des Hell-sehens verliehen war. Sodann werden die Reliquien genannt, die Eginodem Kloster zubrachte. Die weiteren Abschnitte handeln sämtlich von demStreite, der zwischen dem Abte und Bischof Herimann ausbrach. DieserStreit wird sehr eingehend behandelt, und zwar werden die einzelnen Phasendurch Aktenstücke belegt; natürlich kommt die Gegenpartei übel genugweg, und Heinrich V. heißt einfachder Tyrann". Aus der Schrift ergibt sichaber sehr deutlich das grausame Zerwürfnis, mit dem der Kirchenstreit nunschon seit langem Deutschland heimsuchte. Sehr eingehend ist der bei-gefügte Brief Eginos aus Pisa, und auch das Schreiben Udalscalcs über EginosTod ist ausführlich gehalten. Der Verfasser wurde wohl an der Vollendung

1 Die Vorrede ist gedruckt MG. SS. 4, 383, 3 Also nicht in Rhythmen, wie ja auchdie ganze Schrift von Jaffe in Steicheles der Anfang einen Hexameterteil darstellt.Archiv f. d. Gesch. d. Bist. Augsburg 3,19 i d.h. er verfaßte zu den Bildern Ge-(aus Monac. 3058 f. 146 s. XV und Vindob. dichte wie Prudentius im Dittochaeon.573). s c. 4 p. 434, 27 ne linguam masticando

2 Gedruckt in Steicheles Archiv f. d. consumat, fit gargarismus . . . 434, 49 salviaeGesch. d. Bist. Augsburg 2, 6878. folio muti linguae supposito.