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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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561
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F. Klostergeschichte 561

Drae f a tio ,Nuper tibi, frater Lieberte, 1 scripseram libellum quem Laberinthum primaeSimonis intitulaveram. 2 Die Handschrift ist bei einem Brande verloren gegangen, vgl.Mabillon.Annales o. s. B. 6,125. Von einer 2. Hs. (Villariensis) spricht Sander, Bibl.Belgica 1,271.

Rudolf schrieb außerdem ein Gedicht in 86 Caudati auf seinen VorgängerTheoderich von St.Trond, dessen Persönlichkeit er hier mit ungewöhnlicherBegabung erfaßt und schildert, aus Mus. Brit. Add. 24914 f. 114b gedrucktvon H amp e, Neues Archiv 22,382384. Zwei Gedichte auf den Brand vonSt. Trond 1114, vgl. Gesta 10, 14 p.296, 17 Quam nostram calamitatem quamtristi metro bis descripsit abbas Rodulfus, prosa hie iterare ociosum duximus.Endlich schrieb er wohl ein Gedicht über die Eucharistie, aus dem sich vierVerse erhalten haben, vgl. Hist. litt. 11, 686 {Hie et ibi cautela totusJesus utraque); zwölf Verse auf Rudolf selbst im Mus. Brit. Add. 24914 beiHampe a.a.O. S.384.

8. UDALSCALC VON AUGSBURG

Udalscalc war Mönch von St. Ulrich und St. Afra in Augsburg unter demAbte Egino, der wegen seines Festhaltens an der päpstlichen Partei imJahre 1118 auf Betreiben des kaiserlich gesinnten Bischofs Herimann seinKloster verlassen mußte. Udalscalc ging mit Egino nach Rom zu Calixt IL,und hier verfaßte er seine Schrift De Eginone et Herimanno, in der er aufsschärfste für seinen Abt Partei nahm. 3 In der Vorrede erwähnt er ein Schrei-ben Calixts II. an Egino vom 25. Juni .1.120, und am 1. Juli dieses Jahresverließ er Rom, um schon am 15. Juli Zeuge von Eginos Tode in Pisa zusein. Wahrscheinlich ist er mit seiner Schrift nicht zu Ende gekommen, sieliegt nur fragmentarisch vor und bricht mit Kap. 31 im Jahre 1118 ab. An-gehängt sind ihr ein Brief Eginos aus Pisa vom 14. Juli 1120 und UdalscalcsDarstellung vom Tode seines Abtes, sowie ein unvollständig überliefertesCarmen de Eginonis itinere obituque.

Nach Eginos Tode ging Udalscalc zu Bischof Udalrich I. von Konstanz.Dieser wollte einen seiner Vorgänger, den Bischof Konrad (935976), zumHeiligen erheben lassen. Da hierzu eine Biographie notwendig war, soübertrug Udalrich die Abfassung einer solchen dem Udalscalc, der siezwischen 1121 und 1122 schrieb 4 und nach Rom überbrachte, wo sie auf derLateransynode 1123 vorgelesen wurde; schon am 28. März 1123 erfolgtedie Heiligsprechung. Als nun Udalscalc zurückkehrte, wurde er von Wege-lagerern gefangen genommen; in der Gefangenschaft dichtete er KonradsLeben in Verse um. 5 Das Gedicht brachte er, als er aus der Haft ent-lassen war, zu Udalrich, auf dessen Wunsch Udalscalc auch einen Cantusde s. Udalrico Augustano episcopo (923973), Inclita devotis colimus be-ginnend, dichtete.

' Er war Kanoniker in Lille. Geschichten aus der Volksüberlieferung

; Es folgt kurz der Inhalt der einzelnen und Wunder. Ausgabe MG. SS. 4, 430436

sieben Bücher. = Migne 170, 865.

Daß er zu Lebzeiten Eginos schrieb, er- 5 Doch sind die Worte historiam ... Con-

gibt sich daraus, daß er c. 7 (MG. SS. 12, radi suaviter modulatus est (MG. SS. 4, 444)

435, 42) sagt Pater idem cui noster servil nicht so zu verstehen, daß er die Verse in

st ! l f: . Musik gesetzt hätte, wie Jaffe, MG. SS.

bie ist sehr dürftig und gibt fast nur 12, 430 n. 5 meint.H.d.A.IX2, 3 36