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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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554 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

und Johannes hat nur wenig hinzugefügt, wie p.365 einiges zu Paulus Dia-konus, wobei Vs. 17 bis 26 des Gedichts Karls des Großen an Paulus angeführtwird, welches Stück auch Leo von Ostia im Chron. monast. Gasin. 1,15 (SS.7592) bringt. 1 Auch im zweiten Buche, das mit Abt Josue (um 796) beginnt'überwiegen die angeführten Urkunden bedeutend.

Das dritte Buch reicht von 875 bis 881 und hat ein eignes Vorwort er-halten. Wichtig ist hier die eingelegte Märtyrergeschichte von den Decol-lati nongenti monachi, die dem Kloster angehörten; ob Johannes ihr Ver-fasser ist, dürfte zweifelhaft sein. In die Erzählung ist p.404f. ein Gedicht{vier Hexameter und zwölf Distichen) 2 aufgenommen worden, wie auchschon früher im 2. Buche p.389D zwei kurze Gedichte stehen, die aber wohlder betreffenden Zeit (839) angehören, während der leoninische Reim dieGedichte des dritten Buches dem Johannes zuweist. Das vierte und weitauslängste Buch es erstreckt sich von 882 bis 1101 hat ebenfalls eineeigne Vorrede, die unpassend genug, von Sonne und Mond, Morgen undAbend handelt. Es bringt fast nur Urkunden und erzählt dafür sehr wenig vonden Äbten. Von diesen ist vielleicht wichtig Abt Godelpert (um 910, f 920),da er der von Sigebert De script. eccl. 23 genannte Verfasser eines von derSchöpfung bis zur Geburt Christi reichenden biblischen Gedichts sein könnte,DieVerwechselung Ottos II. mit Otto III. (p.468D) zeigt, daß die Geschichts-kenntnisse Johanns nicht tief gingen. Etwas breiter auf die eigentlicheGeschichte eingestellt ist das mit einer Vorrede über die Schöpfung ver-sehene fünfte Buch, das mit Abt Hilarius (10011034) einsetzt, zahlreicheUrkunden der Fürsten von Gapua anführt, aber auch manches über derenVerhältnis zum Kloster und Wunder von Brüdern aus der neueren Zeitbringt. Hier werden nun öfters Ereignisse aus der italienischen Geschichtekurz berührt, besonders auch von Leo IX. erzählt. Das Buch und das ganzeWerk schließt mit dem Tode Nikolaus' IL, der Wahl Alexanders II. undmit Desiders Abtstätigkeit in Monte Gassino. Die Chronik sollte vielleichtnoch weiter geführt werden, da Johann selbst von der Teilung in sieben Bü-cher spricht; die Fragmente aber, die über das Jahr 1071 hinausgehen undbei Murat ori p. 517 ff. abgedruckt sind, haben mit dem Werke nichts zutun,sondern sind erst am Ende des 12. Jahrhunderts in die Handschrift gelangt.So finden sich Stücke über Abt Amicus, der 1090 durch Urban IL erhobenwurde, über die 1115 durch Paschalis IL vollzogene Kirchweih des Klostersund einige Briefe, die alle in ganz andere Zeit gehören. Wir haben somiteine Geschichte des Vinzenzklosters vor uns, die aus eigenem Wissen undaus fremden Stücken von Johann zusammengesetzt wurde und in der dieeingelegten zahlreichen Urkunden die Hauptrolle spielen.

Zeugnisse. Zu Petrus heißt es p. 345 Prologus Petri presbiteri et monachi in vitamvel obitum sanctorum patrum Paldonis Tatonis et Tasonis und im Eingange p. 345 BHaec quae dicturus sum . . . retulit. . . pater domnus abbas meus Taso et ut scriberem prae-cepit. Zum Leben Autperts p. 359 Vita vel obitus domini Authperti .. . abbatis . . . (p- 360)Denique ut comperimus plurimos sanctarum scripturarum libros exposuit. Nam LeviticumMoysi, Cantica Salomonis, Psalterii flores melliflua suavitate . . . patefecit. . Librumquoque de conflictu vitiorum sed et homelias aliquas evangeliorum . . . edidit. . . . Vitam

1 Die bei Johannes und Leo fast gleichen 2 Vs. 23 Emathios . .. campos nach Luc.Lesarten hat Neff, Die Ged. d. Paulus B.C. 1,1.Diaconus S. 141 f. nicht angeführt.