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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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532 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

quien der Maria von Laon in Gallien und Britannien bewirkt worden warenund hier teilte er manches über den Bischof Bartholomäus von Laon undüber den Gründer der Prämonstratenser Norbert mit. Bartholomäus hattenämlich ein Buch über Ildefons von Toledo zu schreiben begonnen und dabeiHermanns Hilfe erbeten. Und Hermann sagt in der Vorrede zu jener SchriftDe miraculis, daß der Bischof ihn gebeten habe, für ihn die drei Bücher desIldefons De virginitate zu suchen. Er habe sie endlich in Chalons gefundendann die Vita Hildefonsi Toletani abgeschrieben, die Bücher De virginitatedarangehängt und endlich den Bericht über die Wunder der Maria vonLaon damit verbunden, diese aber unter dem Namen der Kanoniker vonLaon veröffentlicht. Außerdem schrieb Hermann De incarnatione JesuChristi domini nostri, wozu er den Stoff teils aus Anselms Cur deus homoteils aus einer Predigt des Abtes Odo nahm. Gewidmet hat Hermann dasWerk dem Erzbischof Stephan von Vienne, nach welcher Stadt er nämlich aufeiner seiner beiden Romreisen kam. Im Jahre 1147 ist er dann Teilnehmerdes Kreuzzuges gewesen, aber er ist davon nicht wieder zurückgekehrt.

Da Hermann aus adliger Familie stammte und er zugleich auf weitenReisen ebenso wie durch die Wissenschaften gebildet war, so kommt inseinem Geschichtswerk, das uns hier besonders interessiert, sein weiterBlick deutlich zutage. Er spricht daher öfters von der Grafschaft Flandernund deren Dynastengeschlechtern und geht auch auf den Kirchenstreit ein,nicht ohne daß er mit Wehmut des traurigen Ausgangs Heinrichs IV. ge-denkt. 1 Manches von Hermanns Leben wissen wir durch den Fortsetzerseines Geschichtswerkes, der die Zeit von 1147 bis 1160 kurz hinzufügte; derHauptteil seines Berichts stammt aus jenem wohl von Hermann verfaßtenBriefe über die Wiederherstellung des Bistums. Für die früheren Zeitenbenutzt Hermann die Fortsetzung von Sigeberts Chronik aus Anchin undeine Chronik von Marchiennes, die Vitae Remigii und Medardi, die Miraculas. Martini, einen Bischofskatalog und Urkunden. Für die Chronologie hat erkeinen rechten Sinn, dafür hält er sich aber von Fabeleien ganz frei. Er istzwar kirchlichen Sinnes, aber nicht auf die Partei eingeschworen.

Zeugnisse. Zu Hermann und seinem Werke vgl. G. Waitz, Forsch, z. d. Gesch.21, 431448. Von Jugend und Alter Kap. 13 p. 280, 32 Hec ego puerulus a prefato Bai-duino Tornacensi advocato . . . narrari audivi, nunc autem in Senium vergens vera essepropriis oculis sicut dixerat conspicio. Besonders wichtig sind die Vorreden zu seinenWerken. Zu De restauratione MG. SS. 14, 274, 4 patribus fratribus et filiis . . . Torna-censis cenobii monachis frater Herimannus . . . pro sincera obedientia quam mihi, quamdiuabbas vester esse volui . . . impendistis . . . Quia vero nonnulli vestrum a me petierunt mul-totiens ut modum . . . restaurationis ecclesie nostre liüeris mandando . . . pßtitioni eorumlibenter satisfacere volo. 16 Nunc vero quia iam duobus primis defunctis abbatibus ego lerciusabbas successi ... 21 Quia ergo . . . cum domino nostro Sansone Remorum archiepiscopoRoma rediens litteras domini pape Innocentii Tornacum detuli precipientes Tornacensibusut proprium sibi episcopum eligerent . . . sicque electo ad episcopatum domino Absahnes. Amandi abbate statim pro eo Romam rogatus sum redire. Dum domini pape responsumexpecto . . . me Rome demoratum esse conspicio; ne penitus tarn longi temporis tedio dep-ciam . . . in Lateranensi palatio restaurationis ecclesie nostre ordinem scribere aggrediordescriptumque vobis transmittere cupio summopere deprecans ut . . . animam domino preci-bus commendetis. Widmung zu De incarnatione p.269,5 Quia vero maiestas vestra 3 dignala

1 Kap. 84 p. 314, 53 Extat quedam epistola hi esse duri cordis.

ab eodem patre Philippo regi Francorum di- 2 26. April bis 14. Juni 1142.

recta, in qua de filio suo vehementer queritur; s Stephan von Vienne wird angeredet.quam si quis legerit et non fleverit videtur mi-