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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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524 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

Brief des Abtes Osbern von St. Evroul an Papst Alexander II. eingelegtWichtig ist der Bericht über die erste Einwanderung der Normannen inApulien Kap. 8 (col. 251 f.) und in Kap. 19 wird gehandelt über das Lebendes hl. Jodocus nach Isembards von Fleury Vita s. Jodoci 1 und nach denMiracula Jodoci des Guilelmus Merulensis, 2 während Orderic für die Tatender Normannen und Wilhelms I. auf die Werke des Wilhelm von Poitiersund des Wilhelm von Jumieges und für die Taten Robert Guiscards auf die Dar-stellung des Goisfred (oder Gaufred) von Malaterra verweist. 3 Am Ende desBuches verspricht er weiter über König Wilhelm sowie über die traurigen Ir-rungen zwischen Normannen und Engländern zu berichten, und zwar werde erdas ohne Schmeichelei und ohne irgendwelche Aussicht auf Lohn von Seitender Sieger oder der Besiegten tun. Das ist denn auch der Hauptinhalt desvierten Buches, das von 10671075 reicht. Es enthält daher wenig Kirchen-geschichte, 4 doch treten einige große Kleriker hervor, wie Gregor VII.a puero monachus mit scharfen Worten charakterisiert wird, währenddas, was Kap. 10 5 von Lanfranc berichtet wird, fast ganz auf dessen Bio-graphie von Milo Crispinus zurückgeht. Eine weitere größere Episode be-zieht sich auf das Leben des hl. Guthlac, die aus dessen Biographie desBischofs Felix von Croyland und aus dem mündlichen Bericht des SubpriorAnsgot von Croyland stammt. Das fünfte Buch eröffnet Orderic mit eignerlängerer Vorrede, wo er über sich selbst spricht und die Jahre 1075 bis 1087behandeln zu wollen erklärt. 6 Hier steht nun die Kirchengeschichte imVordergrunde, und zwar besonders die des eignen Klosters, wie über-haupt hier am meisten von Klöstern gesprochen wird. In Kap. 6 col. 381 ff.werden die Beschlüsse des Konzils zu Lillebonne 7 gegeben und, was nichtunwichtig ist, Kap. 811 erfolgt ein Auszug aus einer Bischofschronik vonRouen. Nämlich von Mallonus und Avicianus anfangend erwähnt Ordericdie 47 Bischöfe dieser Stadt und fügt einem jeden ein hexametrischesDistichon bei ; 8 schon im vorigen Buche hatte er mit der Wiedergabe vonEpitaphien kirchlicher Großer begonnen und solche Erwähnungen poeti-scher Stücke ziehen sich durch das ganze weitere Werk. Vorher (Kap. 7col. 386C) gibt Orderic einen Auszug aus der Vita Taurini, 9 des erstenBischofs von Evreux, Kap. 18 col. 426C bringt er eine Schenkungsurkundedes Kanonikus Fulcher von Chartres für St. Evroul. In Kap. 19 col. 432f.handelt er über seinen Lehrer, den Subprior Johannes, über dessen Personund Walten er ein Gedicht 10 von 50 Hexametern anhängt, in dem er berich-tet, daß Johannes mehrere Gedichte auf Maria und eine Vita Ebrulfi anden Erzbischof Radulf von Rouen geschrieben habe. 11 Das sechste und letzteBuch dieser Abteilung beschäftigt sich wieder besonders mit der Geschichte

1 3,19 col. 294 A. 7 Zum Namen, der auf Cäsar zurückgeführt

2 3,19 col. 295A. wird {Julia Bona) vgl. 12,11 col. 883B.

3 3,13 col. 260 D. 8 Col. 391A407 A.

4 4,13 col. 336 A wird kurz von Guitmund 9 Acta SS. Aug, 2, 639.

von Aversa und seiner gegen Berengar ge- 10 Epitaphien stehen z. B. Kap. llcol.405C

richteten Schrift gesprochen. auf Rollo und 405 D auf Wilhelm Longae-

6 col. 326 C328 B. Spatae.

6 Er erwähnt hier col. 375, daß er 42 Jahre J1 col. 433 B Vs. 29 Versifice sancti vitam

Mönch sei. Also ist das Buch im Jahre 1127 descripsit Ebrulfi Dilecto patri Radulfo metro-

begonnen worden. politae.